Das israelische Start-Up Modu stellt auf dem Mobile World Congress ein gleichnamiges Einfach-Handy vor, das nur die Basisfunktionen anbietet. Mittels Erweiterungen, die von verschiedenen Partnern kommen, soll rund um das Basismodul ein Ökosystem entstehen, das die Fähigkeiten ausbaut.
In Zukunft werden Handys modular, zumindest nach den Vorstellungen des israelischen Start-Ups Modu. Das Unternehmen stellt auf dem MWC 2008 ein Mobiltelefon gleicher Bezeichnung vor, das kleiner als eine Kreditkarte ist und selbst nur eine Basisbedienung ermöglicht: Anrufe annehmen und beenden. Die Erweiterungen kann sich der Nutzer mittels Jackets genannter Handyhüllen dazukaufen, in die das Modu eingesteckt wird. Etwa ein Gehäuse mit QWERTY-Tastatur für Vielschreiber, die neueste Modelinie für das Fashion Victim oder nur die billige Plastikhülle mit Discounter-Logo als Ersatz für die kaputte Tastatur. Auch der Formfaktor soll frei wähltbar sein.
Doch das israelische Unternehmen will ein ganzes Ökosystem um das Einfach-Modul aufbauen und steht schon in Gesprächen mit Herstellern von MP3-Playern, Digitalkameras, digitalen Bilderrahmen und Schnurlostelefonen. Von ihnen hergestellte Gehäuse heißen dann Modu Mates und sollen das Handy um Musik- oder Kamerafähigkeiten erweitern. Andererseits könnte das Modu selbst Zubehör für andere Elektronik-Geräte sein und beispielsweise einem entsprechend ausgerüsteten Notebook als HSDPA-Modem dienen oder einem Autoradio mit Modu-Slot als Freisprecheinrichtung.
Schon vor Erscheinen im Handel konnte das Konzept verschiedene Unternehmen begeistern, darunter den russischen Netzbetreiber VimpelCom, die Telecom Italia und Universal Music Group. Noch hat das Modu allerdings Schwächen. Der interne Speicher von 1 GB ist nicht erweiterbar und das Telefon beherrscht nur die Funkstandards GSM und GPRS. Bis zu seinem Erscheinen im Oktober 2008 soll eine verbesserte Version entwickelt werden, die auch HSDPA unterstützt.
Die Idee für einen modularen Aufbau finde ich nicht schlecht, aber es ist
fraglich ob sich sowas bei uns durchsetzen kann.
Mit so einem Telefon kann man
eben nicht mit den 150 Funktionen protzen (die man weder wirklich braucht/nutzt
noch sich damit auskennt).
@smily N82: Sind dir schon genauere
Hardwarespezifikationen bekannt? Oder wie kommst du zu so einer Aussage?
Naja, ich kaufe mir mein Brot beim Bäcker und der geht auch auf Wünsche ein.
Man sucht sich halt bei diesem Konzept eine Plattform aus den Rest kann man
dann nach Bedarf ausstatten.
Gehäuse, Displayauflösung, Akkukapazität,
Kameraauflösung, Bluetoothmodul, GPS-Modul, Speicher sind alle über
Standardisierteschnittstellen angeschlossen und können leicht ausgetauscht
werden. Wie zB. im Dell Onlineshop.
Das wäre halt die Fortführung des oben
genannten Konzepts und bei automatisierter Fertigung kaum teurer.
Aber dann
kann man ja nicht mit seinem N95 rumprollen, weil man auch Wissen über die
inneren Werte benötigt um das Modell zu beurteilen.
@anonymous
nach deiner kogik kauft man in zukunft brot wie villen.
einfach mal
so nebenbei (!?!???!!!)
würde mal sagen, du solltest überlegen, was du sagst.
@Anonymous
Ähm, geht's noch?!
Demnächst kauft man Handys wie Autos oder Computer.
Man stellt sich seine
Wunschfunktionen zusammen und dieses wird dann gefertigt und man kann es nach
einer Woche oder so abholen.
Dann gibt es "Sondermodelle" die Vorkonfiguriert
und Preisgünstiger bei den Netzbetreibern erhältlich sind.
Ich fände die Idee
nicht schlecht.
Grüße in die Runde!
Also ich durfte mir das Modu vor Ort in Barcelona anschauen
und finde die Idee recht gut. Was hier übersehen wird: die Jackets, also die
Hülle zur Erweiterung der Fähigkeiten des Modu, sind nur einer von 2 Gedanken.
Der andere (und wohl wichtigere) ist, das Modu auch in andere Geräte wie das
Autoradio, den Fernseher oder (übertrieben) den Toaster stecken zu können, um
dann die Fähigkeiten beider Geräte zu kombinieren. Und DAS klingt für mich schon
interessanter. Übrigens soll das Modu mit 3 Jackets etwa 200 Dollar kosten, die
einzelnen Jackets entsprechend weniger (je nach Ausstattung). Mit Blaupunkt
scheint es übrigens schon eine Kooperation für den oben beschriebenen 2. Punkt
zu geben.