Im Test: Nokia N79 | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Der Lieferumfang fällt deutlich schmaler aus, als beim Nokia N85. Außer den Standards gibt es nur einen Gutschein, der aus einer der 15 vorinstallierten N-Gage-Demos eine Vollversion macht. Das TV-Kabel fehlt, die Speicherkarte ist von 8 auf 4 Gigabyte geschrumpft. Als spezielles Extra findet der Käufer zwei zusätzliche Akkudeckel in unterschiedlichen Farben im Lieferkarton. Mit dem N79 kehrt das Wechselcover zurück.
Nokia N79 Lieferumfang | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Das Nokia N79 ist extrem handlich. Das fällt besonders auf, wenn man sich vor Augen führt, wie viel Technik in dem kleinen Barren steckt. Gerade einmal 110x49x15 Millimeter misst das Gehäuse, 97 Gramm wiegt das komplette Handy. Damit unterbietet es den zwei Jahre alten Hosentaschen-Computer Nokia N95 deutlich, obwohl die technische Ausstattung sehr ähnlich ist.
Nokia N85 Vierseitenansicht | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Das Design fällt sehr minimalistisch aus. Die schlichte weiße oder graue Front wird von einem schmalen Chromrand eingefasst, der in den Nokia-typischen Kunststoff-Rahmen übergeht, der sich um das komplette Gehäuse zieht. Besonders die Front begeistert mit ihrer Ton in Ton gehaltenen Farbgebung. Auch die Tasten verwenden das gleiche edle Weiß, so dass man beim ersten Anblick unwillkürlich an einen iPod denken muss.
Doch Apple-Produkte sind meist einfarbig, Nokia hingegen setzt bei der Rückseite zusätzliche Farbakzente. Dem N79 mit seiner weißen Front liegen aus diesem Grund gleich drei Akkudeckel in den Farben Light Sea Blue, Espresso Brown und Olive Green bei, die das iPod-Feeling vertreiben und stattdessen für Augenschmerzen sorgen.
Alle Anschlüsse und einige Sondertasten wurden in das Kunstoff-Band an den Seiten eingelassen, darunter auch der 2-Millimeter Ladeanschluss. Manchmal ist weniger besser: das Schwestermodell N85 lädt man nämlich über den microUSB-Anschluss.
Die Rückseite ähnelt stark dem N85 | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Einfache Barrenhandys scheinen Nokia besser zu liegen, als aufwendige Slider. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf, wenn man die Verarbeitung in Augenschein nimmt. Bei einem Barren gibt es schließlich naturgemäß keine wackeligen Schiebe-Mechanismen. Doch der gute Eindruck bleibt nur bei oberflächlicher Betrachtung erhalten, bei eingehender Untersuchung kommen altbekannte Nokia-Probleme zum Vorschein.
3,5-Millimeter auf der Stirnseite. Der microUSB-Anschluss unter der Schutzkappe ist leider nicht zum laden da | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Spaltmaße sind zwar beim Nokia N79 erfreulich klein ausgefallen, doch wer es sehr genau nimmt, stellt Passungenauigkeiten zwischen Chromrahmen und Kunststoff fest. Deutlich gravierender ist jedoch die Tatsache, dass der Akkudeckel nur eine große Aussparung für die Kamera aufweist. Das ermöglicht Sand und Staub das Vordringen ins Gehäuse. Immerhin ist die Kamera mit dem gleichen Linsenschutz wie das N85 versehen. Der Akkudeckel lässt sich nur mit einem Quantum Gewalt öffnen; James Bond hätte daran vielleicht seine Freude, im Alltag plagt einen stets die Sorge, das billige Plastik zu zerbrechen.
Nokia N79 geöffnet | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Das Verarbeitungs-Klagelied geht bei der Tastatur weiter. Der Ziffernblock wirkt trotz kurzem Tastenhub und ausreichend knackigem Druckpunkt unfertig. Das liegt am etwas zu hohen Kraftaufwand, den man zum Drücken einzelner Tasten benötigt. Nach kurzer Eingewöhnung lassen sich damit dennoch schnelle Nachrichten tippen. Schlimmer ist der Block mit Navkey und Sondertasten. Nokia nutzt beim N79 neben den normalen Tasten für Softkeys und Anrufannahme- und Beenden vier winzige, hervorstehende Buttons. Da sie sehr gut zu erfühlen sind, lassen sie sich trotz ihrer Miniaturmaße anständig bedienen. Demgegenüber erscheint die Nutzung der dazwischen angebrachten Sondertasten für den Zugang zum Menü und zum Löschen von Text deutlich unpraktischer.
Nokia N79 Tastatur | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Der Platz zwischen den hoch aufragenden Minitasten ist so beengt, dass man bei normaler Daumen-Nutzung ständig Gefahr läuft, sie mit zu drücken. Richtig schlimm wird es allerdings erst beim Navkey. Das zentrale Steuerorgan ist beinahe bündig mit den umgebenden Tasten in das Gehäuse eingelassen und wirkt so in der Bedienung ein paar Nummern zu klein für einen Daumen. Zusätzlich steht der mittige Bestätigungsknopf deutlich zu weit hervor.
Nokia N79 Navigationstasten | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
Beim Display gibt es kaum etwas zu meckern. Im Vergleich zum Nokia N85 ist beim N79 die Displaydiagonale allerdings auf kleine 2,4 Zoll geschrumpft. Auflösung und Farbanzahl bleiben mit 320x240 Pixeln und 16 Millionen Farben gleich. Statt des stromsparenden AMOLED verwendet Nokia ein Standard-Display, das seine Aufgabe aber in Bezug auf Bildschärfe, Kontrast und Farbintensität brillant absolviert. Ein Umgebungslicht-Sensor regelt automatisch die Helligkeit des Displays, der Lagesensor dreht die Anzeige automatisch.
Sehr schwache Tastaturbeleuchtung beim N79 | Mehr Bilder | Foto: Areamobile.de
hammer hanndy kann mir jemand sagen ob das handy lauter is als das n73