Der britische Netzbetreiber 3 hat das Daten-Roaming bei seinen Breitband-Kunden abgestellt. Mehrmals bekamen sie von Fremdanbietern im Ausland Horror-Rechnungen über mehrere tausend Pfund zugeschickt. Jetzt ist die Einwahl ins Internet über Fremdnetze nur noch auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden möglich.
Die hohen Roaming-Gebühren sind – wohl nicht zuletzt auch durch die Drohungen aus Brüssel – mittlerweile auch den Netzbetreibern ein Dorn im Auge. Der britische Mobilfunkanbieter 3 hat jetzt das Daten-Roaming in ausländischen Fremdnetzen abgestellt. Als Grund gibt er an, er müsse seine Kunden vor exessiven Kosten schützen. Die Nutzer sind an die günstigen Gebühren von 3 gewöhnt und führen im Ausland ihr normales Nutzungsverhalten weiter. Nur müssen sie dort die Preise zahlen, die ihnen der fremde Netzbetreiber in Rechnung stellt. Als typisches Beispiel gibt 3 die Roaming-Tarife von T-Mobile (1,89 Euro pro Megabyte) und o2 (3,77 Euro) an.
3 sperrt das Datenroaming für Breitband-Kunden im Ausland, um seinen Kunden Horror-Rechnungen zu ersparen
3 hat sich auf mobile Breitbanddienste spezialisiert, seine Kunden nutzen das Netz intensiv fürs Surfen und die Unterhaltung. In ausländischen Mobilfunknetzen schnellten die Kosten dafür in vierstellige Bereiche. "Wir wissen von Kunden, denen von anderen Anbietern mehr als 5000 Euro in Rechnung gestellt wurde, nur für den Download von ein paar TV-Shows", zitiert die Nachrichten-Website CNET UK den Chef von 3 in Großbritannien, Kevin Russell. Diese Schock-Rechnungen haben zu der Entscheidung geführt, das Daten-Roaming nur auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden zu erlauben. Selbst dann begrenzt der Netzbetreiber das Kreditlimit auf 50 Pfund (62,90 Euro) im Monat. Bei Reisen nach Schweden, Österreich, Dänemark oder Italien gilt diese Sperre nicht, wenn dort das Netz von 3 verwendet wird, wofür keine Roaming-Gebühren anfallen.
Die 3-Group hat Anfang Januar 2008 mit dem niederländischen Telekom-Konzern KPN und seinen Tochterunternehmen BASE und E-Plus sowie dem polnischen Mobilfunkanbieter Play eine Deckelung der Preise für grenzüberschreitenden Datenverkehr vereinbart. Ab dem 1. März 2008 beträgt der Großhandelspreis für den mobilen Datenaustausch zwischen diesen Unternehmen 25 Cent pro MB. Die Unternehmen möchten damit einer Regulierung durch die EU-Behörde zuvorkommen und fordern die anderen Netzbetreiber auf, sich ihnen anzuschließen.
Da leben die Kunden von 3 aber ganz schön hinterm Mond, wenn sie nicht wissen,
dass Roaming im Auslang extrem teuer ist.
aber echt. das ist diesmal keine abzocke, sondern dummheit der nutzer...aber
find ich vom unternehmen trotzdem nice, dass die so handeln...