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Roaming: Telefonieren im Urlaub

Inhaltsverzeichnis

Bald ist es wieder soweit - Sonne, Sand und Meer, soviel das Herz begehrt. Kurz gesagt, ein traumhafter Urlaub steht bevor, den Sie sich seit langem verdient haben. Und den Sie vermutlich nicht unbedingt in Deutschland verbringen wollen, sondern dort, wo Sie Ihr Fernweh hinführt. Also schnell von der Arbeit frei nehmen, ein Reiseziel auswählen, Tickets buchen, die Koffer packen und unter keinen Umständen das Handy vergessen! Doch trotz des allzu menschlichen Bdefürfnisses, den Daheimgebliebenen in Echtzeit von unseren Erlebnissen berichten zu können, sollte man sich manchmal besser etwas zurückhalten. Denn das über jeder Telefonrechnung des Urlaubers kreisende Schwert heißt Roaming: das "Umherwandern" in den Netzen ausländischer Netzbetreiber (bzw. die Nutzung derer Leistungen) kostet den Urlauber immer Geld - und das nicht zu knapp. Schon ein kurzer telefonischer Gruß aus dem Urlaubsparadies in die Heimat kann mit sündhaft hohen Kosten bestraft werden.

Deswegen lohnt es sich, sich vor der Abreise in den Traumurlaub mit den Roaming-Bedingungen vertraut zu machen, die in dem jeweiligen Land gelten. So kann der Kunde selbst entscheiden, welches Angebot eines Netzbetreibers das günstigste ist. Sollte sich der bevorzugte Anbieter nicht automatisch einstellen, kann er manuell im Handy-Menü ausgewählt werden.

So funktioniert die Netzwahl bei den gängigsten Handy-Modellen:

Man muss aber zugeben, dass dahinter auch eine gewisse Logik steckt - warum soll der Anrufende, der möglicherweise von der Reise seines Gesprächspartners nichts weiß, für sein Nichtwissen bezahlen?! Daher: ruft jemand aus Deutschland eine Person auf dem Handy z.B. in Spanien an, zahlt er/sie lediglich die Kosten für ein innerdeutsches Handytelefonat. Der angerufene Urlauber bezahlt hingegen die Gebühren fürs Roaming im spanischen Netz, das den Anruf an sein Handy weiterleitet.

Vor der Abreise ins Ausland sollte man nicht vergessen, die Mailbox auszuschalten! Wird dies versäumt, können zusätzlich hohe Kosten verursacht werden. In einem solchen Fall muss der Kunde gleich drei mal bezahlen: einmal für das Weiterleiten des Anrufs an den Urlaubsort, wenn der Anruf zurück auf die Mailbox ins deutsche Mobilfunknetz vermittelt wird und schließlich, wenn der Handybesitzer die Box später vom Urlaubsort aus abhört. Alternativ können Urlauber ihr Handy vor Reiseantritt so einstellen, dass alle Anrufe direkt auf der Mailbox landen. Telefonate gelangen dann gar nicht erst ins Ausland. Der Kunde erhält lediglich eine SMS, dass jemand auf seine Mailbox gesprochen hat.

Jeder der vier deutschen Netzbetreiber hat sich darum bemüht, mit ausländischen Anbietern eine Kooperation für die Nutzung ihrer Netze zu vereinbaren. Die abgeschlossenen Verträge ermöglichen die Nutzung der Services oftmals zu günstigeren Bedingungen für Kunden der jeweiligen Partnernetzbetreiber. Besonders günstig ist es in dem Fall, wenn in einem ausländischen Land der gleiche Anbieter wie in Deutschland heimisch ist (so ist z.B. Vodafone auch in Spanien vertreten, das Roaming von O2 Germany zu O2 UK ist hingegen nicht besonders preisgünstig).

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