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Autor: Frank Kabodt | 19.06.2008 - 12:14 | (3)

Terminierungsentgelte: Eingehende Anrufe im Inland bald kostenpflichtig?

Die Europäische Kommission möchte die Terminierungsentgelte für inländische Gespräche von derzeit 8 bis 9 Cent je Minute bis 2012 auf 1 bis 2 Cent senken. Was sich für die Verbraucher positiv anhört, zwingt die Netzbetreiber, nach anderen Umsatzquellen zu suchen. Werden wir bald auch für angenommene Anrufe zur Kasse gebeten? Die EU hat dagegen keine Einwände.

Terminierungsentgelte: Eingehende Anrufe im Inland bald kostenpflichtig?

Bis zum Jahr 2012 möchte Viviane Reding, die zuständige Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien in der Europäischen Union, die Terminierungsentgelte im Mobilfunk auf 1 bis 2 Cent je Minute senken. Was sich für den Kunden zunächst positiv anhört, kann jedoch schnell als Schuss nach hinten losgehen. Denn die Netzbetreiber werden versuchen, die rückläufigen Umsätze durch neue Preismodelle auszugleichen.

vodafone ausland

Werden eingehende Anrufe im Inland bald kostenpflichtig?

Vorschläge liefern bereits Anbieter außerhalb der Europäischen Union. In den USA und anderen Staaten ist es üblich, dass Kunden auch im Inland für eingehende Anrufe zur Kasse gebeten werden. Die EU-Kommission hat gegen solche Geführen keine Einwände. Bislang zahlen Netzbetreiber, deren Kunde in Fremdnetze telefonieren, für die Durchleitung des Anrufs ein Terminierungsentgelt zwischen 7,92 und 8,8 Cent je Minute. In anderen EU-Ländern berechnen die Netzbetreiber deutlich abweichende Preise: Während in Zypern nur 2 Cent pro Minute berechnet werden, sind es in Bulgarien bereits 19 Cent.

Im Juni veröffentlicht die Kommission einen Entwurf für eine Empfehlung der EU-Staaten, die den nationalen Regulierern als Richtlinie dienen soll. Müssen Handynutzer in Zukunft also auch für ankommende Gespräche zahlen? Die Einführung von passiven Terminierungsentgelten ist sehr unwahrscheinlich. Der gegenseitige Konkurrenzdruck im Mobilfunkmarkt ist zu stark und würde die Handynutzung deutlich einschränken. Denkbar ist dagegen das sogenannte Prinzip "bill and keep". Dabei verzichten die Betreiber gegenseitig auf Durchleitungskosten, was deutlich niedrigere Minutenpreise ermöglicht.

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Kommentare
  1. 20.06.08 10:40 Anonymous (Gast)

    Sollte VOIP tatsächlich mal das normale Netz ersetzen, dann glaubt doch bitte
    wohl niemand, dass die Zugangsanbieter daran nicht verdienen werden wollen
    ?
    Dann wird das selbstverständlich Geld kosten, die Ports zu ensperren..

  2. 19.06.08 14:32 Viper7000

    naja 2012 könnte es schon sein dass haupsächlich mit voip telefoniert wird, dann
    hat sich dass es so ziemlich erledigt
    an sonsten fänd ich auch einen
    mindestpreis von 10ct angebracht

  3. 19.06.08 13:17 Gilly

    Na solln se mal machen, ab dem Tag wo ankommende Gespräche Geld kosten, benötige
    ich kein Handy mehr... Vielleicht sollten die Betreiber einfach mal mti dem
    Preiskampf aufhöhren und bei 10ct pro Minute bleiben.

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