Neues Wachstum, so die Hoffnung der Netzbetreiber, kommt aus dem mobilen Internet. Den Zugang dazu können sie schon bieten. Doch sie wollen auch Dienste verkaufen, denn mit dem Zugang allein wird in absehbarer Zeit kein Geld mehr zu verdienen sein. Doch mit Internet-Diensten wollen auch andere expandieren, was den Mobilfunkanbietern nicht schmeckt.
Jahrelang haben die Mobilfunknetzbetreiber mit Sprachdiensten prächtige Gewinne erzielt. Doch mittlerweile trocknet diese Geldquelle aus, die Preise sind rückläufig und können vom Zuwachs bei den Sprachminuten nicht aufgefangen werden. Im Jahresvergleich ging der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde um 18 Prozent zurück. Die Netzbetreiber suchen deshalb nach neuen Einnahmemöglichkeiten. Die sollen aus dem Internet generiert werden - so lautet zumindest die Idee.
Doch anders als bei den Sprachdiensten stehen die Mobilfunkbetreiber jetzt nicht allein da. Andere wie Google, Yahoo!, Apple oder der Branchenprimus Nokia wollen auch ein Stück von dem Kuchen. Nokias Ovi-Portal, über das die Kunden Musik, Spiele und Navigationsdienste herunterladen können, sorgt für Unmut. Während sich Vodafone-Chef Arun Sarin noch zurückhält, spricht T-Mobile-Chef Hamid Akhavan auf dem Mobile World Congress 2008 klare Worte: "Uns gefällt das nicht"". Das Angstwort, das unter den Betreibern umgeht, lautet "Datenleitung". Denn zukünftig, da sind sich alle einig, wird das Geschäft vor allem mit Internet-Diensten gemacht. Der Zugang dazu wird eher nebensächlich. Deutlich wird das am Verkaufsmodell iPhone. Zwar zeigt sich T-Mobile zufrieden über die steigende Internet-Nutzung der iPhone-Besitzer, doch die Umsätze wachsen nicht mit, denn die sind über eine Flatrate abgedeckt. Solche Pauschaltarife werden in Zukunft den Mobilfunksektor bestimmen – und die Margen senken. Die Netzbetreiber wollen jedoch nicht nur die Datenleitung zur Verfügung stellen und das Geschäft mit den Internet-Diensten anderen überlassen.
Wenn Nokia jetzt Musik, Spiele oder Navigationsdienste verkauft, dann tritt der Hersteller in direkte Konkurrenz mit den Download-Diensten von Vodafone und T-Mobile. Das schmeckt den Konzernen nicht, kaufen sie doch schon seine Handys. Doch diese Konkurrenz ist zum Teil auch hausgemacht, in der Vergangenheit haben sich die Netzbetreiber nicht gerade durch Innovationen ausgezeichnet und sind nun von der Entwicklung im Internet überrollt worden. Als Ausweg bleibt ihnen nur die Kooperation mit dem Feind. T-Mobile etwa hat auf dem Mobile World Congress 2008 Bündnisse mit einer ganzen Reihe von Web2.0-Diensten wie Yahoo!, MySpace oder YouTube angekündigt. Herzlich Willkommen ist, wer seinen Umsatz teilt.
Ich frage mich seit diese Discounter Tarife für alle möglichen Gruppen anbieten,
wann der erste Hersteller seinen eigenen Service aufmacht: Statt Simyo, Base
oder Fonic gibt es dann z.B. Nokia, Sony-Ericsson, Apple oder HTC Netzwerke. Man
kauft Gerät und Tarif direkt beim Hersteller, der wiederum Netzwerkkapazität bei
T-Mobile und Konsorten einkauft.
Denn Dienste für die Geräte anbieten, das
können die Leute die sich damit auskennen besser. Denn wenn die mehr als nur
"Bit-Pipe" sein wollen, dann müssten sie ala NTTDocomo schon Ihre eigene
Software entwickelnund diese an die Hardwarehersteller liensieren, die dann als
bessere ODMs arbeiten (wie gesagt, siehe NTTDocomo).
Aber diesen Aufwand werden
die europäischen Netbetreiber scheuen, dafür müsste man ja Personal einstellen
und Geld in die Entwicklung stecken und andere Bezahlsyseme entwickeln. Aber das
wir nie passieren, deswegen sind alle europäischen Betreiber schon auf dem Weg
zur Datenpumpe, nur wollen sie es noch nicht wahr haben.
Aber in 2-3 Jahren ist
der Markt genau so wie bei DSL, wir bezahlen abhängig von Leitung und
Funktionsumfang, aber nutzen die Betreiberportale nur für die Rechnung.