Teil I: Einleitung |
Googlemail | Qik | Fring
Teil
II: Truphone | Google Maps | Opera Mini |
Devicescape
Teil
III: Quickoffice | Dailyme.tv | Zyb | Fazit
Spätestens der Mobile World Congress 2008 hat es gezeigt: Die Software von Mobiletelefonen ist heute oft wichtiger als die Hardware. Telefonieren und SMS versenden können alle Geräte. Doch entscheidend ist, welche Zusatzfunktionen sich nachträglich installieren lassen. Dazu muss man nicht erst auf neue Handy-Betriebssysteme wie Android, Openmoko oder LiMo Linux warten, welche die absolute Freiheit bei der Wahl der installierten Programme und Funktionen versprechen. Auch Symbian, Windows Mobile, Blackberry und Java ermöglichen unglaubliche Tricks, durch die das Handy zum mobilen Allzweckassistenten wird, der kaum Wünsche unerfüllt lässt. Schließlich sind viele Mobiltelefone heute besser ausgestattet als ein PC, weil sie neben Videokameras auch über eine Satelliten-Navigation per GPS verfügen und ihre Internet-Anbindung oft schneller als ein DSL-Anschluss ist. Trotzdem wissen viele Anwender immer noch nicht, welches Potenzial wirklich in ihren Geräten steckt. AreaMobile hat deswegen einmal die zehn besten Programme ausgewählt, die jeder installiert haben sollte.
Eine E-Mail-Adresse von Google bietet schier unbegrenzten Speicherplatz für eingehende Nachrichten. Im Moment sind es knapp sieben Gigabyte, aber diese Menge wächst stetig. Wer den Webmailer benutzt, freut sich besonders über die einfache Bedienung, wie die automatische Vervollständigung von Adressen bei der Eingabe oder die blitzschnelle Suchfunktion. Bei vielen dieser Funktionen setzt Google allerdings auf die neuesten Ajax-Techniken für die Website-Programmierung. Die Benutzung am PC beschleunigt sich extrem, weil kaum Daten übertragen werden müssen, aber die meisten Handy-Browser sind damit überfordert. Entweder hängen sie sich gleich nach dem Aufruf der Website auf oder Google leitet auf eine abgespeckte HTML-Version fürs Handy um, deren Design und Komfort an die mittleren Neunziger Jahre erinnert.
Experten verwenden deswegen die Java-Software fürs Handy, die Google unter http://www.googlemail.com/app zum kostenlosen Download anbietet. Damit sieht Googlemail fast so schick aus wie auf dem PC und lässt sich mit dem Navkey oder der Handy-Tastatur bedienen. Weil nicht für jedes E-Mail eine neue Webseite aufgebaut werden muss, hält sich die Menge der übertragenen Daten in Grenzen und Nachrichten kommen schneller auf den Bildschirm. Auch die automatische Vervollständigung der E-Mail-Adressen funktioniert, die bei der HTML-Version natürlich unmöglich ist. top
Mit der Software Qik werden Handy-Besitzer zu TV-Reportern und können Live-Bilder fast ohne Verzögerung von ihrem Mobiltelefon ins Internet senden, wo sie jeder sehen kann. Die Ausstrahlung erfolgt mit bis zu 640x480 Pixeln und 30 Frames pro Sekunde. Während der Aufnahme kann der Kameramann auch direkt mit seinem Zuschauern chatten und Regie-Anweisungen entgegennehmen. Die Live-Videos werden mit S60-Handys wie dem Nokia N95 aufgenommen und mit wenigen Sekunden Verzögerung auf der Website von Qik veröffentlicht. An einer Version für Windows Mobile und eine Java-Client für billigere Handys wird bereits gearbeitet. Qik überträgt aber nicht nur live ins Internet, sondern speichert die Filme auch zum späteren Ansehen auf seiner Website ab.
Unter http://qik.com/areamobile können die Leser von AreaMobile immer die letzten Videos aus der Redaktion sehen. Die Seite hat einen eigenen RSS-Feed, damit man sie auch als Podcast abonnieren kann. Weil Qik sehr gute XML-Schnittstellen anbietet, lassen sich die Filme leicht auf anderen Seiten einbinden. Beispielsweise können die Videos direkt nach der Live-Sendung bei Youtube, Twitter oder auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden, wenn man Qik die Zugangsdaten dafür gibt. AreaMobile hat sich gleich einen eigenen Kanal beim TV-Anbieter Mogulus eingerichtet, auf dem wir abwechselnd Archivmaterial oder neue Live-Videos von Qik senden. top
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