Interview mit Björn Behrendt, Geschäftsführer der hiogi GmbH, über die SMS-Auskunft 44044 und die Community, die hinter den schnellen Antworten steht.
Wer braucht eigentlich hiogi? Die 44044 ist die weltweit erste SMS-Auskunft auf Basis einer Web 2.0-Community. Im Gegensatz zu anderen Services werden eingehende Fragen nicht von einem Call-Center beantwortet oder von einer Datenbank abgefragt, sondern von der hiogi-Wissenscommunity recherchiert. Damit ist die 44044 die persönlichste und bequemste Suchmöglichkeit auf dem Handy.
Und wie funktioniert das? Gerade unterwegs stellt sich oft eine dringende Frage und es liegt fast schon auf der Zunge, aber weit und breit ist kein Internet und kein Experte in Sicht. Hier hilft die 44044: Einfach eine SMS mit der kompletten Frage an die Kurzwahlnummer schicken, und sofort fangen die hiogis an zu recherchieren und wetteifern im Duell um die richtige Antwort.
Und der Preis? Das Ganze kostet nur den Haustarif für die Frage-SMS plus 39 Cent für die Antwort-SMS. Es gibt keine versteckten Extra-Kosten. Und sollte der Fragesteller mal nicht hundertprozentig zufrieden sein, bekommt er unter www.44044.com eine Frei-SMS für seine nächste Frage an die Community.
Wie kamen Sie denn auf die Idee, diese eine Community zu gründen? Mein Kompagnon Christoph Daecke und ich hatten die Idee bei der aufwändigen Benutzung der Mobilseiten von Internet-Suchmaschinen. Die Bedienung und das Stöbern in Hundertausenden Suchtreffern ist auf dem Handy meistens unkomfortabel und kompliziert. Außerdem haben weder Suchmaschinen noch kostspielige Telefonauskünfte sinnvolle Insidertipps oder Erfahrungsberichte zu den Fragen des Alltags parat.
Wer sind die Community-Mitglieder? Die hiogis haben große Freude daran, für andere im Web zu recherchieren, rasch im Bücherregal nachzuschauen oder eben auch ihr Insiderwissen über die neueste Cocktailbar in der Nachbarschaft zu teilen.
Die Community heißt "hiogi" ? hat der Name eine Bedeutung? "hiogi" bezeichnet ursprünglich einen japanischen Faltfächer, der traditionell mit Alltagsszenen bemalt wurde. Bei der 44044 steht hiogi für die breit gefächerte Vielfalt an Alltagsfragen von unterwegs und eine Community aus hilfsbereiten Menschen. Die schlauen hiogis bekommen täglich Anfragen zu allen Lebensbereichen, so zum Beispiel: "Ich stehe im Kaufhaus ? ist die neue Canon IXUS 860 im Internet günstiger?" oder "Wo gibt es das beste Fischrestaurant in Berlin-Kreuzberg?" bis hin zu Fragen wie "Der Fahrplan ist nicht mehr lesbar. Wann kommt an der Haltestelle Lipper Weg in Marl der nächste Bus?". Jede Frage, die in eine SMS mit 160 Zeichen passt, ist herzlich willkommen.
Warum engagieren sich die hiogi-Mitglieder als Antwortgeber? Dank DSL und bezahlbarer Computer ist das Internet zum Mitmachnetz geworden. Bei hiogi kann jeder sein Wissen in spannenden Duellen unter Beweis stellen. Das macht nicht nur Spaß, sondern kommt auch allen zugute, die gerade unterwegs und auf eine schnelle Auskunft angewiesen sind. Die schnelle Hilfe der 44044 schließt so die Kluft zwischen Handy und World Wide Web ? frei nach dem Motto: "Heute bin ich unterwegs und brauche Dich, morgen sitze ich im Büro und helfe Dir."
Das ist aber ein ziemlich großer Arbeitsaufwand. Warum machen sie sich die Mühe? Der größte Anreiz liegt für die meisten hiogis darin, ihre Erfahrungen und Tipps auf www.44044.com zu hinterlegen und ihr Know-how auf diesem Wege zu teilen. Das ist eben eine echte Web 2.0-Community. Zudem spornt das interne Ranking die hiogis an: Sie erhalten "ogi-Taler" für richtige Antworten und Bestätigungen. Jeder monatlich gesammelte ogi-Taler entspricht einem Gewinnlos und jeden Monat gibt es Preise im Gesamtwert von über 1.300 Euro zu gewinnen.
Was war bisher die schwierigste
Frage?
Wir haben mehrere tausend Fragen und Antworten, die auf
der www.44044.com als ständiger Wissenspool archiviert
sind, und von Tag zu Tag werden es mehr. Da ist ein
konkreter Fall schwer zu nennen. Wir können den
Schwierigkeitsgrad nur an der Zeit abschätzen, welche die
Community zum Beantworten der Fragen benötigt. Einmal kam
eine SMS, in der nur "Gromkagawaritel?" stand. Zuerst
dachten wir, dass sich der Absender vertippt hat. Doch
die schlauen hiogis fanden tatsächlich eine Antwort auf
diese Frage. "Gromkagawaritel" ist russisch und bedeutet
Lautsprecher.
top
Der Slogan wirkt jedoch etwas angegraut: "Sims dich schlau". Das Wort "simsen" ist in letzter Zeit mehr und mehr aus der Mode gekommen.
Extrem tolle Idee des Unternehmens! Wenn man die Standard-SMS-Kosten des Netzbetreibers miteinrechnet, zwar recht teuer, aber diesen Leuten gönnt man den Erfolg wirklich (an dem es bisher ja scheinbar noch etwas zu hapern scheint)! Der Artikel ist außerdem super geschrieben!
Und wann ist der erste Vollmond nach dem 21. März? Natürlich jedes Jahr an einem anderen Datum.
Ich habe Dir die wichtigsten Absätze aus Wikipedia kopiert. Sie zeigen wie Ostern sich nach dem Pessachfest richtet und warum es wegen des abweichendenden jüdischen Mondkalenders jedes Mal ein anderes Datum bei uns hat.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Ostern[/url]
Ostern ist im Christentum das Fest der Auferstehung Jesu Christi.
[...]
Jesu Kreuzigung und Auferstehung fielen nach dem NT in eine damalige Pessachwoche; nach den Synoptikern fiel sein Todestag mit dem Hauptfesttag des Pessach, dem 15. Nisan, zusammen. Nach dem Johannesevangelium dagegen starb er am 14. Nisan zur selben Zeit, als die Pessachlämmer im Tempel geschlachtet wurden.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Pessach[/url]
Das Fest fällt gemäß der biblischen Einsetzung in den jüdischen Frühlingsmonat und beginnt nach dem Jüdischen Kalender am Abend des 14. Nisan. Die folgende Tabelle zeigt die Termine von Pessach der letzten und für die nächsten Jahre an. Pessach beginnt wie alle jüdischen Feiertage am Sonnenuntergang des Vorabends.
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Jüdischer_Kalender[/url]
Der jüdische Kalender ist ein Lunisolarkalender. Die Monate sind wie bei einfachen Mondkalendern an den Mondphasen ausgerichtet, es existiert jedoch gleichzeitig eine Schaltregel zum Angleich an das Sonnenjahr.
[...]
Der Kalender kombiniert das Mond- mit dem Sonnenjahr. Daher werden die einzelnen Feiertage zwar immer in der gleichen Jahreszeit begangen. Die konkreten Tage ändern sich von Jahr zu Jahr nur bezogen auf den gregorianischen Kalender. Im jüdischen Kalender haben sie in der Regel feste Daten.
"Das Datum für dieses spezielle Wochenende richtet sich übrigens nach dem Pessachfest im jüdischen Mondkalender, der von unserer Zeitrechnung abweicht. Deswegen dürfen wir die Eier jedes Jahr an einem anderen Kalendertag suchen."
Wikipedia sagt da aber was anderes: Da ist Ostern der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond nach dem 21. März. ([url]http://de.wikipedia.org/wiki/Ostersonntag[/url])
Vom jüdischen Pessachfest steht da nichts...?!
Der CEO von hiogi ist ja auch schon 32 Jahre alt. Vielleicht ist es ihm vor lauter Arbeit gar nicht aufgefallen, dass das Wort "simsen" schon wieder out ist. Mir übrigens auch nicht (36 Jahre alt).
Was sagt man den heute?