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IFA 2005: Neuheiten

Ihren Namen trägt die Internationale Funkausstellung in Berlin nicht zu Unrecht. Hallenweise stellen Hersteller und Großhändler ihre neuen Produkte rund um Funk, Multimedia und Fernsehen vor, der Lärm in den Hallen, der von tausenden großflächer Plasma-Screens abstrahlte, führte nicht selten zu hörsturzverursachenden Kakophonien, sodass wir froh sein konnten, in erster Linie ausschließlich über die "wirkliche" Funkwelt - die des Mobilfunks nämlich - berichten zu dürfen.

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Es darf gefunkt werden

Ihren Namen trägt die Internationale Funkausstellung in Berlin nicht zu Unrecht. Hallenweise stellen Hersteller und Großhändler ihre neuen Produkte rund um Funk, Multimedia und Fernsehen vor, der Lärm in den Hallen, der von tausenden großflächer Plasma-Screens abstrahlte, führte nicht selten zu hörsturzverursachenden Kakophonien, sodass wir froh sein konnten, in erster Linie ausschließlich über die "wirkliche" Funkwelt - die des Mobilfunks nämlich - berichten zu dürfen.

Der Mobilfunk gibt sich auf der IFA nämlich normalerweise eher ruhig: so richtig haben die Handyhersteller die Messe, die erstmals 1924 am Westberliner Messegelände ausgetragen wurde und damals das Radio als bahnbrechende Innovation feierte, noch nicht für sich entdecken können. Tatsächlich ist die Messe eher ein Tummelplatz für Unternehmen aus aller Welt die auch nur im entferntesten etwas mit dem Thema Entertainment, Soundsysteme, Multimedia oder TV zu tun haben. Dementsprechend groß sind Aufbauten und Plasmaröhren gestaltet: die Gigantomanie der Funkausstellung erlebt 2005 einen weiteren Höhepunkt und wer sich für die flachen Riesenfernseher begeistern kann, wird auf dem Messegelände schon beim Eintritt in die Haupthalle fündig: Samsung hat es sich nicht nehmen lassen, die flächenmäßig größte der Hallen mit seinem Vollsortiment vollzustellen. Gleich am Eingang wird man nicht von lächelnden Blondinen oder sich verschmitzt verbeugenden Koreanern begrüßt, sondern von zwei ultragroßen, ultraflachen und vor allem ultralauten Plasma-TVs, auf denen fragwürdige Pyro-Action aller Coleur und Altersfreigabeklassen dem staunenden Messebesucher entgegenspringen.

Ganz besonders kreativ zeigt sich dieses Jahr Sony auf der IFA, die die komplette Messehalle 18 - gleich gegenüber von Samsung - beanspruchen. Der Raum ist vollständig mit schwarzen Gaze-Streifen ausgehängt, durch die man umrieselt von wummernder Trance-Musik sich seinen Weg durch die düstere, nur mit psychedelischen Leuchteffekten ausgestrahlte Halle bahnen muss. Zwischendurch stolpert man in eine von 6 Display-Inseln, in denen man ein wenig verträumt die Innovationen des japanischen Elektronikgiganten bewundern darf. Extrem kreativ gibt sich der Konzern bei der Auswahl der anwesenden Mitarbeiter: es gibt keine - zumindest keine sichtbaren. Technik, die sich selbst erklärt - wer braucht da eine eilig angelernte Promo-Studentin ? Völlig unübersehbar ist hingegen der Bereich, auf dem Sony seine Wunderkonsole PSP vorstellt. Hier sollte man sich vorsichtshalber nicht zu schnell bewegen: die Gefahr, über die Spielermassen zu stolpern, die wie Raubtiere (sehr junge, wohlgemerkt) auf der Hatz nach dem nächsten PSP-Game übereinanderkriechen, ist nicht zu unterschätzen. top

Foto: AMB | Sony: Gamers @ Work

Foto: AMB | Sony: Chillen in der Röhre

Mobile TV: Reduced to the Max

Neben Samsung, LG und Siemens stellte auch T-Mobile Endgeräte und Services für das Thema des nächsten Jahres vor: digitales Rundfunk-Fernsehen für mobile Endgeräte. Spannenderweise scheint man sich tatsächlich bislang noch nirgends auf einen Standard geeinigt haben zu können: während Samsung und LG vehement darauf bestehen, dass der im wesentlichen aus Korea importierte DMB-Standard die Filme auf dem Handy zum Laufen bringen soll, zeigt Siemens in einer etwas abgeschieden gelegenen und ausgenüchtert wirkenden Halle die Weiterentwicklung des DVB-H-Prototypen, den wir schon auf der CeBIT in Aktion gesehen haben. Diesmal gibts aber Details und das schlimmste nehmen wir gleich vorweg: dieses Gerät wird es nie - zumindest nicht in dieser Form - im Handel geben, es handelt sich ausschließlich um ein Vorführgerät für Entscheider, Entwickler und alle anderen Interessierten, deren Berufsbezeichnung mit Ent beginnt.

Foto: AMB | Siemens DVB-H Prototyp

Zum Beispiel entgeltlos vorbeischauende Journalisten. Wir staunten nicht schlecht, als ein freundlicher Ingenieur uns in die Geheimnisse des heiligen Grals einweihte und seinen Stylus zückte. Es öffneten sich Fenster, es flackerte eine Taskleiste: Linux war auf dem Gerät installiert ! Die Freude wich nach kurzer Dauer der Euphorie, denn sofort begann die DVB-H-Präsentation. An der Geschwindigkeit, mit der das Videobild samt Ton wiedergegeben wird, hat sich seit der CeBIT nicht viel verändert: sie ist erstklassig. Völlig anders als das viel umworbene "Mobile-TV" via UMTS von Vodafone und mittlerweile auch T-Mobile leistet sich Siemens Prototyp beim Fernsehbild keine Patzer, keine Klötzchen und keine Schlieren - nur der Touchscreen hätte etwas brillanter ausfallen können. Man versicherte uns, dass dies etwa der Produktivqualität entspräche - auch wenn der DVB-H-Sender nur etwa einen Meter entfernt in einem Glasschrank stand.

Samsung und LG wandeln auf bekannten Pfaden: ist in Seoul mobiles Fernsehen über einen terrestrischen Sendekanal bereits seit Anfang des Jahres im Abo-Verfahren erhältlich, müssen die beiden Hersteller lediglich GSM-Chips in die Geräte bauen und nach Europa verfrachten. DVB-H ist für beide aber noch ein Fremdwort, DMB - Digital Media Broadcasting - lautet der Standard, den die Koreaner schon lange erfolgreich nutzen.

Foto: AMB | Samsung DMB-Receiver mit GPS und Windows Mobile 5.0

Und so haben beide Hersteller kurzerhand auch alle ihre koreanischen Mobiltelefone mit DMB-Unterstützung mit nach Deutschland gebracht und ausgestellt; eine eher seltene Nettigkeit gegenüber sensationshungrigen Handy-Redakteuren. Auf den Endgeräten liefen Windows XP embedded-Systeme und DMB-Receiver, die das Videobild häufig zerrissen, mit dem Ton desynchronisierten und irgendwie weniger überzeugend schienen als das Modell von Siemens. Dafür haben sie einen Vorteil: sie sind bald am Markt erhältlich.

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