Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
Autor: Markus Goebel | 13.08.2008 - 19:48 | (10)

Kein Firefox fürs iPhone: Apple ist dran schuld

Für das iPhone wird es keine Variante des Webbrowsers Firefox geben, weil Apple bei der Entwicklung zu viele Steine in den Weg legt. Das gab der Vorstandsvorsitzende der Mozilla Corporation, John Lilly, bekannt. Sein Unternehmen koordiniert die Arbeit des Open-Source-Projektes, an dem tausende Programmierer mitarbeiten.

Kein Firefox fürs iPhone: Apple ist dran schuld
John Lilly, CEO Mozilla Corporation

John Lilly, CEO der Mozilla Corporation | Foto: Mozilla

Apple muss ein unangenehmer Geschäftspartner sein, wenn es um die Entwicklung von Kernsoftware für das iPhone geht. Das lässt zumindest John Lilly durchblicken, der Vorstandsvorsitzende der Mozilla Corporation, welche die Entwicklung des Webbrowsers Firefox koordiniert. Eine Firefox-Version für das iPhone wird es nicht geben, sagte Lilly in einem Interview mit dem Wired Magazine. Schuld daran sei Apple.

"Apple macht die Entwicklung zu schwer", sagt Lilly. "Sie behaupten, das habe technische Gründe, sie wollten das Nutzungserlebnis [auf dem iPhone] nicht von Außenseitern durcheinanderbringen lassen." Dies sei in Wirklichkeit nur ein geschäftliches Argument von Apple, das als Technikproblem maskiert wird. Lilly lässt sich davon nicht abschrecken. Das iPhone sei zwar sehr einflussreich, aber nur wenig verbreitet. Mozilla konzentriere sich jetzt lieber auf die mobilen Linux-Varianten und seine Arbeit in der LiMo Foundation.

Bisher ist Apples Safari der einzige Browser, der auf dem iPhone funktioniert, und Apple möchte wahrscheinlich daran festhalten. Einen Browserkrieg gab es bereits in den 90er Jahren zwischen dem Firefox-Vorgänger Netscape und dem Internet Explorer. Damals ging es um die Vorherrschaft auf dem PC, denn die Internet-Software mit den größten Marktanteilen bestimmt über die Standards. Webseiten sehen immer mit dem Browser am besten aus, für den sie optimiert sind. Der aktuelle Kampfplatz ist das Mobiltelefon. Wer hier siegt, bestimmt die Standards von morgen. Eine größere Verbreitung würde auch mehr Geld für Mozilla bedeuten, denn 85 Prozent seiner Einnahmen erzielt das Projekt durch Überweisungen von Google.

Mozilla-Fennec auf dem Nokia N810

Mobil-Mozilla Fennec auf einem Linux-Tablet von Nokia| Foto: AMB

Die Suchmaschine zahlt dafür, dass sie oben rechts in der Suchbox des Browsers voreingestellt ist. Das bringt Leser auf die Google-Website und damit Werbeeinnahmen. Auch Amazon und Yahoo sind im Firefox vorinstalliert. Seit einigen Monaten ist die Mobilvariante Mozilla Fennec in der Entwicklung, die für alle Handy-Betriebssysteme portiert werden soll, nur eben nicht auf das iPhone. Am weitesten entwickelt ist die Version für die Linux-Tablets von Nokia, aber auch Windows Mobile macht Fortschritte. Erst vor wenigen Tagen wurde eine neue Fennec-Version zum Download bereitgestellt, bei der die Bedienoberfläche wieder komplett überarbeitet wurde.

Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Benutzername:
    Hinweis: Da Du nicht angemeldet bist, kannst Du hier einen alternativen Namen angeben.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Lesen Sie alle 10 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 15.08.08 16:39 Stammleser (Advanced Member)

    Die iPhone-Nutzer kommen genauso gut ohne Firefox aus, wie Linux-Nutzer ohne
    Photoshop auskommen müssen. Das funktioniert schon irgendwie, aber trotzdem
    könnte es noch viel besser sein.

    Durch seine Plugins ist Firefox heute viel
    mehr als nur ein Browser. Er funktioniert schon fast wie ein Betriebssystem.
    Meiner sagt mir auch, wie das Wetter wird (Forecastfox), und checkt regelmäßig
    meine E-Mails (Simple Mail). Mit der Erweiterung drop.io kann Firefox auch als
    externe Festplatte im Internet dienen und mit Sketcher oder Graffiti kann man
    auf den Webseiten anderer Leute herummalen. Das schaffen andere Browser
    nicht.

    Wer nur surft, dem kann der Safari ausreichen. Aber ohne Werbung sind
    mobile Webseiten viel schneller und schöner. Das gibt es nur mit Firefox
    (Adblock).

  2. 15.08.08 11:57 Anonymous (Gast)

    Vielleicht kommen die meisten iPhone User einfach ohne Firefox aus? Ich vermisse
    ihn weder auf meinen Macs noch auf dem iPhone. Safari ist dort einfach perfekt
    integriert. Auf dem PC hingegen surfe ich nur mit Firefox, denn da macht Safari
    (noch) keine gute Figur. Also... alles halb so schlimm. Und ... Mozilla sollte
    lieber mal die ganzen Bugs in 3.0 in den Griff bekommen statt über eine
    iPhone-Portierung nachzudenken. Liest man die Developer Blogs, dann liegt da
    einiges im Argen und User, die sich die 3.0 (noch ohne Update) runtergeladen
    haben, können diverse Websites kaum mehr besuchen, weil Firefox 3 mit festen
    Hintergründen nicht mehr vernüftig arbeitet - mit 2.x kein Problem.

  3. 14.08.08 20:14 smily N82 (Gast)

    kein firefox für den apfel, das haben die ja auch nicht anders
    verdient......aber hoffentlich kommt bald eine version für S60, darauf warte ich
    schon sehnsüchtig : (

  4. 14.08.08 20:00 Stammleser (Advanced Member)

    Ohne Firefox kein Adblocker! Grrrrrrrrr..........

  5. 14.08.08 17:01 DeathAngel (Handy Profi)

    Hauptsächlich Apple Nutzer werden doch das IPhone kaufen... Mal von nen paar
    durch Werbung getäuschte Kunden abgesehen... und die sind es doch schon gewohnt
    für Dinge zu bezahlen die teurer aber nicht besser als die Konkurenz ist ^^

  6. 13.08.08 22:12 ba001 (Gast)

    apple apple...meine guete, ich mein, der kunde ist koenig und wenn der kunde
    lieber firefox auf dem iphone haben wuerde...dann sollte man ihm das
    ermoeglichen...
    ich mein, das iphone ist gekauft, wo liegen da die finanziellen
    probleme fuer apple? mehr verdienen tun die ohne firefox auch nicht, eher im
    gegenteil, es werden bestimmt einige sagen, och wenn ich firefox nicht
    draufmachen kann und safari schrott ist, dann hol ich mir nen
    htc...billiger...mehr tarife...besser...(waere schlau).
    und vor allem jede x
    beliebige software zum installieren..., keine beschraenkungen...

antworten
 
Aktuelle Handys im Test
LG Prada 3.0 Test Black is beautiful
Samsung Galaxy Xcover Test Harter Kerl mit schlappem Akku
Archos 80 G9 Turbo Test Viel Power für wenig Geld
Asus Transformer Prime Test Vier gewinnt
Nokia Lumia 710 Test Billig-Windows Phone ohne große Schwächen
Weltbild-Tablet im Test Android-Tablet für 160 Euro