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Autor: Andreas Seeger | 26.03.2008 - 18:59 | 0

Freenet will debitel kaufen [Update]

Der Telekomanbieter freenet will den größeren Konkurrenten debitel kaufen, meldet das Manager Magazin. Die Übernahmedetails seien bereits weitgehend geklärt. Freenet bietet zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden Euro für den Mobilfunk-Provider. Beide Unternehmen wollten den Bericht zuerst nicht kommentieren, später kam die Bestätigung von freenet.

Freenet will debitel kaufen [Update]

Wie schnell die Zeiten sich doch ändern. Erst vor einigen Monaten sollte freenet noch zerschlagen werden, nun plant der Telekomanbieter selbst eine Übernahme. Einem Medienbericht zufolge will freenet den größeren Wettbewerber debitel kaufen. Der Finanzinvestor Permira, dem debitel gehört, sei sich mit Freenet-Chef Eckhard Spoerr weitgehend einig, berichtete am Mittwoch das Manager Magazin vorab. Freenet biete zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden Euro.

Eine Sprecherin von freenet lehnte einen Kommentar zu dem Bericht ab. Bei Permira und debitel war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Dem Bericht zufolge will Spoerr den Kauf des Mobilfunkanbieters durch die Veräußerung des DSL-Geschäfts finanzieren. freenet hatte die Sparte kürzlich zum Verkauf gestellt, für die sich laut Spoerr mehrere Interessenten gemeldet haben. Neben United Internet gelten Versatel und Telefonica als mögliche Bieter. Mit der Trennung würde sich freenet auf das Handy-Geschäft fokussieren.

Update vom 26.03.2008 um 19:10 Uhr Am Abend wurde der Bericht des Manager Magazin durch eine Pflichtmitteilung der börsennotierten freenet AG bestätigt. Das Unternehmen befinde sich in Gesprächen mit Permira über eine Übernahme der debitel-Gruppe. Wenn diese Gespräche zum Erfolg führen, würde freenet die debitel Gruppe, einschließlich ihrer Verbindlichkeiten übernehmen und den debitel-Aktionären hierfür eine Beteiligung von 24,9 % an freenet einräumen. Darüber hinaus wäre ein Barkaufpreis zu entrichten, der ganz oder teilweise über ein Verkäuferdarlehen finanziert würde. Der erfolgreiche Abschluss der Gespräche hänge noch von der Einigung über verschiedene Punkte ab und bedürfe neben der Zustimmung der Gremien der beteiligten Unternehmen und des Bundeskartellamtes einer Einigung mit den finanzierenden Banken der debitel Gruppe.

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