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Autor: Rene Melzer | 01.08.2008 - 16:26 | (11)

Rausschmiss aus dem AppStore: Apple sperrt nützliche Modem-Software

Der AppStore von Apple ist der einzige Vertriebskanal, über den es Software für das iPhone gibt. Doch die Richtlinien, nach denen das Unternehmen neue Applikationen aufnimmt, scheinen nicht ganz klar zu sein. Jetzt ist ein erster Fall aufgetreten, in dem eine Software gelistet wurde und kurze Zeit später wieder aus dem Angebot verschwand.

Rausschmiss aus dem AppStore: Apple sperrt nützliche Modem-Software

Gemäß seiner Unternehmenskultur verschließt Apple den Distributionsprozess für iPhone-Programme, um seine Kunden vor Schadsoftware zu schützen und sie am unerlaubten Kopieren von kostenpflichtigen Programmen zu hindern. Sie sind allein im AppStore und zu den Geschäftsbedingungen von Apple erhältlich. Manchmal ist aber nicht ganz klar, warum Programme von der Plattform ausgeschlossen werden.

Das Unternehmen Nullriver hat eine Applikation entwickelt, die aus jedem iPhone einen Hotspot macht und es dem Nutzer ermöglicht, über eine WLAN-Verbindung etwa mit dem Notebook im Mobilfunknetz zu surfen. Gestern nahm Apple das NetShare genannte Programm in seinen AppStore auf, kurze Zeit wurde es wieder rausgeschmissen. Eine Erklärung für den Rückzug der Software hat das Unternehmen bislang nicht bekannt gegeben. Nullriver besteht darauf, dass sein Programm gegen keine der Geschäftsbedingungen des AppStores und der Entwicklungsumgebung verstößt. Auch die Qualität der Progammierung kann es nicht sein, mehrere Anwender berichten übereinstimmend, dass die Applikation problemlos funktioniert.

Ein Grund könnte in den Geschäftsbedingungen des Netzbetreibers AT&T stehen, mit dem Apple eine Exklusivpartnerschaft beim Vertrieb der iPhones in den USA hat. AT&T verbietet zwar nicht ausdrücklich den Gebrauch des Smartphones als Modem, verlangt aber 30 US-Dollar extra im Monat von Kunden, die entsprechende Applikationen nutzen wollen. Handynutzer können schon seit Jahren ihr Telefon als Modem für den PC nutzen, erst über Kabel, dann Infrarot, dann über Bluetooth. Apple hat diese Funktion im Bluetooth-Stack des iPhones jedoch ausgeschaltet. Auch eine Ad-Hoc-Verbindung über WLAN zum PC ist verboten, wie jetzt gezeigt wurde. Oder auch nicht? Denn laut Apple wird jedes Programm vorher von Hand überprüft und NetShare hat die Kontrolle zunächst bestanden.

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Kommentare
  1. 04.08.08 09:08 Anonymous (Gast)

    Unbestritten. Und beim Thema mpr3 player/video player. Und beim UI.

    Bei allen
    anderen Themen aber leider nicht, inkl. der Tarife und Produktpolitik.

  2. 03.08.08 16:59 Htc-Nutzer (Gast)

    In Deutschland gibt es in immer mehr Bar´s , Cafe´s , Restaurants und anderen
    Treffpunkten Wlan HotSpots , die man kostenlos nutzen kann, wenn man dort sei
    "Bierchen" oder Kaffee trinken geht. Das heisst für mich, wenn ich denn ein
    Wlan-fähiges Handy besitze, und nur in diesem Zusammenhang macht die gesammte
    Kritik am iPhone 3G, bzw an Apples Politik, Sinn, ich gehe halt dort ins
    Internet und surfe was das Zeug hält. Dann muss ich mich weder über das iPhone,
    und seine Unfähigkeit als Wlan HotSpot zu fungieren noch über T-Mobile und
    dessen Vertragspolitik ärgern. Ich selbst besitze noch immer mein iPhone 2G,
    habe noch nicht die neue Software aufgespielt und habe dies auch nicht vor,weil
    es mir so wie es ist und funktioniert, noch immer am besten gefällt, und schaue
    mit meinen Bekannten gemeinsam auf den Bildschirm wenn ich surfe, gross genug
    ist er ja.
    Für alle absoluten iPhone Hasser: Ich besitze auch Windows-Mobile
    Geräte, aber gerade beim surfen im Internet ist und bleibt das iPhone die
    absolute Präferenz!!

  3. 03.08.08 13:01 Anonymous (Gast)

    Bei T-Mobile wird doch nach ca. 500mb je nach Vertrag gedrosselt. Von daher gibt
    es die Ausrede gar nicht, das die Leute dann zuviel Bandbreite damit ausnutzen.

  4. 03.08.08 07:20 DeathAngel (Handy Profi)

    Die letzten drei Vodafone Handys, die ich gekauft habe bei denen bestand das
    "extrem schlimme" Branding aus nem Markenaufdruck und nem voreingestelltem
    Bildschirmschoner... Zumindest letzteres ändert man sowieso binnen weniger
    Minuten wenn man ein neues Theme drauf packt...

    Find da das T-Mobile Branding
    schlimmer wo mein Internet auf einmal WebnWalk heißt und ich mich immer dumm udn
    dämmlich gesucht hab nachm Internet ^^

  5. 02.08.08 14:29 Anonymous (Gast)

    Quark. Jeder andere Netzbetreiber hat das gleiche Risiko. Und da gibts keine
    Bevormundung. Naja. Ich kaufe schon seit Jahre nichts bei Vodafone, weil die
    ihre Handies so extrem Branden, ich kaufe kein IPhone, weil ich mich nicht
    bevormunden lasse.. wer auch immer mein Geld möchte, wird sich nach mir richten
    müssen, nicht umgekehrt.

  6. 02.08.08 12:30 Anonymous (Gast)

    Es wäre auch für T-Mobile in Deutschland ziemlich schlimm, wenn jeder
    Flatrate-Nutzer sein iPhone zum WLAN-Hotspot ausbaut und dann unbegrenzt Filme
    mit 7,2 Mbps HSDPA herunterlädt. Das verdirbt jede Kalkulation für die Flatrate,
    die wahrscheinlich auf 5 GB durchschnittlicher Nutzung pro User im Monat
    basiert.

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