Der Preiskampf im Mobilfunkmarkt macht das mobile Internet für immer mehr Verbraucher interessant. Jetzt hat die FlexiShop GmbH zwei neue Datentarife vorgestellt, die den heimischen Festnetzanschluss ersetzen sollen und den Kunden überall mit dem Internet verbinden. Die Flatrates SurfPink im Handynetz von T-Mobile und SurfRed im Netz von Vodafone ermöglichen mobile Datenverbindungen über GPRS, EDGE, UMTS und HSDPA, die passende Hardware gibt es gegen Aufpreis dazu und als Vertragspartner arbeitet der Anbieter mit Victorvox zusammen.
Unterschiede gibt es außer beim Mobilfunknetz auch bei der Grundgebühr. Bei SurfPink betragen die Kosten im ersten Jahr 29,95 Euro pro Monat, wenn man sich für eine Vertragslaufzeit von zwei Jahren entscheidet. Im zweiten Jahr steigen sie auf 34,95 Euro. Die Ersparnis über 60 Euro wird auf der Rechnung als Gutschrift ausgewiesen. Wer sich für die Laufzeit von sechs Monaten entscheidet, zahlt ab dem ersten Monat 34,95 Euro. Im Tarif SurfRed beträgt die Grundgebühr ab dem ersten Monat 29,95 Euro unabhängig von der Mindestlaufzeit und steigt im zweiten Jahr ebenfalls auf 34,95 Euro. Der Anschlusspreis ist in beiden Tarifen bis 31. August 2008 von 24,95 Euro auf 9,95 Euro gesenkt. Wie bei den Tarifen der Netzbetreiber wird der Surfspaß durch eine Beschränkung der Bandbreite getrübt: Bei über 10 Gigabyte Datenvolumen im Monat sinkt die Bandbreite auf maximal 64 Kilobit pro Sekunde im Download und 16 Kilobit pro Sekunde im Upload. Das Volumen ist immerhin doppelt so hoch wie bei T-Mobile und Vodafone. Sie drosseln die Bandbreite schon ab 5 Gigabyte. Möchte man zum Tarif die passende Technik kaufen, berechnet der Anbieter je nach Mindestlaufzeit einen Kaufpreis von 99 Euro oder 59 Euro für das USB-Datenmodem. Die Angebote sind bis 30. September 2008 befristet.
Mit einer Grundgebühr ab 29,95 Euro sind beide Tarife eine interessante Alternative zum Festnetzanschluss. Hinzu kommt die große Flexibilität über das Mobilfunknetz, so kann der Kunde überall in Deutschland mobil im Internet surfen. Abhängig vom Standort und von dem Ausbau der Netzabdeckung variiert allerdings die Bandbreite. Auch E-Plus bietet eine Datenflatrate an. Die Grundgebühr von 25 Euro ist zwar geringer und eine Drosselung der Bandbreite findet auch nicht statt, dafür surft der Nutzer maximal mit UMTS-Geschwindigkeit (384 Kilobit pro Sekunde) im Netz. Weitere Alternativen sind MobiCent und MobiAir von der RadiCens GmbH, die ebenfalls in den Netzen von T-Mobile und Vodafone angeboten werden und monatlich ab 29,95 Euro kosten.
man sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass diese Angebote keineswegs den DSL
Anschluß ersetzen können (auch wenn die Anbieter damit werben), weil sich die
Netzbetreiber das recht vorbehalten bestimmte Datenströme zu blockieren. Z.B.
Voip bzw. SIP-Telefonie usw.
Solange diese Bevormundung so bleibt, bleibe ich
beim Festnetz. Ich bin ein freier Mensch und möchte nicht nur ein Teil des
Internets nutzen.
das schreiben die zwar in ihre AGB, möglich ist es trotzdem. Es macht aber
keinen Spass, weil man im UMTS Netz Reaktionszeiten von 100-250mg schwankend
hat, im Vergleich zu 15-60ms bei DSL. Diese Latenzen können beim Telefonieren
stören und machen z.B. Online-Spiele unmöglich.
Um mit einem Festnetzanschluss
gleichzuziehen, benötigt es nicht nur Bandbreite, sondern geringe Lantenzzeit,
Stabilität (< 0,1% Packetlos zum ersten Router). Und diese Stabilität ist
nichtmal dann gegeben, wenn man immer am selben Ort mit seinem UMTS Zugang
verbleibt.
Allerdings ist anzunehmen, dass diese Einschränkungen langfristig
gesehen nicht technisch unüberwindbar sind