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Telefonieren von günstig bis umsonst: Alles über VoIP auf dem Handy

 

Skype für Symbian mit Fring

Obwohl es keine eigene Software für Symbian gibt, lässt sich Skype trotzdem auf solchen Handys nutzen. Die kostenlose Software Fring aus Israel ist ein wahrer Multi-Messenger. Damit lassen sich auch Google Talk, MSN Messenger, ICQ und SIP-basierte VoIP-Anbieter verwenden.

Alle Kontakte stehen in einer gemeinsamen Liste, so das man fast nicht merkt, über welches Netz man gerade kommuniziert. Ein wahrer Tausendsassa also, der VoIP auch auf Handys ermöglicht, wo sie eigentlich gar nicht funktionieren soll. In Großbritannien blockieren Vodafone und Orange die Internet-Telefonie nach dem SIP-Standard seit April auf ihren subventionierten Nokia N95, doch mit Fring ließ sich die Sperre sofort umgehen. Das Problem ist nur: Auch beim Skypen mit Fring konnten gelang es uns nicht, in den Netzen von Vodafone und E-Plus eine Sprachverbindungen aufzubauen.

Foto: AMB | SMS-Download

 

Nur Chats und ein Anruf zum Echo-Test waren möglich. Fring scheint also auch gefiltert zu werden. Aber wer die Software zum VoIP-Telefonieren über UMTS verwendet, muss sowieso mit dem Klammerbeutel gepudert sein. Bei den teuren Datenpreisen kommt nur WLAN in Frage. Installiert wird Fring einfach per SMS-Download von http://www.fring.com/download. Sekunden später kommt eine SMS mit einem Link für den Download der Software. Einfach anklicken und die Software installieren. Eventuelle Sicherheitswarnungen können ignoriert werden. Gestartet wird Fring dann durch einen Klick auf das Logo mit dem eckigen Gesicht.

 

Fring funktioniert über GSM und WLAN. Man muss sich nur den passenden Zugang aussuchen. Als nächstes gibt man seine Zugangsdaten zu Skype, MSN, Google Talk und ICQ in die Software ein, die danach auf den Servern der israelischen Firma lagern. Die Passwörter werden also einem Dritten zugänglich gemacht, der damit theoretisch auch Missbrauch treiben kann. Das ist nicht jedermanns Sache, aber bei Voxalot und Gtalk2VoIP, die im beschrieben wurden, funktioniert es ähnlich. Die Software übermittelt die Login-Daten für Skype an die Server von Fring, von denen dann eine Brücke zu Skype hergestellt wird. Das funktioniert sehr gut, aber es ist kein wirklicher "Skype auf Symbian". Wenn die Daten eingetragen sind, loggt Fring sich bei allen Messaging Services ein.

 

Denn auch mit Google Talk und MSN lassen sich Sprachverbindungen aufbauen. Der Aufbau eine Skype-Telefonates ist nicht ganz logisch. Der Kontakt wird angeklickt und dann muss der Nutzer "Call" und "fring call" markieren. Die Software kann die Kontakte in der Liste nämlich auch übers Handy-Netz, einen VoIP-Provider oder über den kostenpflichtigen SkypeOut-Service anrufen. Die Tonqualität ist ziemlich gut bei Gesprächen über WLAN. Zwar nicht so gut wie von PC zu PC, aber akzeptabel. Wenn beide Gesprächspartner aber nebeneinander stehen, dann fällt doch eine kleine Verzögerung bei der Übertragung der Sprache auf. Sollte die Sprachübertragung nicht funktionieren, dann kann wenigstens über Skype gechattet werden. top

 

iSkoot

Im Gegensatz zu Fring und Skype für Windows Mobile funktioniert iSkoot immer. Das liegt daran, dass die Software für Symbian, Windows, Blackberry, Palm und andere Betriebssysteme die Skype-Telefonate übers Mobilfunknetz verbindet. In 44 Ländern hat iSkoot Einwahltelefonnummern, welche die Software automatisch anruft, sobald man einen Skype-Kontakt erreichen möchte. Die deutsche Nummer stammt aus Duisburg, deswegen kosten solche iSkoot-Anrufe genauso viel wie Telefonate ins Festnetz. Auch iSkoot wird per SMS-Download von der Website http://www.iskoot.com installiert.

Allerdings ist die Software weniger flexibel als Fring. Schon bei der Anmeldung muss man auf der Website seinen Skype-Namen und weitere Details angeben, aus denen dann eine individuelle Version von iSkoot erstellt wird. Wer später einen anderen Skype-Namen verwenden möchte, muss die Software wieder neu installieren.

Foto: AMB | Fring imInternet

 

Nach dem Start sieht iSkoot ähnlich aus wie die anderen Skype-Varianten für Handys. Die Kontakte stehen alphabetisch geordnet untereinander und ihre Verfügbarkeit wird angezeigt. Beim Anklicken eines Kontaktes kann man sich entscheiden, ob man ihn gleicht anruft oder erst einmal chattet. Der Chat sieht optisch ziemlich schick aus und setzt die Smileys gleich in richtige Grafiken um.

 

Sobald ein Skype-Telefonat geführt werden soll, wird es interessant. Für Sekundenbruchteile erscheint eine Anzeige wie unten links abgebildet. Dann verschwindet iSkoot plötzlich vom Bildschirm und ein ganz normales Telefonat zur Einwahlnummer von iSkoot wird aufgebaut. iSkoot-Nutzer sollten nicht vergessen, dass sie auch Mobilfunk-Gebühren zahlen müssen, wenn sie angerufen werden. Die Software auf dem Handy bekommt dann über GPRS, UMTS oder WLAN ein Signal, dass sie sich beim Server von iSkoot einwählen soll, um das Gespräch zu verbinden. Glücklicherweise lässt sich diese Funktion einfach abschalten. Wer aber dauernd über Skype erreichbar sein muss, wird sich darüber freuen. top

 

Ganz Lowtech geht`S mit Mobivox

Obwohl iSkoot-Anrufe ganz normale Telefonate sind, funktioniert die Software nicht mit allen Mobiltelefonen. Besitzer von Billig-Handys oder sind von der Nutzung ausgeschlossen. Trotzdem müssen sie nicht verzichten, denn ihnen hilft das Voxgirl. So heißt die nette Stimme aus dem Computersystem des VoIP-Anbieters Mobivox. Ähnlich wie iSkoot hat die Firma Einwahlnummern in 36 Ländern. Ihr Service wird aber nicht über ein Handy-Programm bedient, sondern mit Spracheingaben.

Foto: AMB | So niedlich ist das Voxgirl von Mobivox

 

Mobivox fragt neue Kunden bei der Anmeldung nach ihrem Benutzernamen und dem Passwort für Skype, um sich damit die Kontakte aus dem Skype-Adressbuch auf seinen Server zu kopieren. Wer den Service dann benutzen möchte, wählt die nächstliegende Einwahlnummer (http://www.mobivox.com/countries/) und nennt den Skype-Namen seines Freundes. Solche Anrufe sind kostenlos, es müssen nur die Telefongebühren zu der Einwahlnummer gezahlt werden. Praktisch ist Mobivox ebenfalls für Handy-Anrufe ins Ausland, denn das Voxgirl verbindet auch zu normalen Telefonnummern. Neben der Einwahlgebühr fallen nur ein paar Cent pro Minute an, weil die Telefonate günstig über VoIP verbunden werden. Anrufe zwischen Mobivox-Kunden sind sogar kostenlos wie Skype-Telefonate. top

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Lesen Sie alle 17 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 10.06.10 05:55 Bai Lan De (Gast)
    Herr

    Kann ich das alles auch mit einem chinesischen Chip machen? China>Deutschland, Deutschland>China
    MfG Theo

  2. 09.10.09 00:59 samirzahra (Gast)

    salut

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