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Autor: Andreas Sebayang | Golem.de | 18.12.2017 - 12:24 | 1

Apple Watch Series 3 Testbericht

Apple Watch Series 3 Test: Warum nicht gleich so Apple?!

Die Watch Series 3 ist die dritte Smartwatch-Generation von Apple, die zusammen mit der eSIM ein paar lang vermisste Funktionen erhält. Allerdings zeigt sich die Glas- gegenüber der Saphirglas-Variante im Test erschreckend fragil.

Apple Watch Series 3 | (c) Areamobile
Apple Watch Series 3

Mit der dritten Generation seiner Smartwatch bringt Apple einige große Verbesserungen. Dazu gehören ein deutlich schnelleres System on a Chip (SoC) und eine optionale LTE-Funktion. Die LTE-Variante der Apple Watch Series 3 verfügt zudem über 16 statt 8 GByte Flash-Speicher. Nutzbar sind davon bei uns 12,9 GByte, während unsere Apple Watch 2 nur auf 5,5 GByte Speicher zurückgreifen kann.

Problematisch ist das allerdings nur, wenn Anwender Musik auf der Apple Watch speichern. Apps haben kaum Auswirkungen auf die Speicherauslastung, auch wenn Apple die maximale Größe der Apple-Watch-Apps deutlich angehoben hat.

Apple Watch Series 3 | (c) Areamobile
Die App-Übersicht ist auf der Apple Watch Series 3 gleich geblieben

Auf der Apple Watch 3 ist von Beginn an das neue, verbesserte Betriebssystem WatchOS 4.0 installiert, das wir gesondert getestet haben. In der Praxis wirkt sich daneben vor allem der Leistungsschub durch den neuen SoC aus, wie unser einige Monate dauernder Test gezeigt hat. Zudem haben wir erstmals Berührung mit der Glasvariante gehabt.

Deutliche Leistungssteigerungen, aber nicht überall

Wer die neue Apple Watch das erste Mal bedient, der erkennt recht schnell einen Unterschied zu den Vorgängern: Die Bedienung ist butterweich. Das Scrollen durch das Dock geht mit hoher Bildrate vonstatten und auch die App-Übersicht funktioniert sehr gut.

Besonders beeindruckend ist der Wechsel zwischen den Zifferblättern. Das ist zugegebenermaßen keine alltägliche Aufgabe, doch bei den alten Apple Watches störten uns die Verzögerungen sehr. Hin und wieder wird die Geste für den Blattwechsel einfach nicht umgesetzt. Selbst wenn der Wechsel gelingt, ruckelt es beim Wechsel auf ein weiter entferntes Watchface dann doch wieder, bis alles im RAM gelandet ist. Bei der Apple Watch 3 funktioniert die Geste nur ganz selten nicht, was dann aber eher am Anwender liegt - eine gewisse Präzision beim Wischen vom Rand ist notwendig.

Apple Watch Series 3 | (c) Areamobile
Apple Watch Series 3

Das deutet darauf hin, dass Apple erheblich die Leistung der Grafikkerne verbessert und auch den RAM gesteigert hat. Letzteres ist aber nicht offiziell. In dem im Support-Bereich versteckten Datenblatt wird die Arbeitsspeichermenge gar nicht genannt - typisch für Apple. Wir können uns einige Beschleunigungen aber nur durch ein Mehr an RAM erklären.

In manchen Situationen ist die Apple Watch allerdings weiterhin langsam. Nennenswerte Fortschritte beim Zugriff auf den Flash-Speicher konnten wir nicht jedes Mal feststellen. Apps brauchen immer noch zu lange zum Starten, so dass Anwender ihre Lieblingsapps auf jeden Fall in das Dock setzen sollten.

Apple Watch Series 3 | (c) Areamobile
Das Verschlussband der Apple Watch ist ungewohnt, hält aber sicher.

Beim Neustarten der Smartwatch, etwa, wenn der Akku leer war, sind Verzögerungen aber zu erwarten. Hierbei gibt es allerdings eine Besonderheit. Eine neu gestartete Uhr, die ihren Boot-Vorgang abgeschlossen hat, ist beim Starten von neuen Apps zunächst ziemlich schnell. Erst nach ein paar Tagen kommt es bei Apps, die weder im Dock noch im RAM liegen, zu Verzögerungen. Wir haben unsere Uhr in der Praxis aber eigentlich nie neu gestartet, so dass uns nur der langsame App-Neustart auffiel. Allerdings nur in Test-Szenarios. m Alltag reicht das Dock in der Regel aus und damit ist die Uhr eigentlich fast immer schnell.

Die Uhr fühlt sich damit so an, wie wir es uns schon für die erste Generation gewünscht hätten. Apple hat einige Zeit gebraucht, um den richtigen Weg zur schnellen Smartwatch zu finden: Leistungsfähigere Hardware, die nativen Apps und der Betriebssystemumbau in WatchOS 2 und 3 trugen maßgeblich dazu bei.

Zwei Tage Laufzeit sind normal

In der Praxis haben wir keine Veränderung bei der Akkulaufzeit beobachten können. Mit WatchOS-Updates hat Apple die alten Uhren etwas effizienter gemacht und die Series 2 konnten wir in der Regel über zwei Tage nutzen. Das bedeutet, dass wir am ersten Tag morgens die vollgeladene Uhr aufsetzten, sie während der Nachtruhe verwendeten und am nächsten Tag am Abend wieder mit 10 bis 20 Prozent Akkurestkapazität auf das Induktionsfeld setzten. Mit der Series 3 ist das bei uns in den vergangenen Wochen genauso gewesen. Für das Aufladen muss weiterhin das mitgelieferte Ladekabel verwendet werden. Auf unserem Qi-Pad, mit dem wir iPhones aufladen, funktioniert das Laden allerdings nicht.

Apple Watch Series 3 | (c) Areamobile
Auch die Apple Watch Series 3 kommt mit QI-Charge-Ladepad

Inwiefern die LTE-Funktion Auswirkungen hat, konnten wir in unserem Praxis-Szenario nicht testen, da wir den falschen Vertrag dafür nutzen und unser Smartphone ohnehin immer dabei haben. Für LTE müssen ein paar ungewöhnliche Dinge beachtet werden.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 19.12.17 09:04 peter0815 (Handy Profi)

    Den Test kenn ich schon von Golem....tssss

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