Bis 2009 sollen die Preise für Auslands-SMS deutlich sinken. Die EU-Kommissarin Viviane Reding erwartet einen Preis zwischen elf und 15 Cent je Kurznachricht, sagte sie im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung. Auch die Preise für mobilen Datentransfer und Sprachverbindungen sollen nach dem Willen der Kommissarin sinken.
Die Preise für Auslandstelefonate und Kurznachrichten sollen im nächsten Jahr deutlich sinken. Das verlangt die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding von die Industrie. Um dieses Ziel auch gegen den Willen der Telekomanbieter durchzusetzen, schlägt sie heute einen Änderungsantrag für die Roaming-Verordnung von 2007 vor. In einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung gab sie einen Ausblick auf die Preisentwicklung im kommenden Jahr.
Zwar stehen die genauen Beträge noch nich fest, doch für Auslands-SMS innerhalb der Europäischen Union erwartet sie einen Preis zwischen elf und 15 Cent. Derzeit kostet eine Kurzmitteilung rund 29 Cent, teilweise berechnen die Anbieter bis zu 80 Cent für jede Nachricht, was eine Gewinnmarge von 97 Prozent ergibt. "Das ist skandalös", sagte Reding der Zeitung. Damit sei aber bald Schluss, schon 2009 sollen die Preise um zwei Drittel sinken. Anfang 2008 hatte Reding die Betreiber aufgefordert, die Preise um zwölf Cent zu senken. Da sich die Preise nicht bewegten, "wird die Reduzierung auferlegt".
Auch bei Datenpreisen sieht die Kommissarin Handlungsbedarf. Während im Inland der Transferpreis je Megabyte im günstigsten Fall bei 16 Cent liegt, steigt er im EU-Ausland teilweise um das Hundertfache auf 16 Euro. "Auch hier wollen wir intervenieren", erklärte Reding der Südddeutschen Zeitung. Außerdem soll der im Sommer 2007 in Kraft getretene EU-Tarif erweitert werden. Demnach plant die Kommission, die Preise für Gespräche bis 2013 jährlich um drei Cent zu senken. Bis zum Ende der Laufzeit sinken die Kosten für den Verbraucher auf 34 Cent für abgehende Telefonate und auf zehn Cent für angenommene Anrufe. Zunächst müssen noch das Europäische Parlament und der Ministerrat ihre Zustimmung erteilen.
Die Netzbetreiber heulen schon rum
deswegen:
[url]http://www.gsmworld.com/news/press_2008/press08_47.shtml[/url]
Die Arbeit von Viviane Reding finde ich sehr gut. Endlich grätscht den
Netzbetreibern mal jemand zwischen die Beine denn diese Abzocke im Sektor der
Kurzmitteilungen und im Roamingbereich muß unterbunden werden.
Handyverträge
bieten keinen flexiblen Rahmen um dort richtig Bewegung zu erzeugen die die
Netzbetreiber zur Senkung der Kosten zwingt, also soll die EU ruhig weiterhin so
eingreifen.