Aufgrund der erweiterten Funktionalität werden Kamerahandys im Vergleich zu Digitalhandys immer beliebter. Verlangt werden Handys, die weit mehr als nur telefonieren können: Sie müssen multifunktional einsetzbar sein.
In den Anfängen des Mobilfunkzeitalters waren Handys nichts weiter als Funktelefone, deren Hauptzweck eben das Führen von mobilen Telefonaten war. Selbst die heute so beliebte und erfolgreiche SMS war anfänglich überhaupt nicht als eigenständige Funktionalität von den Mobilfunkunternehmen eingeplant, sondern wurde als Abfallprodukt der Bereitstellung der Funknetze kostenlos angeboten. Selbstverständlich änderte sich dies schlagartig mit der steigenden Beliebtheit und die SMS wurde als eigene Produktkategorie mit angeboten und verkauft.
Durch die heute allgemein stark steigende Beliebtheit und Verbreitung von Mobiltelefonen ist nur noch eine sehr geringe Minderheit nicht im Besitz eines Handys. Gleichzeitig sind aber auch die Ansprüche der Nutzer an ihre Endgeräte gestiegen.
Mobiltelefone, wie einfache Digitalhandys, die nur das Telefonieren und Verschicken von SMS ermöglichen, sind immer mehr von Kamerahandys und Endgeräten verdrängt worden. Diese gleichen mehr einem Home-PC als einem Telefon. Noch Ende der neunziger Jahre hatte ein PC der oberen Preiskategorie eine Speicherkapazität von rund 4 GB. Dazu im Vergleich werden Mobilfunktelefone heute mit bis zu 32 GB Speicherkapazität angeboten. Dazu verfügen die aktuellen Geräte über eine sehr große Zahl von diversen Funktionalitäten und Kamerahandys gehören fast zum Standard.
Mobiltelefone sind multimedial für die Internetnutzung auch im Highspeed-Bereich, für das Schreiben und Versenden von E-Mails, das Bearbeiten von Bildern, das Aufnehmen und Abspielen von Musik, als Videospielkonsole oder gar als Navigationssystem einsetzbar. Sekündlich werden neue Applikationen entwickelt. Bei einigen Hardwareanbietern werden freie Entwickler sogar an den Umsätzen aus diesen Applikationen beteiligt.
Auch die Qualität der Kameras, die die Handys bieten, steigt stetig. Konnten früher nur sehr unscharfe Bilder geschossen werden, fotografieren die heutigen Kameras mit mehreren Millionen Pixeln. Handyfotos und Handyfilme finden sogar standardmäßig Einzug in die Medien, dort vor allem auch in die Nachrichten, da jeder Mobiltelefonbesitzer Bildmaterial liefern und die Medienanstalten damit versorgen kann.
Durch das immer stärker werdende Verweben von Internet und Handy wird der Trend der multimedialen Nutzung auch weiterhin anhalten und sich aller Wahrscheinlichkeit nach zu Gunsten der multifunktionalen Endgeräte auch noch verstärken.
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