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Huawei Fit

Smartwatch
 
Autor: Steffen Herget 18.01.2017 - 18:00 | 2

Huawei Fit Testbericht

Huawei Fit Test: Halb Smartwatch, halb Fitnesstracker, doppelt Spaß

Die Huawei Fit ist halb Smartwatch, halb Fitness-Tracker. Dass so ein Hybridgerät nicht schlecht sein muss, zeigt Samsung schon mit der Gear Fit. Im Test stellt die Huawei Fit ebenso ihre Qualitäten unter Beweis.

Design und Verarbeitung

Die Huawei Fit sieht auf den ersten Blick erst einmal aus wie eine ziemlich kompakte Uhr. Ihr Corpus hat einen Durchmesser von knapp vier Zentimetern und ist fast einen Zentimeter dick. Letzteres fällt allerdings gar nicht so sehr, auf, denn die rundliche Rückseite kaschiert die Dicke gut. Für eher breite Handgelenke ist die Huawei Fit optisch ein wenig zu klein, das geringe Gewicht von etwa 35 Gramm sorgt für ein angenehm unauffälliges Tragegefühl.

Die Verarbeitung der Huawei Fit ist gut gelungen. Das Gehäuse besteht aus Aluminium, der Pulsmesser an der Unterseite ist ebenso mit Corning Gorilla Glass 3 geschützt wie das Display. Bedienknöpfe gibt es nicht, alles wird über den Touchscreen gesteuert. Aufgeladen wird die Huawei Fit über kleine Pogo-Pins an der Unterseite, die an der beiliegenden Ladeschale andocken, die wiederum an ein Micro-USB-Kabel angeschlossen wird. Die magnetische Verbindung zwischen Dock und Uhr ist recht stark, aus Versehen wird hier niemand den Ladevorgang unterbrechen. Die Huawei Fit besitzt eine Standardaufnahme für Uhrenarmbänder, das mitgelieferte Kunststoffband ist angenehm weich und gut zu tragen. Wer die Huawei Fit doch einmal neu starten muss, weil sie sich aufgehängt hat, kann dies über den kleinen Restart-Knopf an der Unterseite des Docks tun. In unserem Test war das aber nicht nötig.

Huawei Fit | (c) Areamobile

Huawei Fit | (c) Areamobile

Huawei Fit | (c) Areamobile
Huawei Fit | (c) Areamobile
Huawei Fit | (c) Areamobile

Ladeschale

Huawei Fit

Profilansicht | (c) Areamobile

 

Das Gehäuse der Huawei Fit ist wasserfest nach IP68 und hält einen Druck von 5 ATM aus. Das reicht für Regengüsse, in der Badewanne oder beim Spülen. In der Dusche oder beim Schwimmen wird allgemein ein Wert von 10 ATM empfohlen. Zumindest in der Dusche hat unser Testgerät der Huawei Fit aber kein Wasser durchgelassen. Für intensiven Wassersport oder Tauchgänge ist das Wearable nicht gemacht.

Software und Funktionen

Auf der Huawei Fit läuft ein proprietäres Betriebssystem von Huawei. Die Uhr arbeitet mit allen Android-Geräten ab Version 4.4 ebenso zusammen mit Apple-Geräten ab iOS 8. Die Software der Huawei Fit kann in Sachen Funktionsvielfalt zwar nicht mit Android Wear oder Tizen mithalten. Es gibt auch keine Apps, die man auf der Huawei Fit installieren könnte. Auf dem Smartphone, das mit der Huawei Fit gekoppelt wird, muss wiederum die Huawei-Wear-App installiert werden, die kostenlos verfügbar ist.

Mit konkreten Angaben zur Hardware der Huawei Fit hält sich der Hersteller merklich zurück. Die Auflösung des stromsparenden Memory-LCD, das 1,04 Zoll groß ist, wird ebenso wenig genannt wie der Prozessor oder der Speicher. In der Huawei Fit stecken ein Sechs-Achsen-Sensor, der als Acceloremeter und Gyrometer fungiert, ein Umgebungslichtsensor, ein Pulsmesser und ein Bluetooth-4.2-Modul. Der Bildschirm arbeitet als kapazitiver Touchscreen, gesteuert wird mit horizontalen und vertikalen Wischbewegungen. So navigiert man durch die Menüs, um ein Work-out zu starten, den Puls zu messen, sich Benachrichtigungen oder den Schrittzähler anzuzeigen und die Einstellungen anzuzeigen.

Huawei Fit | (c) Areamobile
Huawei Fit | (c) Areamobile
Huawei Fit | (c) Areamobile

Standard-Ziffernblatt

Pulsmesser

Schrittzähler | (c) Areamobile

 

Auf der Huawei Fit sind sechs verschiedene Ziffernblätter vorinstalliert, die teils wie eine analoge Uhr aussehen, teils digital die Zeit anzeigen. Das Standard-Ziffernblatt hat oben eine große Fläche, auf der "Start" steht und ein Läufer abgebildet ist. Das ist jedoch nur ein optischen Gimmick und kein Weg zum Schnellstart eines Work-outs. Wird die Hand mit der Uhr gehoben, wacht das Display automatisch auf. Im Standby zeigt die Huawei Fit mit digitalen Ziffern die Uhrzeit an, sonst nichts.

Alltag und Akku

Die Huawei Fit unterstützt die Erfassung von Trainingsarten wie Laufen, Gehen, Radfahren, Laufband und - trotz des nicht optimalen Wasserschutzes - Schwimmen. Jeweils die zuletzt verwendete Art des Trainings lässt sich dabei schnell starten, man braucht dann einen Klick weniger. Nach dem Training wird der Stop-Knopf gedrückt, um die Aufzeichnung zu beenden. Auch eine Pause zwischendrin ist möglich. Die Daten werden dann an die Huawei-Wear-App geschickt. Dazu zählt auch eine kontinuierliche Puls-Kurve, jedoch keine GPS-Aufzeichnung.

Eigentlich soll die Huawei Fit es dem Anwender ersparen, ein Training manuell zu starten. Das Wearable soll von selbst erkennen, dass man joggen geht oder Rad fährt, und dann die Aktivität entsprechend aufzeichnen. Im Test funktionierte das allerdings nie: Wenn man nicht manuell ein Training startet, kann man noch so fleißig sein, aufgezeichnet wird nichts. Immerhin: Wer zu lange still sitzt, wird mittels Vibration und einer entsprechenden Anzeige auf dem Display der Uhr dazu aufgefordert, sich zu bewegen. Die automatische Überwachung des Schlafes, die auch zu den Aufgaben der Huawei Fit gehört, funktioniert im Test zuverlässig.

Huawei Fit | (c) Areamobile

Pulsmesser | (c) Areamobile

Ähnlich wie eine Android-Wear-Smartwatch kann die Huawei Fit auch Benachrichtigungen vom Smartphone darstellen, und zwar generell von allen Apps, die auch Benachrichtigungen auf dem Smartphone anzeigen können. Dieses Feature muss in der Huawei-Wear-App aber erst einmal aktiviert werden, dann kann der Anwender für jede App auswählen, ob sie ihre Nachrichten auf die Uhr pushen soll. Das ist an sich gut so, allerdings sind viele Nachrichten auf der Fit nicht sinnvoll anzuzeigen und schon gar nicht zu beantworten. Ebenfalls unschön: Wenn man etwa eine neue Whatsapp-Nachricht auf der Fit liest, verschwindet die Benachrichtigung auf dem Smartphone nicht zuverlässig.

Die Kapazität des Akkus in der Huawei Fit ist nicht bekannt. Huawei verspricht eine Laufzeit von sechs Tagen bei normaler Nutzung. Das ist viel für eine Smartwatch und auch für einen Fitnesstracker mit Display gar nicht mal schlecht. In unserem mehrwöchigen Test hielt die Huawei Fit das Versprechen, sechs oder sieben Tage schafften wir mit einer Akkuladung immer. In gut einer Stunde ist die Huawei Fit wieder aufgeladen.

Fazit

Klar, die Huawei Fit ist noch nicht perfekt. Vor allem die Benachrichtigung und die automatische Erkennung von Aktivitäten müssen noch verbessert werden, auch an der Touch-Bedienung könnte Huawei noch feilen. Insgesamt gefällt uns die Mischung aus Fitnesstracker und Smartwatch im Test aber durchaus gut. Das Display ist gut ablesbar, der Akku hält lange durch, und die Uhr ist nicht so klobig wie viele Smartwatches - und mit 149 Euro günstiger noch dazu.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 19.01.17 09:18 Marketinghoschi (Expert Handy Profi)

    Akkulaufzeit ist hier mal...ok.

  2. 18.01.17 19:42 peter0815 (Handy Profi)

    Halb Fisch halb Fleisch - wat n schei.......

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