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Autor: Rene Melzer | 11.08.2008 - 17:00 | (19)

Apple: geheime Funktion löscht unerwünschte Software auf dem iPhone

Apple glaubt nicht an die Vernunft seiner Kunden. Das Unternehmen schreibt seinen Kunden nicht nur vor, welche Software sie auf ihrem iPhone installieren dürfen. Außerdem haben sie eine Funktion eingebaut, mit der sie schädliche oder unerwünschte Software auf dem Apple-Handy aus der Ferne löschen können.

Apple: geheime Funktion löscht unerwünschte Software auf dem iPhone

Apple hat auf dem iPhone eine Funktion eingebaut, mit der das Unternehmen unerwünschte oder schädliche Anwendungen auf dem Handy aus der Ferne deaktivieren kann. Das bestätigte Apple-Chef Steve Jobs in einem Interview mit dem Wall Street Journal. Jedes iPhone stellt in regelmäßigen Abständen eine Verbindung zu einem Server her, der eine Liste von Programmen enthält, die nach Meinung des Unternehmens auf dem iPhone nichts zu suchen haben. Bisher soll das Verzeichnis aber noch keine Einträge enthalten.

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iPhone: mit geheimer Fernlöschfunktion

Jobs begründet die Funktion mit der Sorgfaltspflicht gegenüber den Kunden. Falls eine Schadsoftware auf das iPhone geladen werde, die etwa Kontakte ausspioniert und an unbekannte Dritte verschickt, dann müsse sie schnell gelöscht werden können. Warum die Fernlöschfunktion aber ohne vorherige Zustimmung der iPhone-Besitzer arbeitet, das sagt er nicht. Jobs hofft, "dass wir niemals diesen Schalter umlegen müssen, aber es wäre unverantwortlich von uns, keinen Schalter wie diesen zu haben."

Eigentlich hatte Apple mit der Angst vor Schadsoftware schon das geschlossene Vertriebsmodell für die iPhone-Software begründet. Durch den Verkauf über eine einzige Plattform, nach vorheriger Prüfung durch das Unternehmen, sollten Schadprogramme von vornherein ausgeschlossen sein. Die heimliche Überprüfung der installierten Applikationen auf dem Handy und das wiederholte mysteriöse Verschwinden von bereits gelisteten Programmen aus dem App Store lassen jedoch vermuten, dass Apple die Kontrolle der eingereichten Anwendungen nicht allzu ernst nimmt. Auch der Programmierer von I Am Rich war sich nicht sicher, ob wirklich jemand seine Ulk-Software überprüft hatte.

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Kommentare
  1. 17.03.09 21:40 Anonymous (Gast)

    Die Einschränkungen der Nutzer werden immer schlimmer - früher wurde wieder und
    wieder über Microsoft geschimpft - doch Apple ist doch inzwischen viel viel
    schlimmer geworden!

  2. 12.08.08 18:39 Anonymous (Gast)

    Das wird wohl nicht passieren das Apple SW löscht ohne den Nutzern ihr Geld
    zurück zu erstatten. Keep cool ;-)
    Apple ist schlau alle anderen sind doof und
    Apple Kunden sind besonders schlau.
    Gruß

  3. 12.08.08 16:51 DeathAngel (Handy Profi)

    Wenn nur von ihnen lizensierte Software dauraf laufen soll... und die schadhafte
    Software aus dem Appstore kommt.... Wessen schuld ist es dann nochmal ?

    Achja
    meine, weil ich nen IPhone gekauft habe ^^

    Also ich bin hoch zufrieden mit
    meinem Symbian und mir sicher, das ein Touchscreen es niemals besser hinbekommen
    könnte... Aber das muss jeder für sich entscheiden und das ist ne definitive
    Nutzungsfrage...

  4. 12.08.08 15:08 Anonymous (Gast)

    Das sind doch Spitzfindigkeiten T-mobile schränkt Dich doch auch ein, so daß du
    kein VOIP auf dem IPhone nutzen kannst usw.
    O2 verhindert bestimmte Tel.Nr.:
    usw. Wir werden doch überall durch die AGB eingeschränkt und Apple hat immer
    gesagt das nur von Ihnen lizenzierte SW auf dem IPhone zu laufen hat wozu also
    die Aufregung. Apple verhält sich vollkommen konform mit den IPhone Nutzern, nur
    das ihr halt mehr wollt und jetzt rumjammert.
    Gruß

  5. 12.08.08 14:31 Er Lich (Gast)

    "Tja nur das Apple es ja noch nicht gemacht hat und die Möglichkeit hat ja wohl
    jeder der ein BS programmiert."

    Ach echt? Was auch immer du so nutzt, mein
    BS kann es nicht und das ist gut so.

    "hat ja wohl mit unserem Problem hier
    überhaupt nix gemein. Löschen und Speichern sind zwei verschiedene
    Dinge."

    Es geht nicht um Löschen oder Speichern, es geht darum, dass Apple
    bestimmen KANN, was du auf DEINEM Eigentum zu laufen hast und was nicht. Das ist
    Bevormundung.
    Und um "Schutz des Users" geht es auch nicht, denn da würde
    eine Mitteilung über die Vorgänge ja wohl das mindeste sein.

  6. 12.08.08 11:57 Gast100 (Gast)

    Ich will diese Vorgehensweise von Apple als einen Art "online-Virenscanner"
    betrachten. Und bei jedem Virenscanner kann ich angeben WANN, WIEOFT er scannen
    soll und WAS mit den Schädlingen passieren soll.
    Mit welchem Recht executiert
    Appe begangenes Unrecht (Jailbreak, Warez....)? Soweit sind wir doch noch nicht!
    Sie können zwar Anzeige erstatten - die Exekution einer unerlaubten Tat liegt
    woanders. Aber diese vorgehensweise ist nicht in Ordnung.

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