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Ausprobiert: Sonys PSP mit Go! Erweiterungspaket

Inhaltsverzeichnis

Sonys Go!-Paket erweitert die mobile Spielekonsole PSP um zahlreiche neue Funktionen. Sie wird nicht nur zu einem vollwertigen Navigationssystem, sondern auch zu einem Internettelefon, das Videokonferenzen und Skype-Anrufe ermöglicht. Grund genug für AreaMobile.de, genauer hinzuschauen.

 

Bevor es losgeht...

Die silbergraue Schachtel, in der Go!Explore zum Käufer kommt, sieht aus wie eine CD-Sammelbox. Wenn man sie aufklappt, findet man aber nur eine einzige kleine Silberscheibe. Die UMD enthält Navigationssoftware, die Sony in Kooperation mit den Kartenspezialisten TeleAtlas und NavNGo heraus gibt. Das Kartenmaterial deckt Deutschland, Österreich und die Schweiz ab. Weitere Karten können im Internet externer Linkim Playstation-Store gekauft werden. Für 39,95 Euro bietet Sony hier auch ganz Westeuropa als Softwarepaket an. Bevor man das kauft, sollte man aber erstmal schauen ob der M2-Speicherstick groß genug ist. 1,65 Gigabyte sind für den Komplettdownload erforderlich.

Foto: AMB | Go! Lieferumfang

 

Die GPS-Antenne und die 1,3-Megapixel-Kamera sind in glänzenden Chrom gehalten und sehen sehr edel aus. Sie werden einfach in den miniUSB-Anschluss auf der Oberseite der PSP gesteckt und mit einem kleinen Drehrädchen fixiert.

Go! Explore: NAvigation

Die GPS-Einheit ist nicht starr an der PSP befestigt, ein Scharnier sorgt dafür, dass man die quadratische Antenne auch an die Hinterseite klappen kann. Sie steht dann nicht mehr so weit von der Spielekonsole ab und nimmt kaum Platz weg. Darüber hinaus lässt sie sich für einen besseren Empfang genauer ausrichten.

Foto: Sony | Aufgesteckte GPS-Einheit

 

Wenn man Go!Explore startet, dann vergeht fast eine lange Minute, bis das Programm geladen wird und das Auswahlmenü mit vier Einträgen erscheint. Bevor wir die "Karte erkunden" oder unter "Finden&Los" eine Route planen, schauen wir kurz in das Einstellungsmenü. Der Klick auf den Eintrag "meine Daten" lohnt aber erst, wenn man schon mit dem Gerät unterwegs war. Er bietet den Zugriff auf die Favoriten oder gespeicherte Routen.

Foto: AMB | Hauptmenü

 

Im Einstellungsmenü kann der Nutzer seine Kartensoftware ausführlich personalisieren. Von der Stimmlautstärke bis zum Programmdesign ist alles veränderbar. Natürlich lässt sich hier auch die Streckenanzeige und die Routenführung anpassen. Doch dazu später mehr. Es wird erstmal Zeit für einen Blick auf die Karte. Wir klicken auf "Karte erkunden".

Foto: AMB | 2D-Kartenansicht

 

Sobald man auf die Karte zugreift, läuft das UMD-Laufwerk deutlich hörbar auf Hochtouren. Denn nach den meisten Aktionen des Nutzers müssen die Daten erst umständlich von der Disc in den Speicher geladen werden. Das hat zur Konsequenz, dass viele Aktionen auf der Karte, etwa das Zoomen oder der Wechsel des Kartenauschnitts, mit kurzen aber spürbaren Verzögerungen bestraft werden. Es empfiehlt sich daher, die 800 Megabyte von der Disc auf einen M2-Stick zu kopieren. Das dauert zwar länger als eine Viertelstunde, die Ladezeiten und die Geräuschentwicklung bleiben danach aber auf einem niedrigen Niveau.

Foto: AMB | 3D-Kartenansicht. Gebäude, die den Blick auf die Straße versperren, werden transparent dargestellt.

 

Jegliche Kritik verstummt aber ohnehin sofort, nachdem man die Taste zum Ändern der Ansicht gedrückt hat. Ein von Sony völlig zu Recht beworbenes Highlight ist die 3D-Ansicht mit ihren komplett modellierten Häuserzeilen und den sehr detaillierten Sehenswürdigkeiten. Da macht es auch Spaß, bequem vom heimischen Sofa aus das nächste Urlaubsziel schon mal vorab virtuell zu erkunden. Die vielen Steuerungstasten der mobilen Spielekonsole sind von großem Vorteil. Mit den Richtungstasten kann man den Neigungswinkel stufenlos in alle Richtungen verändern, der Analogstick darunter dient der Bewegung in der Karte. Die Bedienung ist dank der vielen Gaming-Tasten zwar einfach und intuitiv, man merkt aber, dass die PSP für zwei Hände ausgelegt ist. Echte Navis mit Touchscreen lassen sich dagegen locker mit einer Hand steuern.

Foto: AMB | Auf virtuelle Stadtrundfahrt gehen: Reichstag und Brandenburger Tor auf der PSP

 

Ein weiterer Vorteil der mobilen Spielekonsole wird beim Stadtrundgang schnell deutlich: die Hardware, bestehend aus einem 32bit-RISC Prozessor mit 333 Megahertz sowie einem separaten Grafikprozessor mit 166 Megahertz, ist so schnell, dass Ruckler, an denen andere Navis oft leiden, überhaupt nicht auftreten. Das Scrolling in der Karte ist butterweich, das brilliante Display mit der Diagonale von 4,3 Zoll und 16,7 Millionen Farben komplettiert das überragende visuelle Erlebnis. Allerdings ist diese aufwändige Darstellung auf Ballungszentren und touristische Attraktionen beschränkt. Wer etwa Berlins Außenbezirke ansteuert, sieht nur noch eine platte 2D-Karte.

Foto: AMB | Hakelig und nervenaufreibend: die Tastatur

 

Bevor es mit der mobilen Navigation losgeht, muss die Konsole erstmal Satellitensignale auffangen, um die eigene Position zu bestimmen. Hier enttäuscht die aufgeschraubte Antenne. Bis zum ersten Fix vergingen 10 Minuten. Immerhin traten keine Verbindungsaussetzer auf und auch aus dem Standby heraus klinkt sich die PSP schnell wieder ins Satellitennetz ein. Jetzt kann man nicht nur auf der Karte nachschauen, in welcher Straßenecke man sich gerade verlaufen hat oder in welche Richtung es zum Eiffelturm geht. Mann kann sich auch ins Auto setzen, einen Zielort eingeben und sich mittels sprachgeführter Routenführung zum Ziel leiten lassen. Bei der Zieleingabe wird aber schnell ein Schwachpunkt der Konsole deutlich. Mangels Touchscreen und QWERTZ-Tastatur muss man die Adresse über die vier Richtungstasten eingeben. Das ist im Vergleich zu anderen Navis außerordentlich mühsam. Nur die Eingabe über die Handy-Zifferntastatur, etwa bei Nokias N95, dauert noch länger. Alternativ kann man aber auch Points of Interest (POIs) ansteuern. Die Auswahl ist riesig und reicht von Tankstellen über Supermärkte bis hin zu Restaurants, Hotels oder Sehenswürdigkeiten.

Foto: AMB | Route und Einstellungsmöglichkeiten

 

Bei den Routenoptionen steht die mobile Konsole einem echten Navi in nichts nach. Neben dem Auto- gibt es nicht nur einen Fussgängermodus, die Fortbewegungsart kann sogar auf Fahrrad oder Taxi angepasst werden. Von der Streckenführung (Schnell/Günstig/Kurz) über Streckenfilter (Fähren, Mautstraßen, etc.) lassen sich zahlreiche Voreinstellungen der Strecke festlegen. Dank des schnellen Prozessors erfolgt die Routenberechnung fast schon in Echtzeit und auch wenn man während der Fahrt von der Route abweicht, wird eine neue verzögerungsfrei berechnet. Praktisch: die aktuelle Route kann jederzeit in Form von Wegpunkten modifiziert werden. Zwischenstops bei der Großmutter, im Restaurant oder an anderen Orten lassen sich in beliebiger Zahl einfügen und darüber hinaus in der Reihenfolge verändern. Wer seine PSP als Autonavi nutzen möchte muss allerdings noch eine Kfz.-Halterung und einen Adapter für den Zigarettenanzünder dazu kaufen. Beides gibt es im Bundle für etwa 20 Euro.

Mit Halterung lässt sich die PSP problemlos an die Windschutzscheibe kleben | Foto: AMB

 

Die brillante 3D-Darstellung ist übersichtlich und die Ansagen kommen präzise, doch bei der sprachgeführten Navigation im Auto fallen schnell zwei eklatante Schwächen ins Auge. Da das Display nicht entspiegelt ist, kann man die Inhalte nur schlecht erkennen. Vor allem in heller Umgebung - etwa an einem wolkenfreien Sommertag - bleibt das Display fast schwarz. Selbst ein Billig-Navi für 100 Euro bietet hier eine wesentlich bessere Ablesbarkeit. Darüber hinaus ist die Ansage sehr leise, der Lautsprecher der PSP kommt selbst bei Maximallautstärke nicht gegen die Fahrtgeräusche bei geöffnetem Fenster an. Da hilft nur: alle Fenster schließen. Dumm nur, wenn man bei 30 Grad im Schatten Auto fährt und keine Klimaanlage mit an Bord ist.

Alle wichtigen Infos werden bei der Navigation angezeigt | Foto: AMB

 

Go!Explore: Navigation im Videotest

Bewegte Bilder sagen mehr als 1000 Worte! Die Büronachbarn von AreaGames haben eine Spritztour durch Berlin gemacht und dabei die PSP genauer unter die Lupe genommenIn einem Video zeigen sie, wie sich Sonys mobile Spielekonsole als Navi schlägt. top

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Kommentare
  1. 14.11.08 23:01 Joap (Gast)

    ich find das ganz interassant, da ich selbst eine PSP habe

  2. 04.07.08 13:48 Anonymous (Gast)

    omg, das video is echt arm! einfach nichtssagend!

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