Die Entscheidung für das richtige
Weihnachtsgeschenk fällt dieses Jahr besonders schwer.
Besonders im Mobilfunk ist das Angebot so gut wie nie.
Manche Leser sind wirklich verzweifelt, weil sie sich
nicht festlegen können. iPhone, Omnia, Diamond oder doch
lieber Xperia? Lieber ein bisschen mehr Geld wegen der
Kamera ausgeben oder doch alles in ein Modell mit
Touchscreen investieren? In den nächsten drei Wochen
stellt Areamobile.de die besten Geräte für Musik, Fotos
und Internet vor und hilft bei der Entscheidung mit
seiner Kaufberatung für Weihnachten.
Der Heilige Abend 2008 verspricht das schärfste Weihnachtsfest aller Zeiten, zumindest wenn ein neues Kamerahandy wie unterm Christbaum liegt. Die Fototechnik der modernen Mobiltelefone ist so gut, dass die britische Männerzeitschrift FHM sogar eine ganzseitige Werbeanzeige für ihre Dezemberausgabe mit einem Sony Ericsson C905 fotografierte. "Dieses verführerische Mädchen wurde in ihrer ganzen Pracht mit einem tragbaren Telefon aufgenommen, dessen Linse nicht größer als ein 5-Pence-Stück ist", steht in der Bildunterschrift. Das C905 ermöglicht Fotos, die bis zu 3264x2448 Pixel groß sind. Das entspricht einer Auflösung von 8,1 Megapixeln.
Die meisten guten Mobiltelefone dieser Weihnachtssaison nehmen ihre Fotos mit bis zu 5 Megapixeln auf. Modelle wie das Nokia N85, das LG Secret oder das C902 von Sony Ericsson erzielen heute eine Auflösung, die vor vier Jahren noch den guten Digitalkameras vorbehalten waren. Die handygroße Sony Cybershot DSC-P120 kostete über 300 Euro im Jahr 2004 und hatte nicht einmal einen internen Speicher. Seit einigen Wochen sind auch Mobiltelefone mit 8-Megapixel-Kamera im Handel und Sony hat gerade stolz verkündet, dass sie ein Kameramodul mit 12,25 Megapixeln zur Serienreife gebracht haben. Wie gut allerdings die Fotos aussehen, die der CMOS-Sensor mit einer Pixelgröße von nur 1,4 Mikrometern (0,0014 Millimeter) aufnimmt, das muss die Praxis zeigen. Die ersten Geräte sollen in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres auf den Markt kommen, doch schon jetzt kranken viele Kameras mit 5 oder 8 Megapixeln an einer geringen Lichtausbeute und starkem Bildrauschen.
Der gesunde Menschenverstand rät deswegen, dass der Megapixelwahn ein Ende haben muss. "Bis fünf Megapixel ging es geradeso noch, aber acht Megapixel ist jetzt wirklich zu viel des guten", kommtentiert unser Leser mit dem Benutzernamen philz95. "Mehr Pixel auf immer kleineren Bildsensoren führt zu erhöhtem Bildrauschen und meist schlechterer Bildqualität." Und the_black_dragon beschwert sich sogar, das die Bilder seines höher auflösenden Handys wie durch ein Stofftuch fotografiert aussehen würden. Solche Kommentare entsprechen dem aktuellen Wissensstand im Fotobereich, doch sie lassen sich nicht durch die Tests von Areamobile.de bestätigen.
"Die neuen Handykameras mit 8-Megapixeln machen viel bessere Bilder, als die Modelle mit 5 Megapixeln", erklärt unser Handytester Stefan Schomberg. "Die Fotos sind viel detailreicher und das Bildrauschen ist geringer als befürchtet." Die Hersteller verbessern kontinuierlich die Software ihrer Telefone, um immer bessere Bilder aus den kleinen Optiken herauszuholen. Solche Verbesserungen hängen sie aber nicht immer an die große Glocke, die Bilder sehen einfach mit jeder Gerätegeneration besser aus. Inzwischen genügen sie auch künstlerischen Ansprüchen, wie die Werke des Straßenfotografen Nick Turpin beweisen, der 28 Tage mit dem Samsung M8800 Pixon auf drei Kontinenten unterwegs war. Seine eindrucksvollen Fotos soll er mit dem Automatikmodus des Handys fotografiert haben, nur die Helligkeit habe er bei der Nachbearbeitung manchmal angehoben.
Das M 8800 Pixon muss eine sehr gute Optik haben, deren Hersteller Samsung aber nicht nennt. Andere Handyproduzenten verweisen gern auf ihre Linsen von Spezialanbietern wie Zeiss (Nokia) oder Schneider Kreuznach (LG). Als Faustregel lässt sich merken, dass für gute Fotos die Linse möglichst groß sein muss, damit ausreichend Licht auf den Sensor kommt. Besonders das Samsung SGH-U900 fiel dadurch auf, dass es nur bei gutem Licht sehr schöne Bilder macht. Bei schlechten Lichtverhältnissen verlieren die Bilder an Kontrast, Farbe und Bildschärfe. Trotz des Blitzlichtes gehen die Details in einem Nirvana aus Pixeln und Artefakten verloren.
Ein optischer Zoom wäre auch sehr hilfreich für Handykameras, doch diese Bauweise konnte sich nie durchsetzen. Die vielen Linsen eines beweglichen Objektivs machen die Mobiltelefone klobig, das Nokia N93 und das Samsung G810 sind deshalb bis heute dicke Exoten.
Das LG hatte ich vor dem iPhone kauf auch in betracht gezogen. Das wäre mein erstes Handy von LG gewesen. Schade dazu ist es jetzt nicht gekommen. Als Motorola Fan muß ich sagen das das Z5 durch seinen günstigen Preis mir damals auch aufgefallen ist. Besonders die immer sehr beeindruckende Sprachqualität hat mich oft zu Motorola greifen lassen. Und das fehlende UMTS und HSDPA hat auch was gutes. Der Akku hält dadurch länger. Gerade bei der Verwendung eines Xenon Blitz sollte der Hersteller auf sowas achten.
Habe den Link korrigiert, funktioniert jetzt.
MFG
Euch ist ein kleiner Fehler unterlaufen:
Der Link zum Testbericht des Innov8 führt zum SE W902.
Ein riesiges Lob an den Redakteur. Der Teil 3 dieser Reportage ist hervorragend geschrieben und bebildert. Was mir besonders in letzter Zeit gut gefällt sind die Zitate der User von Areamobil. Ich erwarte mit Spannung den 4 und 5 Teil dieser Reportage.
@ Der Unwissende. ich weiss nicht warum du diesen namen ausgewählt hast, denn ich stimme dir voll und ganz zu. Das war der erste Beitrag auf dieser seite der hilfreich war. und der erste schlaue satz den ein gast hier von sich gegeben hat ;)
Ein sehr interessanter Bericht über das digitale Fotografieren. Ich besitze ein Panasonic Lumix Kompaktkamera und werde beim nächsten Einsatz den Tipp mit dem geringsten ISO zu Fotografieren man ausprobieren. Ich bin mal gespannt welche hervorragende Berichterstattung uns Montag erwartet.