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Autor: Rene Melzer | 03.07.2008 - 11:53 | (5)

Einigung im Subventionsstreit: Nokia investiert Millionen in Bochum

Nokia und das Bundesland Nordrhein-Westfalen haben sich im Subventionsstreit geeinigt. Das Unternehmen wird rund zwei Drittel der geforderten Summe an das Land zahlen. Es sollen jedoch keine Gelder an die Landesregierung fließen, Nokia unterstützt statt dessen das Programm "Wachstum für Bochum".

Einigung im Subventionsstreit: Nokia investiert Millionen in Bochum

Den seit Monaten andauernden Subventionsstreit zwischen Nokia und Nordrhein-Westfalen erklärten heute beide Seiten für beendet. Die Finnen sind bereit, deutlich über 30 Millionen Euro in die Region zu investieren. Über eine ähnlich hohe Summe auch das Manager-Magazin unter Berufung auf einen Sprecher des zuständigen Wirtschaftsministeriums.

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Ehemaliges Nokia-Werk in Bochum

Das Geld fließt jedoch nicht in die Landeskassen. Nokia wird es in Form anderer Leistungen in den Standort Bochum investieren. Der Konzern wird sich mit 20 Millionen Euro und dem Nettoerlös aus dem Verkauf des Werksgeländes an dem Programm "Wachstum für Bochum" beteiligen, weitere 20 Millionen Euro gibt die Landesregierung dazu. Das Programm sieht unter anderem die Einrichtung eines Gründerzentrums und eines Lehrstuhls an der Ruhruniversität Bochum vor. Der Handyhersteller hatte im Januar angekündigt, sein Werk in Bochum am 30. Juni zu schließen und in das rumänische Cluj zu verlagern. Ein Großteil der Beschäftigten verließ das Werk bereits am 15. Mai. Bei Angestellten, Politikern und Verbrauchern löste Nokia massive Proteste aus. Im Zuge der Werksschließung forderte die nordrhein-westfälische Landesregierung rund 60 Millionen Euro an Fördergeldern einschließlich Zinsen zurück. Die knapp 2.300 ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Werkes konnten mit dem Unternehmen einen Sozialplan vereinbaren, der ein Volumen von 200 Millionen Euro umfasst. Allein 185 Millionen Euro entfallen auf Abfindungen, die restlichen 15 Millionen sollen für eine Transfergesellschaft verwendet werden.

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Kommentare
  1. 04.07.08 07:37 ze.bs (Member)

    Na mit Subventionen natürlich ;-)

  2. 03.07.08 15:06 Ripcord (Member)

    Die Firmen ziehts halt immer dort hin wo es am meisen Wachstum gibt, und das ist
    halt in den osteuropäischen Ländern, mich wunderts ehrlich gesagt wie es Nokia
    so lange hier ausgehalten hat.

  3. 03.07.08 14:18 Anonymous (Gast)

    Ich kauf mir daswegen kein Nokia mehr.
    Lieber geb ich anderen Herstellen mein
    Geld, damit sie bessere und innovativere Produkte herstellen können. Ha

  4. 03.07.08 12:09 DeathAngel (Handy Profi)

    Also ich hab nie gesagt ich kauf kein Nokia mehr und alles andere kann man wohl
    meiner Handyhistorie entnehmen *g*

    Hab allein dieses Jahr 3 Nokia
    gekauft...

    Ich verzichte nicht auf Perfektion nur weil Sie
    wegziehen...
    Fürmich gibt es nix gleichwertiges...

  5. 03.07.08 12:03 ze.bs (Member)

    Bei diesen Summen wird Nokia ne ganze Weile brauchen, um durch Kostenersparnis
    in Rumänien die Kosten wieder einzufahren.

    Jetzt mal ne andere Frage an die
    User:
    Es gab ja viele, die erklärten, sie wollten sich kein Nokia-Handy mehr
    kaufen. Wer hat sich wirklich dran gehalten? Meine Einschätzung ging nämlich
    dahin, dass sobald das Thema aus den Medien ist, die meisten es auch vergessen
    hatten und Konsequenzen ausgeblieben sind.

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