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Autor: Frank Kabodt | 19.08.2008 - 09:08 | (9)

Briefmarke per Handy: Neuer Post-Service spart Zeit und kostet Geld

Die Deutsche Post startet zusammen mit T-Mobile und Vodafone den Frankier-Service Handyporto. Der Handynutzer erhält dabei per Kurznachricht einen zwölfstelligen Code zugesendet, der per Stift auf den Brief oder die Postkarte übertragen wird. Das Frankieren per Briefmarke entfällt. Den Dienst lässt sich die Post allerdings teuer bezahlen.

Briefmarke per Handy: Neuer Post-Service spart Zeit und kostet Geld

Die Deutsche Post startet die neue Dienstleistung Handyporto, um Briefe und Karten ausreichend zu frankieren, selbst wenn keine Briefmarke zur Hand ist. Bei dem Pilotprojekt, das seit dem 15. August läuft, kooperiert das ehemalige Staatsunternehmen mit den Netzbetreibern T-Mobile und Vodafone und stellt den Service zunächst nur Kunden der beiden Anbieter zur Verfügung. Sendet man eine Kurznachricht mit dem Inhalt "Karte" oder "Brief" an die Kurzwahl 22122 oder ruft dort an, erhält man in wenigen Sekunden einen zwölfstelligen Code auf das Telefon geschickt, der per Hand einfach auf die Karte oder den Brief übertragen werden muss. Laut der Deutschen Post soll der Versand nicht länger dauern, als bei herkömmlicher Frankierung. Dennoch kann es zu Verzögerungen kommen, denn die Fehlerquote ist beim Scannen von Handschriften höher als bei der Erkennung einer Briefmarke. Nicht erkannte Zuschriften müssen dann manuell sortiert werden.

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Neuer Post-Service: Handyporto | Quelle: Deutsche Post

Die Abrechnung erfolgt über den Netzbetreiber. Allerdings hat der neue Service seinen Preis, denn zusätzlich zu den Standardportos von 45 Cent je Postkarte und 55 Cent je Brief wird ein Zuschlag von jeweils 40 Cent berechnet. Hinzu kommen die Kosten für die Anforderungs-SMS. Die höheren Kosten begründet die Deutsche Post mit der Bereitstellung der neuen Dienstleistung. Eine Registrierung vor der Nutzung entfällt.

Was sich zunächst vergleichsweise teuer anhört, kann in dringenden Fällen viel Zeit sparen und die Nerven schonen. Manchmal ist keine Briefmarke zur Hand, die Zeit knapp oder die Schlange am Postschalter zu lang. Muss der Brief am kommenden Tag trotzdem beim Empfänger sein, dann ist Handyporto eine sinnvolle Alternative zur herkömmlichen Briefmarke und der Aufpreis durchaus angemessen.

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Kommentare
  1. 21.08.08 11:00 never_stop (Gast)

    Innovativ ist das, aber eben echt teuer! Gebühren für die Sondernummer kommen ja
    auch noch hinzu. Bin gespannt, wann ich mal in eine Situation komme, wo mir so
    eine Marke per handy bestelle. Bestimmt nicht so oft ;o) aber schön,dass man
    Alternativen hat.

    Dass die Post dadurch gleich Stellen wegrationalisiert,
    glaub ich auch nicht. Im Gegenteil - vllt. brauchen die ja sogar noch mehr
    Personal dafür??? Zum Code lesen oder so...ist ja alles handschriftlich...können
    Maschinen das lesen, frag ich mich??

    Ich werd für meinen Normalgebrauch die
    neue Internetmarke nutzen - getestet und für gut befunden!
    ([url]www.internetmarke.de[/url]) Ist auch neu von der Post, kostenfrei nutzbar und man
    zahlt das NORMALE Porto. Kann man auch solange aufheben, bis man sie braucht.

  2. 19.08.08 17:24 Anonymous (Gast)

    Ich glaube nicht, dass die Post mit diesem Service Leute freisetzen möchte. Nur
    weil an den Schaltern ein paar Briefmarken weniger verkauft werden, wird man
    sicher nicht gleich x Leute freisetzen können. Ich finde das wirklich einen
    guten Kunden-Service. So muss der Kunde nicht mehr zur Briefmarke, sondern die
    Briefmarke kommt zum Kunden, wenn er sie braucht.
    Wenn ich für ne Briefmarke
    jedesmal zur Fililale oder zum Automaten laufen/fahren muss, kostet mich das
    auch Zeit und Geld, wahrscheinlich sogar noch wesentlich mehr als 40 Cent.
    Ich
    finde den Service wirklich klasse! Soviel Innovation hätte ich der Post gar
    nicht zugetraut ;-)

  3. 19.08.08 14:16 Anonymous (Gast)

    ich würds ja auch nicht als sofortige maßnahme sehen, sondern als schleichenden
    prozeß. insgesamt haben die briefmarkenautomaten, packstationen und agenturen
    schon einiges an kosten bei der post gespart, mitarbeiter die freiheit beschert
    und den service verschlechtert. so sehe ich das zumindest.

  4. 19.08.08 11:21 Yeahman5

    40 Cent Aufpreis ist ziemlich viel. Da kann man ja fast zwei normale Postkarten
    oder Briefe für den gleichen Preis verschicken.
    Aber es ist trotzdem keine
    schlechte Idee, finde ich.

  5. 19.08.08 11:09 Anonymous (Gast)

    Leute. Nur weil Briefmarken jetzt über das Handy ersetzt werden, streicht die
    Post nicht gleich zig Stellen. Ich finds echt praktisch, auch wenn der Preis
    doch sehr hoch ist. Aber wenn ich mal keinen Bock habe zur nächsten Post zu
    gehen und der Briefkasten gleich vor der Tür ist (ist er bei mir wirklich) dann
    geb ich lieber 40 Cent mehr aus und hab ne halbe Stunde gespart.

  6. 19.08.08 11:02 Thomas (Professional Handy Master)

    Wir sparen dadurch Mitarbeiter oder Automaten ein, die die Marken verkaufen,
    dafür kann man doch Mehrkosten in Kauf nehmen.

    So nicht, liebe Post!

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