Der Blackberry-Hersteller RIM hat durch die Einführung des iPhone fünf Prozentpunkte des Smartphone-Marktes in den USA verloren. Jetzt schlägt er angeblich zurück mit einem Touchscreen-Gerät, dass intern nur als Apple Killer bezeichnet wird. Das Gerücht stammt von der angesehenen Tageszeitung New York Times.
Der Blackberry-Hersteller RIM soll an einem Smartphone mit Touchscreen arbeiten, das intern nur als AK bezeichnet wird. Die beiden Buchstaben stehen für Apple Killer und sollen die Reaktion von RIM auf das iPhone bezeichnen. Dieses Gerücht verbreitet die renommierte Tageszeitung New York Times und bezieht sich auf zwei ungenannte Software-Entwickler für den Blackberry.
Zwar gibt der zitierte Mitgeschäftsführer von RIM, Mike Lazaridis, in dem Artikel keine Bestätigung ab und kritisiert das iPhone stark, weil er "darauf nicht schreiben kann und meine Freunde auch nicht". Er schließt aber auch nicht aus, dass sein Unternehmen eines Tages einen Blackberry mit Touchscreen produziert, der sich an neue Kundenschichten richtet, die weniger an den E-Mail-Funktionen interessiert sind. Durch die Einführung des iPhone ist der Anteil von RIM am wichtigen Smartphone-Markt in den USA von 45 auf 40 Prozent gesunken, schreibt die New York Times.
Auch über den neuen Blackberry 9000 gingen ursprünglich Vermutungen um, dass er über einen Touchscreen bedient wird. Nach einigen Verschiebungen wegen Batterieproblemen soll er jetzt im August auf den Markt kommen und eine Tastatur wie jeder Blackberry haben. Im Unterschied zum iPhone ist der Blackberry 9000 mit dem UMTS-Beschleuniger HSDPA und Satellitennavigation per GPS ausgestattet. Lediglich beim Design mit den abgerundeten Ecken und der silbernen Rückwand lässt sich eine Ähnlichkeit zu Apple erkennen.
Ich finde nicht, dass jetzt jeder Hersteller unbedingt einen iPhone-Rivalen im
Sortiment haben muss. Schlecht sind reine Touchscreen-Handys ja nicht
automatisch, wer aber sehr viel schreibt (und das dürfte bei der
Blackberry-Kundschaft die Mehrheit sein), arbeitet wahrscheinlich doch lieber
mit einer echten Tastatur. Was ich an den Blackberries auszusetzen habe ist
nicht die Bedienung, sondern die fehlende Connectivity. WLAN gehört einfach in
ein gutes Smartphone, UMTS auch. Das 9000 klingt deshalb um einiges
vielversprechender als ein mögliches Touchscreen-Blackberry.