Im wesentlichen sieht das Grundvertragsmodell von UTMS drei verschiedene Kundenklassen vor: Gold User, Silver User und Brown User. Der Gold User kann dabei außerhalb von Hot Spots maximal 384 kbit/s und mindestens 144 kbit/s erwarten. Außerdem wird er bei der Kanalvergabe gegenüber den beiden anderen User-Klassen bevorzugt behandelt, wofür er aber naturgemäß auch die höchsten Gebühren zahlen muss. Dem Silver User werden hingegen nur 64 kbit/s garantiert, er kann aber auch Bitraten von bis zu 144 kbit/s erreichen. Brown User müssen sich mit einer zugesicherten Übertragungsgeschwindigkeit von gerade einmal 16 kbit/s zufriedengeben, können aber durchaus auch mit 144 kbit/s im Netz unterwegs sein.
Neben den unterschiedlichen Userklassen gibt es ebenso auch verschiedene Abrechnungsmöglichkeiten, die sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Der Kunde kann sich in der Regel zwischen einem volumen- und einem zeitbasierten Datentarifmodell entscheiden, wobei sich die Abrechnung nach Datenvolumen auf Grund der derzeitigen Anlaufschwierigkeiten von UMTS eher empfiehlt. Eine Übersicht über die aktuellen Tarifangebote der Netzbetreiber findet man in der Tarifübersicht von AreaMobile.
Insgesamt werden sich die Preise in einem für den Konsumenten erträglichen Rahmen halten, da die Mobilfunkunternehmen eine breite Kundenschicht anvisieren, um die mit dem Aufbau der UMTS-Infrastruktur mittelbar und unmittelbar verbundenen hohen Investitionen wieder einzuspielen. Insbesondere durch das Angebot von multimedialen Diensten will man die Umsätze um ein Vielfaches steigern, während die reinen Gesprächsgebühren bei den Umsatzplanungen immer mehr an Bedeutung verlieren werden. Es wird sogar gemutmaßt, dass Handygespräche in UMTS-Netzen eines Tages völlig kostenlos sein könnten, da sie ohnehin keine nennenswerten Einnahmen mehr für die Netzbetreiber darstellen und zudem Sprachdienste nun auch über das Internet paketorientiert durchgeführt werden können, was wesentlich kostengünstiger ist. Durch diese Subventionierung der mobilen Telefongespräche, wie es bereits heute bei den Gerätepreisen üblich ist, könnten potenzielle Kunden zum Kauf eines UMTS-Handys angeregt werden.
Ein Blick über die Grenze zeigt, dass die Preise in Österreich sich auf einem ähnlichen Niveau bewegen und in Großbritannien sogar etwas höher liegen wie bei uns in Deutschland. Dafür gibt es dort neben den reinen Datentarifen zudem die hierzulande bislang noch unbekannten UMTS-Tarifmodelle, die das gesamte Mobilfunkangebot abdecken.
Weitere derzeit erhältliche UMTS-Geräte findet man in der unten aufgeführten Liste:
In den kommenden Jahren wird aber mit einer wahren Flut von neuen 3G-Handys zu rechnen sein, so dass das oben aufgeführte Angebot nur einen kurzen Schnappschuss des derzeit am Markt befindlichen Angebots darstellt. top
Stand: 21.05.2004
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