Dass das Handy Bluetooth besitzt, ist Wissenschaftlern zu danken, die in der Industrie die kabellose Datenübertragung über kurze Distanzen möglich machten.
Wer heute mit dem Handy Bluetooth nutzt, der darf sich bei denjenigen bedanken, die schon vor knapp dreißig Jahren den Versuch starten wollten, die Rückseiten der Schreibtische von den ganzen Kabeln zu befreien, die für den Anschluss verschiedener externer Geräte an einen Computer notwendig sind. Ein zweiter Motivator für die Entwicklung dieser Übertragungstechnik war, dass man bei der Arbeit mit der Maus des Computers ein wenig mehr Bewegungsfreiheit haben wollte.
Aus diesen Bestrebungen heraus wurde 1993 die IrDA alias Infrared Data Assosiation gegründet. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss aus dreißig Unternehmen, deren Ziel darin bestand, die Datenübertragung mit Infrarottechnik zu standardisieren. Letztlich waren es der Schwede Mattisson und der Niederländer Haartsen, die die ersten Varianten von Bluetooth auf der Basis des Industriestandards IEEE 802.15.1 schufen.
Beim Handy Bluetooth werden drei Klassen unterschieden. Die Klasse 1 besitzt eine Reichweite von etwa hundert Metern, während bei Klasse 2 fünfzig Meter und in der Klasse 3 lediglich noch ein Aktionsradius von zehn Metern erreicht wird. Damit wird auch klar, dass Bluetooth technisch versierten Spitzbuben die Möglichkeit des Abfangens von Daten eröffnet. Um das zu verhindern, wendet man in der Praxis beim Handy Bluetooth eine Kombination aus Anmeldung und Freigabe an. Die Gefahr bei einer Anmeldung und Freigabe mit einer PIN steigt vor allem dann an, wenn eine zu kurze PIN verwendet wird, obwohl bis zu sechzehn Zeichen dafür verwendet werden können. Stutzig sollte man auch werden, wenn während einer Datenübertragung eine neue Anmeldung von der Gegenseite gefordert wird.
Neben dem Handy Bluetooth hat sich die Datenübertragung durch Infrarotsignale auch im Bereich der Computer weit verbreiten können. Die darüber aufgebauten Netzwerke werden Piconet genannt und können bis zu 255 Clients umfassen. Diese können allerdings nie gleichzeitig aktiv werden. Das ist nur bis zu acht Geräten möglich, während die restlichen Teilnehmer in einer Art Ruhezustand geparkt werden müssen. Schließt man solche Piconetze zusammen, spricht der Fachmann für Kommunikation von einem Scatternet. Eines der noch zu lösenden Probleme in den Scatternets ist die zur Verfügung stehende Nutzdatenrate. Auch steht eine Standardisierung dieser Form des Datennetzes noch immer aus.
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