Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
Autor: Frank Kabodt | 14.05.2008 - 08:27 | 0

Bundesnetzagentur legt Preise für DSL-Anschlüsse fest

Die Bundesnetzagentur hat die Entgelthöhe für IP-Bitstrom-Zugänge festgelegt, die Wettbewerber an die Deutsche Telekom zahlen müssen. Die Stand-alone-Variante ohne Telefonanschluss gibt ab monatlich 19,05 Euro, mit einer Bandbreite von 50 kbit/s. Aus Sicht des Bundesnetzagentur-Präsidenten Matthias Kurth sei das ein fairer Kompromiss. Die Telekom kündigte an, die Entscheidung gerichtlich prüfen zu lassen.

Bundesnetzagentur legt Preise für DSL-Anschlüsse fest

Die Bundesnetzagentur hat die Entgeltgenehmigung für den IP-Bitstrom-Zugang bekannt gegeben. Für die wichtige Variante Stand alone, bei der Endkunden neben dem DSL-Anschluss zukünftig keinen gesonderten Telefonanschluss benötigen, beschloss die Behörde einen Grundpreis von 19,05 Euro. Er umfasst eine durchschnittliche Bandbreite von 50 kbit/s je Anschluss in der Hauptverkehrsstunde. Bei einem Datendurchsatz von 75 kbit/s beträgt die Grundgebühr monatlich 20,05 Euro.

internet

Bundesnetzagentur genehmigt Preise für Bitstrom-Zugang

Beinhaltet der DSL-Anschluss zusätzlich einen Telefonanschluss, zahlen Wettbewerber künftig 8,55 Euro für den IP-Bitstrom an die Deutsche Telekom. In solchen Fällen wird zusätzlich der volle Endkundenpreis für den Telefonanschluss fällig. Für die Einrichtung des IP-Bitstrom-Zugangs legte die Bundesnetzagentur ein Einmalentgelt in Höhe von 45,09 Euro für die Stand-alone-Variante und 56,47 Euro einschließlich Telefonanschluss fest. Beim IP-Bitstrom-Zugang überlässt die Telekom dem Wettbewerber DSL-Anschlüsse und transportiert den darüber geführten Datenstrom. Der IP-Bitstrom versetzt die Wettbewerber in die Lage, Endkunden breitbandige Internetzugänge anzubieten. Die Deutsche Telekom war in einer früheren Regulierungsverfügung bereits dazu verpflichtet worden, Wettbewerbern auf deren Nachfrage einen entbündelten Breitbandzugang auf der Basis des Internetprotokolls, den sogenannten IP-Bitstrom zu gewähren.

Nach Aussage von Bundesnetzagentur-Präsident Matthias Kurth, setzen "die genehmigten Preise Anreize für Investitionen [...] und tragen somit zu regulierungspolitisch gewollten Investitionen in der Infrastruktur bei". Insofern seien die Bitstrom-Entgelte ein fairer Kompromiss "bei einer schwierigen und höchst kontroversen Ausgangslage", so Kurth. Die Entscheidung schaffe für eine absehbare Zeit Planungssicherheit. "Es liegt in der Natur der Sache, dass man es nicht allen Recht machen kann", sagte Kurth mit Blick auf den ehemaligen Staatskonzern. Der kündigte bereits an, die Entscheidung der Bonner Behörde prüfen zu lassen. Die Entgeltgenehmigung ist bis zum 30. Juni 2009 befristet.

Artikel bewerten:
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

 
Aktuelle Geräte im Test