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iPhone versus Blackberry: Eingeschränkt businesstauglich

Die neue Version des iPhone erfüllt zwar neuerdings einige Funktionen für die Kommunikation in Unternehmen, aber Experten raten von einem geschäftlichen Einsatz ab. Das vielseitigste Business-Smartphone ist immer noch das Blackberry. Areamobile.de vergleicht eine Woche lang die Vorteile und Nachteile beider Geräte.

Riesige Sicherheitslücken

specials/Blackberry vs iPhone

Nicole Dufft, Berlecon Research | Foto: Berlecon Research

Die Kritik aus Deutschland am iPhone 3G ist noch viel stärker, als die vorsichtigen Worte von Gartner. „Zwar kann der Zugangsschutz über ein Gerätepasswort realisiert werden, solang dieser Mechanismus aber einfach durch den Benutzer deaktiviert werden kann, ist der Schutz der Informationen auf dem iPhone nicht ausreichend“, sagt Albert Heim, technischer Analyst bei der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik (ESK). Eine Studie seines Institutes und der Unternehmensberatung Berlecon Research rät vom Einsatz in Unternehmen ab. Die Benutzer des iPhone können den Passwortschutz nicht nur abschalten, durch einen dämlichen Software-Fehler ließ er sich auch lange Zeit einfach umgehen. Dazu musste ein Angreifer nur den Knopf für den Notruf drücken und danach zweimal die Home-Taste. Schon war er im Favoritenmenü und hatte Zugriff auf Kontakte, E-Mails und SMS. Sogar den Internet-Browser konnte man benutzen und telefonieren. Die Sicherheitslücke wurde erst beim letzten Firmware-Update im September geschlossen.

Zentrale iPhone-Administration für Großunternehmen nicht praktikabel

Berlecon und Fraunhofer kritisieren außerdem, dass das iPhone keine E-Mails verschlüsseln kann. Es arbeitet nur mit Microsoft Exchange zusammen und nicht mit anderen Kommunikationslösungen für Unternehmen wie Novell Groupwise oder Lotus Domino von IBM. Neue Software oder Sicherheitsfunktionen können nur installiert werden, wenn der Nutzer sein iPhone mit dem PC verbindet. Eine zentrale Installation über das Mobilfunknetz, die auch ohne Zustimmung des Handy-Nutzers erfolgen kann, ist nicht möglich. „Dieses Prozedere ist für große Unternehmen mit einer Vielzahl an iPhones nicht praktikabel“ sagt Berlecon-Geschäftsführerin Nicole Dufft. „Unternehmen, die eine Vielzahl von Mitarbeitern mit dem iPhone ausstatten wollen, sollten damit warten, bis eine umfassendere Administrierbarkeit gewährleistet ist.

specials/Blackberry vs iPhone

RIM steuert aus seiner Zentrale ein erfolgreiches Business-Handy-Imperium | Foto: RIM

 

Bis dahin dürften die meisten Firmen weiter auf Blackberry setzen. Das neue Top-Modell, Blackberry Bold 9000, ermöglicht den schnellen Internet-Zugang über den UMTS-Beschleuniger HSDPA und per WLAN, während vorherige Modelle ausschließlich das langsame GPRS verwendeten. Durch GPS und die passende Software dient das Bold auch als Navigationsgerät fürs Auto.

specials/Blackberry vs iPhone

Blackberry hat Apple 5 entscheidene Punkte voraus, die es zum perfekten Business-Partner machen | Foto: RIM

Nach Einschätzung von Berlecon Research und der Fraunhofer ESK sollten große Unternehmen mit der Einführung des iPhone warten, bis bestehende Hürden für Geschäftskunden abgebaut sind. Besonders die zentrale Administration der Apple-Smartphones ließe zu wünschen übrig. Die gemeinsame Studie "Das iPhone im Unternehmenseinsatz" nennt fünf besondere Probleme, die dem Einsatz im Weg stehen:

1) Provider-Bindung: Die Bindung an die Mobilfunktarife von T-Mobile kann bei Unternehmen, die bereits Rahmenverträge mit anderen Anbietern abgeschlossen haben, ein Ausschlusskriterium darstellen. Außerdem bietet T-Mobile bisher keine speziellen Business-Tarife für das iPhone oder eine Integration in bestehende Rahmenverträge an.

2) Die Groupware von Unternehmen muss ActiveSync unterstützen: E-Mail-Push und die vollständige Synchronisation von Kontakt- und Kalenderdaten sind nur über ActiveSync möglich, also vor allem mit Microsoft Exchange. Unternehmen mit einer anderen Groupware, wie Novell Groupwise oder LotusDomino, können das iPhone vorerst nicht anbinden. Sie müssen für die Synchronisation von E-Mails auf Middleware von Drittanbietern oder einen Browser-basierten Zugang ausweichen. Zwar kündigte IBM bereits zum Jahresbeginn einen iPhone Client an, dieser funktioniert aber nur online als WebClient, E-Mail-Push ist nicht möglich.

3) Effizientes Device Management ist nur bei einer kleinen Anzahl von iPhones gewährleistet: Die vorhandenen Funktionen und Dienste für eine zentrale, unternehmensweite Administration sind für Firmen, die iPhones im großen Stil einsetzen wollen, nicht ausreichend. Unternehmen, die eine Vielzahl von Mitarbeitern mit dem iPhone 2.0 ausstatten wollen, sollten damit warten, bis eine umfassendere Administrierbarkeit gewährleistet ist.

4) Sicherheitspolicies können nur eingeschränkt umgesetzt werden: Zwar kann der Zugangsschutz über ein Gerätepasswort realisiert werden, aber er kann einfach durch den Benutzer deaktiviert werden. Zudem kann das iPhone keine verschlüsselten E-Mails empfangen oder versenden. Für einen umfassend sicheren Datenaustausch mit dem iPhone sind Unternehmen auf Zusatzlösungen von Drittherstellern oder Nachbesserungen durch Apple angewiesen.

5) Der Kauf und die Verteilung von Software sind nur über Kanäle von Apple möglich: Neue Programme können ausschließlich über den App Store oder über iTunes bezogen werden. Dafür muss die gewünschte Applikation auf jedem Gerät einzeln installiert werden. Eine Verteilung per Push und ohne Benutzerinteraktion ist nicht möglich. Dieses Prozedere ist für große Unternehmen mit einer Vielzahl an iPhones nicht praktikabel.

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Kommentare
  1. 21.11.08 23:02 Anonymous (Gast)

    businesstauglich ohne Office (zumindest Word und Excel) ist ein Witz .. sonst bestimmt ein gutes Gerät

  2. 21.11.08 07:36 Anonymous (Gast)

    Das Interview mit Jens Kühner ist sehr informativ. Leider erscheint der Bericht ein wenig wie eine Werbeanzeige. Ich wünsche mir weitere so gute Berichte auf Areamobile.

  3. 19.11.08 14:22 Anonymous (Gast)

    @ Apple

    da liegst du leider etwas falsch es gibt mittlerweile Iphones ohne Vertrag und das ganz legal!
    Man bekommt es ja jetzt sogar bei T-Mobile ohne Vertrag.

  4. 19.11.08 13:05 Anonymous (Gast)

    Ich habe ein iPhone 3G 16GB black von t-mobile mit Complete M Tarif. Ein Handy ohne Vertrag kommt für mich nicht in Frage. Hier gibt es klare Nachteile. Z.B.: Garantie nur im Land wo man es gekauft hat oder das der Jailbreak die Geschwindigkeit und die Akkulaufzeit beeinflußt.

  5. 19.11.08 10:52 Apple fan (Gast)

    hey leute würdet ihr mitzzu einem iphone 3g
    ohne vertrag raten oder doch lieber complet xl,
    danke

  6. 19.11.08 08:46 Anonymous (Gast)

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