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Autor: Stefan Schomberg 11.12.2016 - 15:00 | 5

Asus ZenWatch 3 Testbericht

Runde Sache: Asus Zenwatch 3 im Test

Smartwatches scheinen auf den Prioritätenlisten der Hersteller inzwischen weit unten zu stehen – anders bei Asus. Der Hersteller bringt jetzt schon im dritten Jahr eine schlaue Uhr mit Android Wear auf den Markt, die Zenwatch 3 ist jetzt sogar endlich rund. Wir haben das aktuelle Zenwatch-Modell ausführlich getestet.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die ersten beiden Zenwatches von Asus (Zenwatch und Zenwatch 2) haben eckige Displays, bei der neuen Zenwatch 3 ist das anders: Sie kommt mit einem runden Screen, der 1,39 Zoll groß ist und eine Auflösung von 400 x 400 Pixel zeigt. Außerdem kommt die Zenwatch 3 im Test im schicken, hervorragend verarbeiteten Edelstahlgehäuse ohne breiten Rand und mit dezenten Farbakzenten daher. Unser Testgerät in der braunen Farbvariante weist beispielsweise noch einen Gold- oder Messing-Farbton auf. Asus betont so bestimmte Details der Smartwatch wie beispielsweise die vermeintliche Krone und kaschiert andere wie etwa den relativ dicken Rahmen der Datenuhr. Nur die Ausführung der Zenwatch 3 in Gold ist einfarbig.

Asus ZenWatch 3 | (c) Areamobile

Im Test: Asus Zenwatch 3 | (c) Areamobile

Nachteil des lackierten und polierten Edelstahl-Corpus des Geräts: Fettflecken auf der spiegelnden Oberfläche sehen wie Kratzer aus. Ansonsten stimmen Design und Verarbeitung der Zenwatch 3: Mit dem 45-Millimeter-Gehäuse und 10 Millimetern Bautiefe ist sie nicht zu klobig, dabei ist sie sogar nach IP67 wasserdicht. Nach meinem Empfinden ist die dritte Zenwatch die bislang schönste Asus-Smartwatch.

Asus ZenWatch 3 | (c) Areamobile
Asus ZenWatch 3 | (c) Areamobile

Nicht zu dick und ...

... nicht zu groß | (c) Areamobile

 

An der rechten Gehäuseseite der Zenwatch 3 gibt es gleich drei Druckknöpfe, von denen der mittlere optisch an eine Krone einer herkömmlichen Armbanduhr erinnert. Alle drei Knöpfe lassen sich zwar auch drehen, doch diese Bewegung ist nicht mit Funktionen belegt. Schade, denn gerade bei der Krone wäre das sinnvoll. Die Mitteltaste der Zenwatch 3 dient zum Ein- oder Ausschalten des Geräts, die beiden daneben liegenden Knöpfe sind ab Werk mit einer vorinstallierten Fitness-App von Asus und einem Schnellzugriff auf den Energiespar- und Flugmodus belegt.

Ebenfalls nicht gut gelöst: Die Halterungen der Zenwatch 3 für das Armband sitzen fest am Gehäuse. Das führt einerseits zu einer starken Vorkrümmung der Bänder, andererseits lassen sich so Standard-Armbänder von Drittherstellern nicht verwenden.

Display-Größe und -Qualität

Asus ZenWatch 3 | (c) Areamobile

Trotz hoher Auflösung nicht ganz scharf | (c) Areamobile

Der Touchscreen der Asus Zenwatch 3 im Test misst 1,39 Zoll und stellt 400 x 400 Pixel bzw. 406 Bildpunkte pro Zoll dar. Das sollte eigentlich eine scharfe Anzeige ergeben, doch das Display der Zenwatch 3 zeigt das AMOLED-typische Raster der Pentile-Matrix und wirkt dadurch etwas unscharf. Gerade bei kontrastreichen Übergängen zwischen Hell und Dunkel wirken gerade Kanten etwas ausgefranst. Dadurch wirkt der Screen, der mit tiefstem Schwarz und ausreichender Helligkeit punktet, nicht richtig hochwertig. Das ist auch bei der wesentlich teureren Huawei Watch der Fall - sogar in stärkerem Maße.
    Nacharbeiten sollte Asus auch bei der automatischen Helligkeitsanpassung des Bildschirms der Zenwatch 3. Diese Funktion ist sehr nützlich, denn dadurch leuchtet die Smartwatch in dunkler Umgebung nicht wie eine Taschenlampe. Allerdings ist das Display der Asus Zenwatch 3 im Test mit der Automatik oft etwas arg dunkel und reagiert eher träge. Und je dunkler das Display, desto gelblicher wirkt die Darstellung von weißen Inhalten - nicht schön. Für die Display-Qualität bekommt die Zenwatch 3 daher nur die Note "befriedigend".

System: Hardware, Software und Bedienung

Virtuelle Ziffernblättern für die Zenwatch 3 gibt es zahlreich und mit verschiedenen Spielmöglichkeiten: Beispielsweise lässt sich die Farbe der Watchfaces verändern oder teilweise ein integriertes Widget austauschen. Im Google Play Store stehen Hunderte weiterer Watchfaces zur Auswahl und per App lassen sich auch eigene Ziffernblätter für die Zenwatch 3 entwerfen.

Asus ZenWatch 3 | (c) Areamobile
Asus ZenWatch 3 | (c) Areamobile

Watchfaces | (c) Areamobile

Fitness-App | (c) Areamobile

 

Im Vergleich mit manch anderen Smartwatches fehlen der Zenwatch 3 ein Pulsmesser und ein GPS-Modul, so dass der eingebaute Schrittzähler schon mal mit seinen Werten ziemlich daneben liegt, sowie ein SIM-Karten-Fach. Die Asus-Uhr ist eine der ersten Smartwatches mit dem Wear-2100-Antrieb von Qualcomm. Der eigens für Wearables entwickelte Chipsatz soll eigentlich leistungsfähig sein und zugleich schön stromsparend arbeiten, doch das ist im Test der Zenwatch 3 nicht zu bemerken: Jede zum ersten Mal oder nach langer Pause gestartete Anwendung ruckelt erst einmal. Egal, ob man die Fitness-App aufruft oder im Hauptmenü navigiert. Möglicherweise liegt das am mit 512 MB doch schmal bemessenen Arbeitsspeicher. Der Speicher für Musik ist auf 4 GB Speicher bemessen, neben einem Mikrofon gibt es auch einen Lautsprecher an der Zenwatch 3.

Akku-Laufzeit

340 mAh fasst der Akku - das ist für eine Smartwatch ein üblicher Wert und sollte für einen ganzen Tag Nutzungszeit ohne zwischenzeitliches Aufladen ausreichen. In unserem Test war der zuvor voll geladene Akku der Zenwatch 3 nach 44 Stunden geleert, wobei die Datenuhr nachts jeweils nur im untätigen Standby agierte. 28 bis 30 Stunden Akku-Laufzeit sollten bei durchgängig eingeschaltetem Allways-on-Display und mehreren auf dem Smartphone eingerichteten Konten mit Benachrichtigungsanzeige auf Display und über den Vibrationsmotor der Uhr - ein vergleichsweise ordentlicher Wert. Zum Laden des Akkus der Zenwatch 3 liefert Asus einen kleinen Ladering mit, auf den die Uhr gelegt werden soll - doch das ist nicht wegen der vorgekrümmten Armbänder gar nicht so einfach. Also die Zenwatch 3 mit zwei Händen auf den magnetischen Ring legen und dann beides hochkant auf dem Nachttisch ablegen. Die Ladezeit ist angenehm kurz: Nach einer Viertelstunde ist der Akku wieder zu 60 Prozent aufgefüllt, nach einer halben Stunde komplett.

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Asus ZenWatch 3 Unboxing: So schön kann eine Smartwatch sein (33 Bilder)

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Fazit

Design ist immer Geschmackssache. Mir gefällt das Aussehen der Asus Zenwatch 3 im Test sehr gut. Sie ist nicht zu dick, hervorragend verarbeitet und geht auf den ersten Blick als normale Armbanduhr durch. Die drei Knöpfe sind hilfreich, die Akkulaufzeit für einen Tag kein Problem. Leider lassen sich die Armbänder nicht ohne weiteres gegen Ersatzbänder aus dem Zubehör tauschen, und es gibt weder GPS, noch Pulsmesser. In der 3. Generation ist die Zenwatch von Asus endlich konkurrenzfähig geworden. Wären da nur nicht die störenden Systemhakler. Bleibt zu hoffen, dass der Hersteller mit einem Update für Abhilfe sorgt. Dafür ist der Preis der Asus Zenwatch 3 mit 229 Euro (UVP) vergleichsweise günstig, auch wenn beispielsweise die Moto 360 (2nd Gen) mehr Leistung für ähnliches Geld bietet.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 28.12.16 10:53 Aladan (Member)

    Ich würde die Uhr im Bett wohl eher anbehalten und morgens beim Duschen aufladen. Dank der Schnellladetechnik reichen die paar Minuten dann ja für den restlichen Tag.

  2. 19.12.16 20:05 DerHelmut (Youngster)

    Da bleib ich dann doch bei der ZenWatch2, da kann man wenigstens das Armband problemlos wechseln... und über den Tag komm ich damit auch locker.
    Und nachts wird eh geladen.

    Hoffe nur, dass nicht wieder irgend so ein sinnloses Update die Einsatzfähigkeit zerstört. Nochmal kauf ich nicht wieder ein neues Handy: Vor Kurzem war nach dem Update von Wear auf meinem Handy mit Android 4.4. die Verbindung irreparabel zustört, erst mit einem neuen Handy mit Android 6 funktioniert alles wieder...

  3. 11.12.16 22:30 TONG (Gesperrt)

    Für mich ist 1 Tag vollkommen ausreichend, wenn man den auch komplett erreicht.
    Wenn ich nach Hause komm, leg ich sie sowieso ab und dann wird sie aufgeladen.
    Und der Ladevorgang, zumindest bei meiner Moto 360, geht sehr schnell.
    Doch für 229 EUR würde ich lieber zu einer der neuen Fossil Q-Smartwatches tendieren, auch wenn das Display besonders vom schrägen Blick, nicht zu den besten gehört.
    Dafür ist das Design eher massentauglicher, die Technik ebenfalls auf dem aktuellsten Stand und man kann die Armbänder problemlos wechseln.

  4. 11.12.16 18:10 Marketinghoschi (Expert Handy Profi)

    1 Tag Laufzeut ist auch für mich inakzeptabel.

  5. 11.12.16 17:40 St3ps (Member)

    Akkulaufzeit 1 Tag? Ist imho eher ein K.O.-Kriterium.

    Bei der Samsung-Aktion Gear S3 + zusätzlichem Armband war das zusätzliche Armband nur "M". Da nützt es auch nix, das die Armbänder austauschbar sind, wenn man min. "L" benötigt. Und der Support reagiert nicht mal auf die Mail. x(

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