Eine aktuelle Studie des Marktforschungsunternehmen Juniper Research zeichnet eine düstere Zukunft für kostenpflichtige Handy-TV-Angebote. Durch stromsparende TV-Empfänger für Massenmarkthandys wird sich frei empfangbares Fernsehen auch auf Mobiltelefonen durchsetzen. Nur mit neuen Premium-Services kann Pay-TV auf dem Handy überleben.
Die wachsende Verbreitung von Handys, die analoges oder digitales Fernsehen empfangen, wird die Chancen von speziellen Handyfernseh-Betreibern deutlich verringern. Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Juniper Research werden die Anbieter weltweit bis 2013 bis zu 2,7 Milliarden US-Dollar erwirtschaften, was wesentlich unter den früheren Prognosen liegt. Zwar schätzt das Unternehmen die Zahl der Nutzer mit Fernseh-Handys bis 2013 auf weltweit 330 Millionen, aber weniger als 14 Prozent werden für den TV-Service bezahlen wollen.
DVB-H-Killer LG KB770
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Der Autor der Studie, Dr. Windsor Holden, glaubt nicht an den Erfolg von speziellen Handy-TV-Angeboten: "Die Entwicklung von verhältnismäßig sparsamen TV-Empfängern und deren Verbreitung in preisgünstigen Handys für den Massenmarkt, stellt das Geschäftsmodell für Anbieter eines speziellen Handy-TV-Netzwerkes in vielen Märkten in Frage." Diese düstere Aussicht wird mit Beispielen aus Deutschland und Asien untermauert. Die Entscheidung der deutschen Mobilfunkanbieter, DVB-T-Handys anzubieten, bedeute praktisch das Aus für das DVB-H-Fernsehen. In China erfreuen sich Handys mit analogem TV-Empfang wachsender Popularität. Das gleiche gilt für Mobiltelefone mit dem kostenlos empfangbaren TV-Standard 1seg in Japan.
Laut der Studie werden kostenlose TV-Services auch im mobilen Bereich die Vorherrschaft übernehmen. Das breitflächig ausgestrahlte Antennenfernsehen biete aber neue Möglichkeiten für kostenpflichtige Dienste. Juniper Research ist zuversichtlich, dass durch das überall verfügbare TV-Angebot neue Bedürfnisse bei den Kunden geweckt werden, die nur durch kostenpflichtige Angebote befriedigt werden können. Durch Video-On-Demand über das 3G-Netz sollen neue Einnahmequellen geschaffen werden.
Das ist so nicht ganz korrekt, zwar fallen für die Übertragung per DVB-T keine
Kosten an, doch die GEZ wird nach wie vor die Rundfunkgebühren haben wollen.
Wenn man allerdings schon ein Fernseher und ein Radio angemeldet hat wird's
wohl nicht mehr kosten.