Das System beschränkt sich auf ein Java-Midlet auf J2ME-Basis (läuft ab MIDP1.0, funktioniert aber besser mit MIDP2.0), das im wesentlichen auf jedem aktuellen Handymodell klaglos seinen Dienst verrichtet. Je nachdem, wie der zur Lokalisierung unabdingliche GPS-Empfänger angesprochen werden soll, muss die Virtual Machine aber den JSR-82 für Bluetooth-Connectivity mit virtueller serieller Schnittstelle – Teil des sogenannten Generic Connection Frameworks – unterstützen bzw. den JSR-179 bei im Handy integrierten GPS bzw. AGPS-Modul (Location-API). Für die Soundausgabe muss das Gerät weiterhin über die Packages des JSR-135 verfügen, der für die MP3- und WAV-Wiedergabe aus Java-Applikationen veranwortlich ist.
Die Bedienung des Systems ist denkbar einfach: über die Oberfläche des Midlets gibt der Nutzer einfach den gewünschten Zielort ein und übermittelt die Daten anschließend an den Jentro-Server. Dieser berechnet nach Bedarf die kürzeste bzw. schnellste Route unter Berücksichtigung aktueller Verkehrsinformationen und sendet die Routing-Information wieder ans Handy zurück. Dabei beschränken sich angesichts der nicht vorhersehbaren Displaygröße und des durch GPRS eingeschränkten Datenvolumens die Daten auf GPS-Koordinaten basierende Bewegungs-Informationen, detailliertes Kartenmaterial wird derzeit nicht mit ausgeliefert, soll aber ab September für Smartphones und PDAs mit größeren Displays und höherer Speicherkapazität optional zur Verfügung stehen. Wie auch bei der Route66-Lösung werden benötigte Richtungsänderungen mit einer netten Computerstimme über die Freisprecheinrichtung des Telefons wiedergegeben, sofern das Handy des Nutzers über dieses Feature verfügt.
Da das Kartenmaterial von Falk in Echtzeit zur Verfügung gestellt wird, hat man bei der Activepilot-Lösung immer die Garantie, auf aktuelle Straßenkarten zurückzugreifen – inklusive Stauinfos, Behinderungen und Umleitungen. Auch die Landesunabhängigkeit macht ActivePilot zu einer besseren Wahl für Kunden, die viel reisen: Ausführliches Kartenmaterial steht auch von Italien, Großbritannien und Deutschlands westlichen Nachbarländern zur Verfügung.
Kurze Routen unter 50km Länge werden in diesem Tarifmodell mit €0,89 zzgl. GPRS-Gebühren berechnet, längere Routen für €1,49; zwei Routen sind pro Monat inklusive. Der alternative Professional-Tarif erlaubt dem Nutzer für eine monatliche Pauschale von €16,99 die unbegrenzte Nutzung des Dienstes. Der Einstieg in die unbegrenzte GPS/GPRS-Flexibilität ist nur fast halb so teuer wie das komplette Route66-Paket und soll inklusive Bluetooth-GPS-Empfänger, jährlicher Gebühr und 25 Freifahrten €189,- kosten. Jentro geht aber davon aus, das Produkt im Handy-Bundle für unter €100,- anbieten zu können.
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Activepilot
Sowohl Deutschland 2005 von Route66 als auch Activepilot von Jentro/Falk sind gemessen an ihrer Featureliste angemessene Ersatzlösungen für ein integriertes Navigationssystem im Kfz bzw. ein teures Navigationssystem auf PDA-Basis. Gerade Activepilot ist für Kunden, die über alles andere als ein dediziertes Smartphone verfügen eine interessante Alternative zu kostspieliger Hardware und sollte auf allen gängigen Handys laufen, die auch Java unterstützen. Route66 Deutschland 2005 hingegen ist eine deutlich kostspieligere Lösung, die aber einen kompletten stets vorliegenden Kartensatz mitbringt, keine Folgekosten nach sich zieht und darüberhinaus auch über eine äußerst ansprechende Form der Präsentation verfügt. Andere Systeme wie T-Mobiles Navigate Bluekit oder der Wayfinder Mobile Navigator sind entweder nicht so flexibel oder ungleich teurer als die beiden hier vorgestellten Lösungen. ()
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