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MobileTV: Handys bieten Fernsehen für unterwegs

MobileTV steht für Mobilfernsehen. Mit einem TV Handy oder Taschenfernseher können Nutzer auch unterwegs und von einem Fernseher völlig unabhängig ihr liebstes Fernsehprogramm einschalten und flexibel genießen.

MobileTV bezeichnet mobiles Fernsehen, also bewegliches Fernsehen, das per Rundfunk auf tragbaren Endgeräten gezeigt wird. Manchmal wird auch von Mobilfernsehen gesprochen. Geeignete Endgeräte können beispielsweise Fernseher sein, die in die Tasche passen, also Taschenfernseher, oder im Auto angebracht werden sowie insbesondere spezielle Mobilfunktelefone. Wird das Fernsehen auf einem Handy gezeigt, so spricht man von Handy TV.

Beim Handy TV erfolgt die Übertragung des Fernsehens mittels UMTS. Hierzu wird jeweils für jeden Nutzer eine eigene Leitung innerhalb des Mobilfunknetzes bereitgestellt. Mobiles Fernsehen hingegen arbeitet gleich einem Rundfunk mit einer Ausstrahlung in völliger Unabhängigkeit zu bestehenden Mobilfunknetzen.

Seit ungefähr 2006 ist der umfangreiche Themenbereich des mobilen Fernsehens in der Medienlandschaft bekannt geworden. Dies ist vor allem durch die damals stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft begründet. Viele Menschen waren sehr daran interessiert, auch unterwegs oder auf der Arbeit, wo nur selten Fernseher vorhanden sind, bei der WM im eigenen Land möglichst keines der Spiele zu verpassen. Der Ansturm auf passende Endgeräte, wie etwa ein TV Handy, wuchs drastisch und die Hersteller reagierten. So erfolgte die Ausstrahlung der Spiele zum allerersten Mal live auch auf TV Handys. Hierzu wurden der UMTS-Mobilfunkstandard wie auch das Digital Multimedia Broadcasting (DMB) genutzt.

Voraussetzung für MobileTV war damit für die Handynutzer, dass sie über ein TV Handy verfügten, das entweder UMTS-fähig oder mit einem Chip zum Entschlüsseln des Digital Multimedia Broadcasting ausgerüstet war.

Der starke Rückgriff auf UMTS wirkte sich problematisch aus. Teilweise traten Störungen in der Übertragung auf. Mit UMTS konnten die vielen entstehenden Einzelverbindungen nicht aufrechterhalten werden, das System war bald überlastet. Das Digital Multimedia Broadcasting hingegen konnte einwandfrei senden, arbeitet es doch wie ein Rundfunk und ist daher von seiner Nutzerzahl unabhängig und nicht zu beeinflussen.

Auf den steigenden Bedarf an mobilem Fernsehen reagierte 2007 auch die Europäische Kommission. Von ihr wurde ein Rechtsakt erlassen, der das Stärken des Binnenmarktes für das Mobilfernsehen vorsieht. Inzwischen ist ein großes Sortiment an Taschenfernsehern und TV Handys im Handel erhältlich. Trotz der gerade bei der Fußball-Weltmeisterschaft entstandenen Probleme, rüstet man Handys inzwischen beinahe serienmäßig mit UMTS aus.

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