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Sony Xperia X, Nubia Z11 Mini, Lumia 950, O2 Banking, IPv6
AM Thema vom 16.05.2016

Liebe Leserinnen und Leser,

bei neuen Benachrichtigungen schaut jeder Zehnte sogar beim Sex aufs Smartphone meldet natürlich die "Bild" und findet das ziemlich "ungeil". Amerikanische Wissenschaftler warnen vor den Folgen des zu intensiven Smartphone-Gebrauchs: Konzentrationsschwierigkeiten und Hippeligkeit. Für manche Nutzer ist das Smartphone quasi schon Teil des eigenen Körpers: Wird vor ihren Augen ein Smartphone gestreichelt, meinen sie, die Berührungen auf der eigenen Hand zu spüren - die sogenannte "Gummihand-Illusion". Ich selbst leide zurzeit unter einem Gummihand-Syndrom: Bei Artikeln, die Empörung über #verafake heucheln, versagt sie einfach den Dienst - Anklicken nicht möglich. Ein Skandal wäre es doch, wenn das Reality-TV tatsächlich das reale Leben mit echten normalen Menschen zeigt.

Nun aber zu unseren Themen der Woche mit Links für den Schnellzugriff:

* Sony Xperia X im Test * Nubia Z11 Mini im Test * Lumia 950 im Langzeittest * Alternative iOS-Tastaturen * Neue Folge von "Kaufen oder nicht?" * Neue Smartphones * Banking mit Daten-Traffic als "Zinsen" * Unitymedia gast-, aber wenig kundenfreundlich * Mehr Spielraum durch IPv6 * und mehr

Sony Xperia X im Test: Wie ein Xperia Z6 Lite

Die neue X-Reihe von Sony löst die Z-Serie ab: Ab 28. Mai wird das von dem Snapdragon 650 befeuerte Xperia X im deutschen Handel für 599 Euro (UVP) erhältlich sein. Eine schnellere Kamera mit prädiktivem Fous, eine längere Akku-Lebenszeit und ein robusteres Gehäuse sind die wesentlichen Neuerungen des neuen Sony-Smartphones. Nicht gut genug für ein Flaggschiff-Smartphone befindet Tobias im Test des Xperia X und spricht daher von einem "Xperia Z6 Lite". Ein richtig gutes Smartphones ist es dennoch - dafür gibt es die Testnote "sehr gut". Was das Xperia X auszeichnet, lest ihr in unserem ausführlichen Testbericht. Weitere Eindrücke vom Gerät liefert euch unsere Unboxing-Galerie.

Nubia Z11 Mini im Test: 250-Euro-Smartphone punktet mit Performance

Richtig angetan vom 250-Euro-Smartphone ist Steffen nach dem Test des Nubia Z11 Mini. Für die Preisklasse liefert das Gerät ein überraschend toll verarbeitetes Gehäuse, eine starke Performance und zwei gute Kameras. "In der Preisklasse von rund 250 Euro muss sich das Nubia Z11 Mini nicht vor Konkurrenten wie dem OnePlus X, dem Sony Xperia M5 oder dem Honor 5X verstecken", schreibt Steffen im Fazit seines Testberichts. Abstriche müssen Käufer des ZTE-Smartphones natürlich auch machen: Beispielsweise unterstützt das Smartphone kein LTE-800.

Langzeit-Test Lumia 950: Microsoft, wir müssen reden!

Steffen mag das Lumia 950 nach einem halben Jahr im Einsatz immer noch - irgendwie. Display und Kamera gehören zum Besten, was man kaufen kann, die Performance ist angenehm flott, Sprachqualität und Akku überzeugen. Doch die Zeichen stehen auf Trennung, denn die Software des Geräts mutet wie eine Baustelle so groß wie der künftige Hauptstadflughafen BER an. Was er an dem Windows Phone kritisiert, lest ihr in seinem Langzeittest.

Smartphone kaufen oder nicht? Das ist die Frage ...

Bei jedem neuen Smartphone, das in die Shops kommt, stellt sich die Frage: kaufen oder nicht? Jede Woche geben wir nach den abgeschlossenen Tests neuer Smartphones die Antwort auf diese Frage. In der neuen Folge diskutieren Steffen und Tobias über das Sony Xperia X, das Nubia Z11 Mini und das Ubuntu-Tablet BQ Aquaris M10 und und geben am Ende rotes, gelbes oder grünes Licht für den Lauf dieser Geräte.

Smartphone-Neuheiten kurz vorgestellt

Zu den Smartphone-Neuheiten der vergangenen Woche zählen das 6,4 Zoll große Xiaomi Max mit Riesen-Akku, das Honor V8 mit Dual-Kamera und das LG X Screen mit einem Ticker-Display, wie wir es vom LG V10 kennen. Bereits in den Verkauf starten das 199 Euro teure Coolpad Torino S mit Fingerabdrucksensor und das sogar nur 150 Euro teure Archos 50 Power mit langer Akku-Laufzeit. Ein Unboxing in ungewöhnlichem Ambiente führten wir beim ZTE Blade V7 durch: Der chinesische Hersteller präsentierte das 5,2 Zoll große Octa-Core-Smartphone im Fußballstadion von Borussia Mönchengladbach - dort haben wir das Blade V7 auch gleich ausgelackt und abgelichtet.

iPhone: Alternative iOS-Tastaturen im Apple App Store

Google und Microsoft bieten neue Tastaturen für Apples iPhone an: Microsofts Word Flow lässt sich durch ein persönliches Hintergrundbild personalisieren, liefert prädiktive Wortvorschläge, unterstützt Wischgesten und bietet einen Einhandmodus mit bogenförmiger Anordnung der Tastenfelder. Googles Gboard zeichnet sich durch Swipe-Funktion und integrierte Suche aus: So müssen Nutzer beispielsweise beim Chatten oder SMS-Tippen nicht erst von der gerade genutzten Nachrichten-App in die Google Suche wechseln, um Informationen abzufragen, zu kopieren und im Chat zu teilen. Nachteil beider virtuellen Keyboards: Sie stehen bislang nicht im deutschen App Store zum Download bereit. Dort gibt es aber andere interessante Alternativ-Tastaturen für iPhone und iPad. Swype, Swiftkey, Fleksy und andere - wir stellen euch 10 interessanteste Tastaturen aus dem App Store für iOS 9 kurz vor.

Banking mit Daten-Traffic als "Zinsen"

Der Mobilfunkbetreiber Telefónica mit der Marke O2 und das Fintech-Unternehmen Fidor Bank bieten ab Spätsommer in Deutschland ein nur mobil per Smartphone zu nutzendes Bankkonto an. Kunden sollen das O2-Banking-Konto mit inkludierter Mastercard als Erstkonto zum Empfang des Arbeitsgehalts, zum Bezahlen von Strom und Miete, zum Überweisen von Geldbeträgen an Shops und Bekannte sowie zum mobilen Bezahlen in Supermärkten und Ladengeschäften nutzen. Das grundgebührfreie Angebot steht Kunden aller deutschen Mobilfunkanbieter offen, registrierte Prepaid- und Postpaid-Kunden von O2 bekommen aber zusätzliches Datenvolumen für die mobile Internetnutzung als exklusive Zusatzleistung. Zum Bardgeldabheben an Geldautomaten weltweit sowie zum kontaktlosen Bezahlen in Läden mit kompatiblen Terminals erhalten die O2-Banking-Kunden eine NFC-fähige Kreditkarte, mobiles Bezahlen per Smartphone erlaubt O2 Banking vorerst nicht.

Unitymedia zeigt sich gast-, aber wenig kundenfreundlich

Unitymedia plant, die WLAN-Router seiner Kunden als offene Hotspots für andere Nutzer freizuschalten. Dafür soll in den kommenden Wochen auf den WLAN-Routern automatisch ein zweites Signal aktiviert werden. Tolle ache eigentlich: Dadurch erweitert der Kabelinternet-Anbieter sein Hotspot-Netzwerk auf einen Schlag von rund 1.000 auf rund 1,5 Millionen Zugangspunkte. Wer zu Hause ein WLAN mit Gastzugang für andere Unitymedia-Kunden betreibt, kann selbst auch ohne weitere Kosten die Hotspots des Netzwerks nutzen. Verbraucherschützer kritisieren den Kabelinternet-Anbieter trotzdem für sein Vorgehen: Unitymedia fragt nämlich beispielsweise die Kunden nicht um ihre Einwilligung, sondern gibt ihnen nur die Möglichkeit, der Freischaltung des Gastzugangs zu widersprechen. Wer also nichts tut, bekommt demnächst Gastsurfer über den eigenen Router. Es gibt aber noch weitere, für die Verbraucherschützer Unitymedia kritisieren.

Mehr Spielraum durch IPv6

Das Internet wird immer größer, schneller und weiter verzweigt. Da müssen auch die Standards angepasst werden. Das alte IPv4 mit bis zu 4,3 Milliarden IP-Adressen wird dabei zwar noch parallel weiter geführt, muss aber auf Druck der Industrie mehr und mehr Platz machen für IPv6. Das ist ein erweiterter Adressraum, der bis zu 340 Sextillionen Adressen beinhalten. Eine Sextillion ist eine 1 mit stolzen 36 Nullen, das sollte dann doch eine ganze Weile lang ausreichend sein. Durch die enorme Zahl an Adressen wird zudem das Routing im Netz massiv vereinfacht, was die Geschwindigkeit von Übertragungen steigern soll. Mit Apple prescht nun ein Unternehmen voran, um die zweigleisige Fahrweise der Netzwerkprotokolle irgendwann zu beenden und komplett auf IPv6 zu wechseln. Ab 1. Juni müssen alle Programme im App Store von iOS auch in Netzwerken funktionieren, die ausschließlich unter IPv6 betrieben werden. Was das für Internetanbieter und -nutzer bedeutet, erläutern wir in einem Hintergrundartikel.

Zitat der Woche

"Viele Händler haben Smartphone-Apps zur mobilen Nutzung ihres Angebots sowie mobile Versionen ihrer Webshops entwickelt. Diese sind meist sehr aufgeräumt und übersichtlich, legen den Schwerpunkt auf die Produktbilder und sind so auch auf dem Smartphone-Display hervorragend zu nutzen. Dadurch ist das Einkaufen auf dem Smartphone heute in den meisten Fällen genauso bequem und einfach wie am Desktop-PC – mit dem Vorteil, dass man überall und jederzeit zuschlagen kann, zum Beispiel wenn man unterwegs ein Schnäppchen sieht."

Das sagte Julia Miosga, Referentin Handel beim Bitkom, zur Entwicklung des mobilen Online-Shoppings. Vor allem die jungen Smartphone-Nutzer verwenden laut Bitkom ihr Gerät gerne fürs Einkaufen. Verbraucherschützer vermuten jedoch, dass Händler von Smartphone-Shoppern teilweise höhere Preise verlangen als von PC-Nutzern oder Ladenbesuchern.

Was steht diese Woche an?

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