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Autor: Frank Kabodt | 30.01.2008 - 13:40 | (16)

Bochumer Nokia-Werk erzielte 134 Millionen Euro Gewinn

Bei der Schließung des Bochumer Handy-Werks beruft sich Nokia auf eine unrentable Produktion. Wie jetzt bekannt wurde, erzielte der Standort im letzten Jahr 134 Millionen Euro Gewinn, 90.000 Euro je Mitarbeiter in der Produktion. Zudem habe die Fertigung mit 18,7 Millionen Handys deutlich über den Erwartungen gelegen.

Bochumer Nokia-Werk erzielte 134 Millionen Euro Gewinn

Die Verlegung des Bochumer Nokia-Werks scheint unausweichlich, den Finnen zufolge sei der Standort im Ruhrgebiet nicht rentabel genug. Daher soll die Produktion bereits im Sommer eingestellt und in Osteuropa fortgesetzt werden. Bei deutlich niedrigeren Lohn- und Betriebskosten. Doch hat man sich in Helsinki verrechnet? Wie das Finanzmagazin Capital berichtet, sei die wirtschaftliche Situation des Werks ausgezeichnet, im letzten Jahr erzielte Bochum einen Betriebsgewinn von 134 Millionen Euro oder 90.000 Euro je Mitarbeiter in der Produktion. Hinzu kamen weitere 70 Millionen Euro durch Zinsgewinne.

Unter Berufung auf vertrauliche Unterlagen schreibt Capital, die deutsche Nokia GmbH habe mit den Standorten Bochum, München, Düsseldorf, Ulm und Frankfurt ein Betriebsergebnis nach Zinsen von 246 Millionen Euro erzielt. Darüber hinaus habe die Bochumer Werksleitung an einem Konzept gearbeitet, mit dessen Umsetzung das Werk ebenso effizient wie die Produktionsstätte in Ungarn wäre. Bei Lohnkosten von 28,70 Euro statt 6,90 Euro wie im ungarischen Werk. Bei den Zahlen beruft sich das Magazin auf ein internes Papier über die "Betriebliche Restrukturierung der Nokia GmbH". Für den Umbau sei eine Investition von 14 Millionen Euro notwendig gewesen. Außerdem wurde bekannt, dass die Produktion im Zeitraum von Juli bis Dezember 2007 mit 18,7 Millionen Handys über den Erwartungen von 16,3 Millionen Einheiten lag. Die Beschäftigten hätten dafür Überstunden und Wochenendarbeit in Kauf genommen. In den kommenden Wochen laufen Verhandlungen zwischen Nokia, Vertretern der Arbeitnehmer und der Landesregierung - einen Erhalt des Bochumer Werks schlossen die Finnen bislang aus.

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Kommentare
  1. 31.01.08 22:34 Muhkuhboss (Gesperrt)

    wieso hat nokia das werk in bochum überhaupt eröffnet?
    sie konnten die
    produktion doch gleich sonstwohin verlegen. konnten sie sich doch denken, dass
    die porduktion in deutschland viel zu hoch ist!
    zudem müssen die hersteller die
    preise sowieso seneken, wegen starker konkorenz

  2. 31.01.08 20:35 philz95

    Aha; so ist das also...

  3. 31.01.08 20:06 Anonymie (Gast)

    Hallo Philz95,

    z.B.die Moral!Es geht bei diesen Firmen NUR noch um
    Egoismus.Das muß,gerade im Fall Bochum,wirklich nicht sein.!!??

    P.S.Text sehr
    schnell geschrieben,dadurch 2-3 Wort-Fehlerchen!

    Grüße

  4. 31.01.08 18:51 philz95

    @Anonymie

    Was is kaputt?

  5. 31.01.08 18:20 Anonymie (Gast)

    Hey,
    das System einer AKTIENGESSELSCHAFT funktoniert ausschließlich
    so:RENDITE,RENDITE,RENDITE und das jedes Jahr mindst.10 - 15 % PLUS. und um das
    zu erreichen spielen Menschen KEINE Rolle.Das müß Ihr euch bitte merken.Um ein
    wenig zum Nachdenken zu bewegen,sollte gerade im Fall Bochum,wo eine sehr gute
    Rendite erzielt wurde,aber die Gier des Vorstandes,Manager und Aktionäre noch
    größer ist,mal etwas dagegen gekämpft werden.WEIL REICHLICH GEWINN,(auch
    Gewinn/Umsatz),GEMACHT WURDE.Es geht nicht um deutsch oder nicht deutsch
    Produktion,auch nicht um andere Firmen,welche ähnlich Schritte vollzogen
    haben.Die wurden ausschließlich vor dem Hintergrund des vorraussichtlichen
    Verlustes oder zu geringen Gewinnes gemacht.Das ist noch relativ verständlich
    aber NICHT das was in Bochum abgeht!!!????
    Wer da anderer Meinung ist kann nur
    Nokiaarbeiter in anderen Standorten Deutschlands sein sein und Angst um den
    Nokia-Deutschland -Verkauf sein,oder ist ein so blinder Nokia-fanatiker und
    dadurch unsachlich oder geht das Aktiengesselschaftsprinzip nicht.
    Die Gier
    nach Rendite bricht uns irgend wann alle den "Hals"(sie jetzt z.B in den
    USA,)

    Grüße und überlegt doch bitte einmal ob es nicht besser ist,sich etws
    dagegen zu wehren,damit sich solche Konzerne nicht alles erlauben können was
    VÖLLIG UNNÖTIG ist.

  6. 31.01.08 08:10 089 (Newcomer)

    hoffentlich ist das thema bald durch. ein arbeitsplatz ist keine
    lebensversicherung, das kann man ruhig auch in bochum kapieren.

    und wieivel
    profit ein unternehmen wo machen will ist deren angelegenheit. schlimm ist es,
    wenn das nicht klappt, nicht wenn es klappt. und die subventionen waren nur ein
    bruchteil dessen, was nokia im laufe der zeit hier gelassen hat.

    deren job
    ist es, uns gute produkte anzubieten. unser job wäre es, im standortwettbewerb
    zunehmen d bessere bedingungen zu bieten. auf einigen gebieten kann das
    deutschland ja auch, aber eben nicht bei solch austauschbaren arbeitsplätzen.

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