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Autor: Markus Goebel | 18.09.2008 - 17:53 | (3)

Multi-Messenger Fring finanziert sich über Werbung auf dem Handy

Zwei Jahre lang hatten sich die Nutzer der umfangreichsten Software für VoIP und Messaging auf dem Handy gefragt, wie die israelische Entwicklerfirma von Fring eigentlich Geld verdienen möchte. Auskunft gab jetzt Mitgründer Boaz Zilberman in Berlin, der auf der Konferenz OSiM World eine Laborversion von Fring mit Werbung für McDonald's zeigte.

Multi-Messenger Fring finanziert sich über Werbung auf dem Handy

Der Handy-Messenger Fring, mit dem man auch billig per Voice over IP im UMTS-Netz telefonieren kann, soll sich bald mit Werbung finanzieren. Im Ausstellerbereich der Konferenz OSiM World in Berlin wurde eine Laborversion der Software gezeigt, die Banner von McDonald's im Chat-Fenster von Fring einblendet. Auch Werbung von Gillette konnten wir sehen. Das israelische Unternehmen mit 20 Millionen Dollar scheint sich jetzt doch um Einnahmequellen zu kümmern, obwohl CEO Avi Shechter im Februar im Interview mit Areamobile.de gesagt hatte, dass es im ganzen Jahr 2008 nur um die Entwicklung der Software gehen soll und Finanzierung keine Rolle spielt. "Die Banner von McDonald's sind bisher nur eine Demonstration", sagte Fring-Mitgründer Boaz Zilberman beim Interview in Berlin. Es fließt also noch kein Geld, aber die Technik wird erprobt.

Nokia N95 8 GB mit Werbung im Messenger Fring

Fring mit Werbung für McDonald's auf einem Nokia N95 8 GB | Foto: AMB

Ein Problem sei, dass Reklame auf Handys bisher nicht weit verbreitet ist. Die Werbeagenturen könnten damit noch nichts anfangen und setzen nur kleine Budgets ein. Weil aber Millionen von Nachrichten täglich per Fring ausgetauscht werden, wären diese sofort aufgebraucht. Fring versucht deshalb, Großkunden zu bekommen und sich an Werbenetzwerke wie Doubleclick anzuschließen. Eine kontextbasierte Werbung wie bei Google Mail soll es aber nicht geben. "Dazu müssten wir jede Chat-Nachricht mitlesen", sagt Boaz Zilberman, "Das wollen wir nicht, weil es das Vertrauen unserer Nutzer verletzt." Das Geschäftsmodell einer anderen Firma aus Israel ist ihm ein Graus: Pudding Media belauscht sogar Telefongespräche ihrer Nutzer um gleichzeitig die passende Werbung auf den PC-Bildschirmen der Kunden einzublenden.

Fring wird sich von einer reinen Software für Chat und VoIP zu einer Universallösung zum Kontakthalten entwickeln, mit der sich sogar der aktuelle Standort der Freunde über ihr GPS-Handy abfragen lässt. In der neuen Version 3.36.6, die es bisher nur auf den Fring-Seiten für Software-Entwickler zum Herunterladen gibt, sind bereits die Menüs für Messaging und Sozialnetzwerke zusammengefasst. Die Grenzen zwischen den beiden Kategorien werden immer unklarer, weil beispielsweise Facebook neuerdings auch als Instant Messenger funktioniert. In zukünftigen Fring-Versionen wird jede Person nur noch einmal in der Kontaktliste erscheinen, denn bisher stehen viele Freunde dort doppelt und dreifach, weil sie gleichzeitig über Skype, MSN, ICQ oder andere Services angemeldet sind. Mit einem Klick kann ein Chat über die Messenger-Grenzen hinweg aufgebaut werden, der sich mit einem weiteren Tastendruck in ein Telefongespräch umwandeln lässt.

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Kommentare
  1. 18.09.08 19:32 JueWe

    Ich nutz ja wenn überhaupt Jimm auf meinem Handy.
    Stören würd's mich nicht
    wenn da Werbung eingeblendet wird ... solange das in einem Vertretbaren Maß
    bleibt ... wenn da dauerhaft nur Werbung ist würds mich auch an***** ... aber
    irgendwo müssen die das Geld ja auch herbekommen damit sich das ganzen
    Entwickeln der Software überhaupt lohnt

  2. 18.09.08 19:10 dericy

    wenn du zu hause bist, kannste ja über wlan rein gehen.. unterwegs fallen halt
    die übertragungskosten deines providers an.. oder du hast nen kostenlosen
    hotspot gefunden ;-)

    ich nutze Fring selber auch und bin zufrieden

  3. 18.09.08 18:27 Anonymous (Gast)

    ist ja eigentlich ne tole sache : die nutztung ist kostenlos aba fallen auch
    übertragungsgebüren ann oder werden die irgendwie mit der werbung über den
    provider bezahlt?

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