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Autor: Rene Melzer | 07.02.2008 - 11:54 | (15)

US-Frequenzversteigerung: Verizon umgeht Google

Die Versteigerung der US-Frequenzen im 700-MHz-Band sind ein Politikum. Zwei Parteien stehen sich gegenüber: Google plädiert für eine Öffnung des Bandes, die Netzbetreiber wollen ihr geschlossenes Geschäftsmodell weiterführen. Im Moment scheint der Mobilfunkanbieter Verizon in der Auktion vorn zu sein.

US-Frequenzversteigerung: Verizon umgeht Google

Die Frequenzversteigerung der FCC (Federal Communications Commission) übertrifft bereits alle Erwartungen. Die Gebote für die fünf Frequenzblöcke im 700-MHz-Band stehen derzeit bei 19 Milliarden US-Dollar, zu Beginn der Auktion schätzte die Behörde die Einnahmen auf 10 bis 15 Milliarden US-Dollar. Vor allem einige der lokalen und regionalen Frequenzen sind hart umkämpft und treiben die Angebote nach oben. Alle Augen sind jedoch auf den so genannten C-Block gerichtet. Der Block wird in allen 52 Staaten vergeben und steht bei den Mobilfunkern AT&T und Verizon sowie dem Internet-Konzern Google ganz oben auf dem Wunschzettel.

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Google-Chef Eric Schmidt fordert die freie Nutzung von Mobilfunkfrequenzen

Google konnte bei bei FCC einen Passus erwirken, nach dem Kapazitäten der Mobilfunkfrequenz vom Betreiber an andere Anbieter freigegeben werden müssen, wenn die Auktionsangebote die Summe von 4,6 Milliarden US-Dollar übersteigen (mehr lesen). Die Mobilfunkbetreiber mit Verizon und AT&T an der Spitze lehnen diese Forderung ab, da sie das klassische Geschäftsmodell untergraben würde. Die für den C-Block gebotene Summe erreichte kürzlich 4,7 Milliarden US-Dollar, was den Weg für ein offenes Netz frei macht. Obwohl die Auktion anonym und elektronisch durchgeführt wird, gehen Beobachter davon aus, dass Google das Angebot abgab. Doch ob das Unternehmen den Zuschlag erhält bleibt fraglich. Nach Meinung einiger Analysten hat Verizon derzeit die Nase vorn – dank eines Umweges. Der C-Block kann für die gesamte USA erworben oder für jeden Bundesstaat ein eigenes Angebot gemacht werden. Dem höchsten Gebot gibt die FCC den Zuschlag. Scheinbar konzentriert sich Verizon auf die zweite Strategie und könnte so den Zuschlag erhalten, ohne sich mit Google eine Bieterschlacht liefern zu müssen. Sollte der Netzbetreiber in einigen Bundesstaaten nicht zum Zuge kommen, könnte er die Lücken mit Frequenzen aus den Blöcken A, B und E füllen.

Derzeit liegen die Angebote für die C-Blöcke der einzelnen Bundesstaaten bei 14,74 Milliarden US-Dollar, und damit über der Summe, die für das Gesamtpaket geboten wird. Theoretisch ist damit die Forderung von Google erfüllt, die Frequenzen im C-Netz für Mobilfunk und Internet zu öffnen. Statt weiter zu bieten, könnte der Suchmaschinenbetreiber sein Geld jetzt in andere Projekte stecken. Doch der Teufel steckt wie so oft im Detail. Da Verizon nur für die Frequenzen in den einzelnen Bundesstaaten bietet, werden sich um den Wortlaut des Paragraphen zur Öffnung des Frequenzblockes wohl später noch die Anwälte streiten.

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Kommentare
  1. 08.02.08 12:11 Markus Goebel (Member)

    In den kommenden Jahren wird auf der ganzen Welt der Frequenzbereich um 700 Mhz
    frei, weil das analoge Fernsehen abgeschaltet wird. Auch in Deutschland.

    Man
    kann diese Frequenzen für alle möglichen neuen Dienste nutzern, nicht nur für
    Handy-Netze. Auch Wimax, WLAN oder Digitalfernsehen ist möglich. Natürlich auch
    neue UMTS-Standards.

    Bisher gibt es noch kein Handy, das mit 700 Mhz funkt.
    Wozu auch? Die Frequenzen sind ja noch bis 2009 mit Analogfernsehen belegt. Erst
    ab 2010 werden sie wirklich frei. Dann kann man neue Netze aufbauen und es lohnt
    sich, Endgeräte dafür zu produzieren.

    Wenn Muhkuhboss dann immer noch mit
    seinem alten Handy von 2007 herumläuft, dann kann er mit der neuen Technik
    natürlich nichts anfangen. Aber wahrscheinlich werden sowieso keine
    traditionellen Mobilfunknetze in dem Frequenzbereich aufgebaut, sondern
    Datendienste wie Wimax.

    Die Kunden von Sprints neuem Wimax-Netz XOHM in
    Chicago können jetzt schon 2 bis 4 Mbit/s im Download und 1 bis 2 Mbit im Upload
    nutzen, auch wenn sie dabei mit dem Auto durch die Stadt fahren. Das ist als ob
    man überall in der Chicago und den umgebenden Vorstädten seine DSL-Anschluss
    dabei hätte. ([url]http://www.areamobile.de/specials/4_generation/teil_I.php[/url])

    Wozu
    noch teure Handy-Gebühren zahlen, wenn man überall billig oder kostenlos per
    VoIP ([url]http://www.areamobile.de/specials/VoIP/einleitung.php[/url]) telefonieren kann?
    Abgerechnet wird alles über eine nette Daten-Flatrate, die nach letzten
    Schätzungen ungefähr 30 EUR kosten wird.

  2. 08.02.08 08:16 Muhkuhboss (Gesperrt)

    @smily n82
    hast mich überzeugt.

    @philz95
    gps oder gsm.netze? was meinst du?

  3. 07.02.08 22:11 philz95

    @Muhkuhboss

    hast recht. In südkorea und japan beispielsweise gibts keine
    GPS-Netze, nur UMTS und HSDPA

  4. 07.02.08 22:03 smily N82 (Gast)

    stimmt meine meinung, eine einheitliche frequenz für die ganze welt, nich in
    jedem land bzw. kontinent eine andere

    aber andererseits währe es eigendlich
    garnicht möglich, weil man dann mit älteren handy's nicht mehr telefonieren
    könnte,
    weil sich der standart ständig verbessert um immer höhere
    geschwindigkeiten zu erzielen

  5. 07.02.08 21:43 Muhkuhboss (Gesperrt)

    @smily n82

    ich finde, dass gsm abgeschaft werden müsste, weil das einfach zu
    langsam ist
    und man würde deutlich strom sparen
    es sollte einfach einen
    einhetilichen standart, wie umts+hsdpa geben.

  6. 07.02.08 21:40 smily N82 (Gast)

    @ Muhkuhboss

    stimmt über die sinnfrage dieser frequenzen kann man
    streiten

    ich bin auch der meinung das es vollkommen unnütz währe, und das man
    diese eigendlich gar nicht braucht !

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