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Autor: Rene Melzer | 26.05.2008 - 14:38 | (5)

Vodafone hält Handy-Fernsehen per DVB-H für gescheitert

Friedrich Joussen, Deutschland-Chef von Vodafone, sieht kaum eine Chance für Handyfernsehen via DVB-H. Gerade das Erscheinen von Mobiltelefonen, die den Fernsehstandard DVB-T unterstützen, stellt das Abo-Modell von Mobile 3.0 infrage.

Vodafone hält Handy-Fernsehen per DVB-H für gescheitert

Der Vodafone-Chef von Deutschland, Friedrich Joussen, sieht kaum Überlebenschancen für das Bezahlfernsehen auf dem Handy mit dem Übertragungsstandard DVB-H. Er halte das Modell "eines kostenpflichtigen Angebotes auf Basis eines separaten TV-Signals für schwierig", sagte er in einem Interview mit der Financial Times Deutschland (FTD). Die jetzt auf den Markt kommenden Handys, mit denen sich das frei empfangbare Digitalfernsehen DVB-T sehen lässt, stellten das Abo-Modell von DVB-H infrage. Vodafone bietet dafür das Modell HB620T von LG (zum Test...) an.

Ursprünglich hatte sich Vodafone zusammen mit T-Mobile und o2 um die Sendelizenzen für die Ausstrahlung von DVB-H-Fernsehen beworben. Die Landesmedienanstalten gaben die Lizenzen jedoch an den Konkurrenten Mobile 3.0, an dem die Verlage Burda und Holtzbrinck sowie der südafrikanische Medienkonzern Naspers beteiligt sind. Mobile 3.0 möchte das mobile Fernsehen per DVB-H nur verschlüsselt ausstrahlen. Die Programme lassen sich, mit Ausnahme der öffentlich-rechtlichen Sender, nur gegen eine monatliche Grundgebühr empfangen. Joussen hat offiziell angekündigt, dass Vodafone das Bezahlfernsehen nicht unterstützt, solange die Gefahr besteht, dass die Kunden dann weniger Geld für andere Dienste ausgeben. Für Mobile 3.0 würde dadurch die Markteinführung viel schwerer, denn 75 Prozent aller neuen Handys kommen durch die Netzbetreiber zu den Kunden, rechnet die FTD vor. Vodafone sei jedoch offen für einen Markttest.

Der Netzbetreiber strahlt selbst ein Fernsehprogramm per UMTS aus. Die Kunden können es unterwegs auf dem Handy gegen eine monatliche Gebühr sehen oder zu Hause kostenlos auf dem PC anschauen. Digitale Zusatzdienste und eine intelligente Software sollen in Zukunft weitere Verdienstmöglichkeiten für Vodafone erschließen. Die Software soll die Wiederholung von Sendungen ermöglichen und den Kauf von gerade im TV gezeigten Produkten. Die EU hat ihre Mitgliedsstaaten zur Förderung von DVB-H verpflichtet. Außerdem geht der Standard deutlich schonender mit den Ressourcen eines Handys um und erlaubt längere Akkulaufzeiten. Andererseits sind die heutigen Handys technisch durchaus in der Lage den anspruchsvolleren Fernsehstandard DVB-T wiederzugeben. Er ist schon deutlich weiter verbreitet, während Mobile 3.0 mit dem Aufbau seines Netzes dem Zeitplan um Monate hinterherhinkt.

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Kommentare
  1. 27.05.08 00:08 Muhkuhboss (Gesperrt)

    dvb-h ist schit -.-
    weil....

    1.) ...es dvb-h gibt und es durchaus in handys
    einzubauen ist
    2.) es dadurch aus völliger quatsch ist erst nen neuen standert
    auf den markt zu bringen
    3.)...und es auch schon high-qualiti-mobile tv über
    UMTS/HSDPA gibt...

  2. 27.05.08 00:07 Silas (Member)

    Vodafone hält Handy-Fernsehen per DVB-H für gescheitert ... nicht nur Die. Ich
    dachte das schon seit dem das erste DVB- Hand angekündigt wurde. Wieso was neues
    aufziehen wenn die andere Technik schon verbreitet ist?

  3. 26.05.08 22:05 Anonymous (Gast)

    und damit ist auch das N96 so gut wie tot!

  4. 26.05.08 18:22 Anonymous (Gast)

    per DVB is es sowieso schlecht


    warum nicht so wie in österreich bei
    "drei": HD MobileTV per UMTS/HSDPA

    is viel besser ;)

    und vorallem
    (auch) gratsi

  5. 26.05.08 16:59 Varras (Advanced Member)

    Ich denke es ist zum scheitern verurteilt, wie watcha. Zu wenig Nutzer und dann
    wird es eingestellt.

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