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Nokia 3310, MWC 2017, Google Daydream, Snapdragon 835, Galaxy S8
 
AM Thema vom 06.03.2017

Liebe Leserinnen und Leser,

auf dem Mobile World Congress 2017 in Barcelona stahl ein einfaches Feature Phone den neuen Smartphones von Sony, Huawei und LG die Show: Dabei bietet die Neuauflage des Nokia 3310 nicht viel außer einer langen Akkulaufzeit und dem Spieleklassiker "Snake", wie in unserem Hands-on-Bericht nachlesen könnt. Die Kamera des Handys hat einen 2-Megapixel-Sensor, es gibt keinen Touchscreen, keinen Ap-Store, kein UMTS oder LTE, nichts. Dass das Nokia 3310 auf der wichtigsten Mobilfunkmesse des Jahres so viel Aufmerksamkeit auf sich zog, sagt viel über den derzeitigen Stand der Branche aus. Bahnbrechende Neuerungen sind nicht in Sicht, neue Trends wie Virtual Reality und Augmented Reality brauchen noch Zeit. "Die Rückkehr des Nokia 3310 bedeutet nicht den Anfang vom Ende für Smartphones. Sie zeigt aber deutlich, dass manche Dinge sich in der Wahrnehmung verändern", analysiert Kollege Steffen Herget treffend. "Romantisch verklärte Betrachtung der Vergangenheit trifft hier auf wachsende Kritik an der omnipräsenten Vernetzung, und die PR-Mannschaft von Nokia und HMD hat das ausgezeichnet ausgenutzt."

Nach Vorstellung der neuen Flaggschiff-Smartphones Huawei P10 (Plus), LG G6 und Sony Xperia XZ Premium drängen sich vor allem zwei Fragen auf. Die erste lautet: Wo hakt es bei Googles VR-Plattform Daydream? Von den in Barcelona präsentierten neuen Top-Smartphones ist keines zertifiziert für die Nutzung von Daydream-Anwendungen, ebenso wenig das im Vorfeld der Messe angekündigte HTC U Ultra - trotz QHD- oder gar 4K-Display, ausreichend starkem Prozessor und Android 7 Nougat. Das "Problem" dieser Geräte ist wohl jeweils das LCD, das eine höhere Latenz als ein AMOLED-Display aufweist und bei VR-Anwendungen zum sogenannten "Motion Blur" führen kann. Damit bleiben vorerst die Google-Phones Pixel und Pixel XL, das ZTE Axon 7, das Huawei Mate 9 Pro und das Moto Z aktuell die einzigen Daydream-zertifizierten Smartphones. Auch wenn Google-Manager Amit Singh über kurz oder lang "hunderte Millionen Smartphones" für die VR-Plattform des Android-Betreibers sieht.

Top-Smartphones des MWC im Hands-on von Areamobile:

Die zweite Frage betrifft den Antrieb der Smartphones: Was ist dran an der angeblichen Samsung-Exklusivität des Hochleistungs-Chipsatzes Snapdragon 835 von Qualcomm? Das HTC U Ultra und das LG G6 werden von dem Snapdragon 821 befeuert, das mit dem Snapdragon 835 bestückte Sony Xperia XZ Premium kommt im Juni und damit wohl gute zwei Monate nach dem Samsung Galaxy S8 heraus. Es gebe keinen Exklusiv-Deal mit Samsung, erklärte Keith Kressin, Senior Vice President of Product Management bei Qualcomm, auf dem Mobile World Congress. Die anfänglich geringe Verfügbarkeit des neuen SoCs hänge mit der aufwändigen 10-Nanometer-FinFET-Produktion zurück. Samsung ist an der Herstellung des Snapdragon 835 beteiligt. In ersten Benchmark-Tests kann sich das Galaxy S8 mit Snapdragon 835 nicht vom iPhone 7 mit Apple A10 oder vom Huawei Mate 9 mit Kirin 960 absetzen.

Weitere Smartphones im Hands-on:

Samsung wird das Galaxy S8 am 29. März 2017 in New York offiziell vorstellen, die Massenproduktion des Geräts ist bereits in vollem Gang. Nach bisherigen Informationen wird es zwei Varianten des S7-Nachfolgers geben: ein Galaxy S8 mit einem 5,8 Zoll großen und ein Galaxy S8 Plus mit einem 6,2 Zoll großen Super-AMOLED-Display mit QHD-Auflösung. Je nach Region wird das Samsung-Smartphone vom Snapdragon 835 oder vom Exynos 8895 mit jeweils 4 GB RAM angetrieben. Auf dem MWC zeigte der südkoreanische Hersteller einen nichtssagenden Teaser zum Galaxy S8 (Plus). Inzwischen kursieren aber Renderbilder, und es sind aber Fotos vom Gerät in freier Wildbahn geschossen und veröffentlicht worden. Samsung positioniert beim nächsten Spitzenmodell den Fingerabdrucksensor an der Rückseite des Smartphones, außerdem gibt es keine mechanische Home-Taste.

Neue Smartphones kurz vorgestellt:

Wesentlich weniger anspruchsvoll als für Google Daydream sind die Voraussetzungen, die Android-Smartphones für den Google Assistant erfüllen müssen. Der bislang nur auf den Pixel-Smartphones von Google funktionierende Sprachassistent mit Künstlicher Intelligenz soll bald auch auf Smartphones mit Android 6 oder Android 7, einem mindestens 1,5 GB großen Arbeitsspeicher und einem mit mindestens 1.280 x 720 Pixel auflösenden Display zur Verfügung stehen - also auch auf vielen erschwinglichen Mittelklasse-Smartphones. Ausgerollt wird der intelligente Sprachassistent über ein Update der Google Play Dienste und dann voraussichtlich Google Now ersetzen.

Die Auflösung des Bilderrätsels aus AM Thema 51: Wir zeigten euch auf dem Hands-on-Bild vom MWC das brandneue LG G6. Und welches Smartphone seht ihr hier? Kleiner Tipp: Am vergangenen Wochenende zeigten wir euch alle äußerlichen Details des Geräts im Unboxing.

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