Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf ihrem Rundgang zur Eröffnung der Computer-Messe CeBIT wieder große Schlagfertigkeit bewiesen. Als sie am Stand von Sony Ericsson ankam, sorgte sie mit wenigen Worten für Lacher bei den Zuschauern und für lange Gesichter bei den Anzugträgern des Handy-Herstellers. Axel Kettenring, General Manager von Sony Ericsson Deutschland, führte stolz das neue Spitzenmodell Xperia X1 vor, das angeblich bei der "Verschmelzung von Internet und Telekommunikation ein Zeichen" setzt. So hatte es zumindest in der Pressemitteilung zum Erscheinen des Gerätes gestanden. Doch als die Kanzlerin das Touchscreen-Mobiltelefon in der Hand hielt, sagte sie nur: "Ah, so wie das iPhone" und die Firma Apple konnte sich schon wieder über kostenlose Werbung freuen.
Kettenring kam daraufhin ziemlich aus der Fassung und sagte nur noch, das man mit dem Xperia X1 ganz wunderbar telefonieren und SMS schreiben könne. Aber dazu braucht man natürlich kein Super-Smartphone für 750 Euro. Das weiß auch die leidenschaftliche SMS-Schreiberin an der Spitze des deutschen Staates. Genüsslich schob sie als nächste Frage hinterher: "Und, wo wird produziert?". Worauf Kettenring stolz "überall" antwortete. Nach einer kleinen Atempause musste er aber ergänzen: "nur nicht in Deutschland", was ihm einen strengen Blick einbrachte. Malaysia, Japan, China und andere ferne Länder sind die Standorte, an denen der globalisierte Konzern seine Geräte produzieren lässt.
Der Rundgang der Kanzlerin über die CeBIT ist immer einer der Medien-Höhepunkte auf der weltgrößten Computer-Messe. Ganze Horden von Fotografen, TV-Teams und Reportern zogen der Regierungschefin durch die Messehallen hinterher. Die elf Firmen, an deren Ständen Merkel einen Zwischenstopp einlegte, durften sich geehrt fühlen. Darunter waren Platzhirsche wie die Deutsche Telekom, IBM und Microsoft, aber auch kleinere Unternehmen wie die Firma Funkwerk Dabendorf oder das Unternehmen Komsa. Auch der Netzbetreiber Vodafone musste sich Kritik gefallen lassen. Eigentlich wollte Deutschland-Chef Friedrich Joussen stolz eine neue Bild-Suchmaschine fürs Handy präsentieren. Statt einen Suchbegriff einzugeben, schießt man ein Foto mit der Handy-Kamera und lädt es auf einen Server. Als Antwort kommen Informationen zu dem abgebildeten Gebäude oder der fotografierten Person. Mit Bildern vom Berliner Dom funktionierte das auch wunderbar auf der CeBIT. Bei einem Handy-Foto von Angela Merkel hingegen nicht. "Ihr gesuchtes Motiv befindet sich noch nicht in der Otello-Datenbank", las die Kanzlerin vom Display ab. "Das ist aber eine schwere Lücke, finde ich", fügte sie hinzu. Friedrich Joussen konnte die peinliche Situation zwar mit einem Lachen überspielen, aber seinen Angestellten wird er später eine ordentliche Standpauke gehalten haben.
Ja schon, ich bin halt ne Schlampe. sorry!!
und ich knatter alles, was nich bei drei aufm baum is, schafe, kühe und ziegen
mit vorliebe....