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Autor: Rene Melzer | 01.08.2008 - 21:25 | (9)

Sagem: einer der letzen Handyhersteller Europas verschwindet

Der Rüstungskonzern Safran hat seine Handysparte Sagem an den Finanzinvestor Sofinnova Ventures verkauft. Das Unternehmen wird umbenannt und produziert zukünftig Handys für Drittanbieter. Der Kauf kostet Safran insgesamt 220 Millionen Euro und soll Ende 2008 abgeschlossen sein.

Sagem: einer der letzen Handyhersteller Europas verschwindet

Der französische Rüstungshersteller Safran verkauft seine Mobilfunksparte Sagem an den Finanzinvestor Sofinnova Ventures. Damit verschwindet einer der letzten Handyhersteller aus Europa. Der Investor hat angekündigt, den Namen des Unternehmens in Sagem Wireless zu ändern und zukünftig White-Label-Handys herzustellen, die Netzbetreiber und andere Handyhersteller unter ihrem Namen verkaufen können. Außerdem plant er Mobiltelefone für Sport-, Fashion- und Luxusmarken zu entwickeln.

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P9521: Luxushandy von Sagem und Porsche Design

Safran wollte die unprofitable Handysparte schon seit über einem Jahr loswerden. Anfang 2008 war Sagem noch französischer Marktführer, fiel allerdings innerhalb der ersten sechs Monate auf den vierten Platz zurück. Damit ist es dem Mutterunternehmen unmöglich geworden, das Geschäft gegen die Konkurrenz aus Asien weiter zu betreiben. Der Verkauf kostet Safran insgesamt 220 Millionen Euro und soll Ende 2008 abgeschlossen sein. Der Rüstungskonzern wird einen Anteil von 10 Prozent am neuen Unternehmen behalten. Von den 690 Arbeitnehmern bei Sagem können 310 Personen im neuen Unternehmen weiterarbeiten, 240 davon in China. Den Rest will Safran übernehmen.

Das neu gegründete Unternehmen wird mit dem Schweizer Entwickler Esmertec und der französischen Handysoftware-Schmiede Purple Labs zusammenarbeiten, an denen Sofinnova ebenfalls beteiligt ist. Esmertec hat zugesagt, die Mobil-Plattform von Sagem zu übernehmen. Sie soll sein Java-Produktportfolio erweitern. Der Hersteller ist führend bei embedded Java. Die Software wird in Set-Top-Boxen und Handys eingesetzt. Esmertec liefert unter anderem auch ein Java-Paket, das auf vielen Windows-Mobile-Smartphones installiert ist. Purple Labs hat im letzten Jahr mit einem 3G-Smartphone für unter 100 US-Dollar auf sich aufmerksam gemacht. Die Hardware stammt vom Philips-Tochterunternehmen NXP, das Betriebssystem ist ein proprietäres Linux der LiMo-Foundation.

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Kommentare
  1. 04.08.08 16:50 Anonymous (Gast)

    Die Überschrift lautet "EINER der letzten..." :-)

    Schade, dass SAGEM
    verschwinden wird...habe mir vor einem halben Jahr das my411X gekauft und bin
    bisher damit voll und ganz zu frieden.

    Naja, so ist es halt.

  2. 04.08.08 14:33 Anonymous (Gast)

    Blöde Fragen fordern blöde Antworten, ich weiß :-)

    Aber letzter
    Handyhersteller Europas... meint ihr damit die Produktion der Handy's oder den
    Hersteller selber... denn was ist mit dann mit Nokia^^

  3. 04.08.08 12:37 TheFooster (Lurch)

    ich hatte das my700x. ein cooles gerät. leider etwas schwache verarbeitung aber
    so von den funktionen her nicht übel.

  4. 04.08.08 01:45 c0br4 (Youngster)

    nokia fan - klar, Nokia macht keine schlechten Handys (wobei die Verabreitung in
    letzter Zeit zu wünschen übrig lässt), will ich gar nicht abstreiten - aber die
    besten? Darüber lässt sich streiten.
    @ #2: Sollte Nokia alleine den Markt
    beherschen würden sie dieses Monopol so ausnutzen, dass man ein Jahreseinkommen
    brauchen würde für Handys (übertrieben). Sie würden die Preise nach ihrer Lust
    so stark erhöhen, dass neue Handys wirklicher Luxus werden.
    Gott sei dank wird
    es kein Monopol - freie Marktwirtschaft ist doch ganz schön

  5. 03.08.08 23:13 Anonymous (Gast)

    es gibt keine besseren handys als nokia. von wegen stopt nokia nokia ist eben
    extrem erfolgreich und das wird immer so bleiben

  6. 03.08.08 07:17 DeathAngel (Handy Profi)

    Sagem kenn ich auch nur vom Namen her... Mein erstes war damals nen 5110 und ich
    glaubd as war den damaligen Sagems schon um einiges voraus...

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