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Autor: Rene Melzer | 06.03.2008 - 11:32 | 0

Pimp your Neo1973: OpenMoko gibt Baupläne für Endgeräte frei

Nach der Software ist jetzt auch das Design der OpenMoko-Handys Neo 1973 und Neo Freerunner unter einer Creative-Commons-Lizenz frei verfügbar. Die für die Gehäuseherstellung nötigen CAD-Beschreibungen hat das Projekt zum Download zur Verfügung gestellt.

Pimp your Neo1973: OpenMoko gibt Baupläne für Endgeräte frei

Offenheit hat sich das Linux-Projekt OpenMoko auf die Fahnen geschrieben. Seit der Gründung ist dessen Handy-Plattform als Quellcode unter einer Open-Source-Lizenz frei verfügbar. Jetzt geht die Organisation einen Schritt weiter und hat die Hardware für die Entwicklergemeinde geöffnet. Allerdings nicht vollständig. Das Projekt hat das Gehäuse-Design unter einer Creative- Commons-Lizenz veröffentlicht und die dreidimensionalen CAD-Dateien zum Download zur Verfügung gestellt. Hersteller können nun außer der Software auch das Geräte-Design frei verändern.

cad-beschreibung für neo 1973 freerunner 380px

CAD-Modell des Neo 1973

Die CAD-Beschreibungen sind für das Neo 1793 und den Prototypen Neo Freerunner erhältlich. Mit bislang verfügbaren Handys ist nach Meinung von Steve Mosher, Marketingleiter von OpenMoko, das Aufkleben von Strasssteinen die einzige Möglichkeit, das Aussehen zu verändern. Die Lizenz ShareAlike 3.0 erlaubt dagegen umfassende Veränderungen am Aussehen bis hin zu Einzelstücken. Dennoch ist die Idee, sich ein neues Gehäuse anzufertigen, nur eine schöne Zukunftsmusik. 3D-Drucker und CAD-Maschinen sind teure Geräte und Mosher hat eher Hersteller im Auge, die ein Handygehäuse mit einzigartigem Aussehen entwerfen möchten, in das dennoch die Hardware des OpenMoko-Gerätes passt.

Das Neo 1973 wurde im Juli 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt. Es richtet sich an Software-Entwickler und wurde in einer kleinen Stückzahl produziert, die schnell ausverkauft war. Das Feedback der Nutzer führte zur Entwicklung des bislang nur als Prototypen vorgestellten Nachfolgemodells Freerunner, das mit einem schnelleren Prozessor, mehr Speicher, WLAN und Beschleunigungssensor ausgestattet ist. Ob sich das OpenMoko-Projekt durchsetzt oder eine Randerscheinung für technikaffine Personen bleibt, wird die Zukunft zeigen.

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