Das nüvi 1390Tpro ist das Topmodell der neuen 1300-Serie, die aus fünf Geräten besteht. Es kommt mit Kartenmaterial für 41 Länder West- und Osteuropas und informiert unbegrenzt über die Verkehrslage mittels TMCpro. Bei den günstigeren Geräten muss diese Option kostenpflichtig dazu gekauft werden, der Abbiege-Assistent des 1390T fehlt ihnen ebenfalls. Ein weiterer Vorteil des Topmodells ist das Bluetooth-Modul. Über diesen drahtlosen Standard können Handys, die das SIM Access Protocol (SAP) unterstützen, mit dem Navi gekoppelt werden. Das Gespräch wird anschließend über das eingebaute Mikrofon und die kräftigen Lautsprecher des Garmin-Gerätes geführt. Die Qualität ist dabei für beide Gesprächsteilnehmer akzeptabel.
Mit dem nüvi 1390Tpro findet man auch zur Fuß oder als Radfahrer den richtigen Weg. Dann berücksichtigt der elektronische Pfadfinder zusätzlich Parkwege und Straßen, die für Autos gesperrt sind. Kauft man die CityXplorer(TM) Maps, die für jede Stadt einzeln zu einem Preis von 10 bis 15 Euro erhältlich sind, werden auch öffentliche Verkehrsmittel in die Routenplanung mit einbezogen. Das funktioniert maximal vier Stunden ohne Stromkabel, dann ist der Lithium-Ionen-Akku leer. Ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, dass die 1300er-Serie im Vergleich zu den Vorgängern etwa 25 Prozent dünner geworden ist. Die Maße von 12,2x7,5x1,6 Zentimetern werden hauptsächlich von dem großen 4,3-Zoll-Display diktiert, doch damit passt das Navi noch gut in eine Jackentasche. Mit etwa 165 Gramm wiegt es auch nicht viel mehr als ein Volltastatur-Handy.
Am häufigsten dürfte das Garmin-Navi im Auto genutzt werden, die meisten der Features und auch das Zubehör richten sich daher speziell an Autofahrer. Ein Ladegerät für zu Hause muss man extra kaufen, aber das Ladekabel für den Zigarettenanzünder im Auto reicht normalerweise aus. Die Saugnapfbefestigung für die Windschutzscheibe macht einen stabilen Eindruck. Da sie sehr kompakt und kurz ist, halten sich die Vibrationen selbst während der Fahrt auf der Autobahn in Grenzen. Die problemlose Ablesbarkeit bleibt so stets gewährleistet. Weil das Navigationsgerät durch die besonders bei modernen Fahrzeugen weit nach vorne gezogenen Scheiben mitunter nur in großer Distanz zum Fahrer positioniert werden kann, legt Garmin eine Befestigung für das Armaturenbrett bei. Sie besteht aus einer aufklebbaren Plastikscheibe, auf der dann der Saugnapf der Gerätehalterung Platz findet. Einen entsprechenden Befestigungsort sollte man sich aber zuvor gut überlegen. Der Klebstoff halt nämlich bombenfest.
Bei Inbetriebnahme fällt sofort der riesige Touchscreen auf, der bei einer Auflösung von 480x272 Bildpunkten kaum störende Treppchenbildung erkennen lässt. Über ihn wird das Navigationsgerät bedient. Die einzige Ausnahme bildet der Power-Knopf, der auf der Stirnseite angebracht ist. Sobald das 1390T an eine Stromquelle angeschlossen wird, strahlt das Display mit maximaler Helligkeit, ansonsten wird sie herunter geregelt. Da die Displayoberfläche entspiegelt ist, bleibt sie stets gut ablesbar. In Verbindung mit den meist sehr großen und eindeutig beschrifteten Icons gibt es daher mit der Bedienung keinerlei Probleme.
Die gesamte Benutzeroberfläche ist sehr intuitiv. Das 1390Tpro profitiert dabei von einem UI-Update der neuen Serie. Ob man Points of Interest (POI) wie Tankstellen oder Restaurants sucht, Adressen eingibt oder navigiert: Verständnisprobleme treten nicht auf. Das Handbuch, das man ohnehin nur online von der Garmin-Homepage herunterladen kann, braucht man daher gar nicht erst. POI können übrigens selbst erstellt und mit Fotos versehen werden. Einen Bildbetrachter gibt es ebenfalls. Für mehr Speicherplatz sorgt der microSD-Karteneinschub.
Auch während der Auto-Navigation bleibt die Darstellung sehr übersichtlich. Der Zoomfaktor ändert sich automatisch im Verhältnis zur gefahrenen Geschwindigkeit. Angezeigt werden Geschwindigkeit, geschätzte Ankunftszeit, Abbiegeinformationen und Zoombuttons. Auf Wunsch können außerdem weitere Anzeigearten eingeblendet werden. Bei aktiviertem TMC-Stauwarner gibt ein kleines Symbol Aufschluss über das zu erwartende Verkehrsaufkommen. Dafür muss das Ladekabel in das Navigationsgerät eingestöpselt sein, denn es beinhaltet auch die TMC-Antenne. Zusätzlich wird dort für noch besseren Empfang eine Antennenverlängerung angesteckt , die mittels Saugnäpfen an der Windschutzscheibe befestigt werden kann. Wird die Verkehrsdichte zu hoch, berechnet das 1390T automatisch eine Ausweichroute.
Sollte man unverhofft vor einer gesperrten Straße stehen, genügt ein Fingertip auf das entsprechende Symbol, um von Hand eine alternative Route berechnen zu lassen. Während der Auto-Navigation hilft zusätzlich zum Fahrspurassistent eine spezielle 3D-Kreuzungsansicht, in besonders unübersichtlichen Verkehrssituationen die Übersicht zu bewahren. Ähnliche Systeme gibt es von fast allen großen Navi-Herstellern, bei Garmin ist das aber besonders plastisch gelungen. So kann man an Autobahnkreuzen frühzeitig auf die richtige Spur wechseln. Auf den meisten Straßen werden außerdem Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeblendet, auf Wunsch warnt dann das Navi vor überhöhter Geschwindigkeit. Auch eine Datenbank mit festinstallierten Blitzanlagen ist implementiert, deren Nutzung ist aber in Deutschland nur bedingt erlaubt.
Zahllose kleine Einstellungs- und Download-Möglichkeiten erlauben eine eingehende Personalisierung des 1390T. Dazu gehören etwa unterschiedliche Symbole für die Darstellung der eigenen Position. Auf der Homepage des Herstellers kann man kostenlos zusätzliche Symbole und auch andere Stimmen herunterladen, mit der das Navi seine Sprachanweisungen abspielt.
Spielerei: Auf der Garmin-Homepage lassen sich weitere Fahrzeug-Icons runterladen | Foto: Areamobile.de
Tippt man während der Navigation auf das Symbol, das die eigene Position angibt, ruft das Gerät genaue Informationen zum derzeitigen Aufenthaltsort auf. Dazu gehören die typischen Geodaten wie GPS-Koordinaten und Höhe über dem Meeresspiegel, aber auch Informationen zur nächstgelegenen Kreuzung, Adresse, Polizeistation und Tankstelle. Ist ein Handy per Bluetooth mit dem 1390Tpro verbunden, können entsprechende Ziele mit einem Klick angerufen werden.
Das Stichwort Green-IT ist offensichtlich auch dem Navigationsspezialisten Garmin ein Begriff, denn er hat auf dem 1390 T Pro eine Funktion namens ecoRoute(TM) installiert. Mit ihrer Hilfe lässt sich genau erkennen, wie viel Kraftstoff man verbraucht hat und wie teuer das war. Zusammen mit dem PC lässt sich ein Fahrtenbuch führen, außerdem kann man sein Fahrverhalten durch Spritspar-Tips ökologischer gestalten.
Die Funktion ecoRoute(TM) listet genau auf, wieviel Kraftstoff man verbraucht hat | Foto: Areamobile.de
Die Sprachanweisungen während der Fahrt sind laut und sehr gut verständlich. Außerdem kommen sie früh genug, um rechtzeitig auf die nächste Abbiegung vorbereitet zu sein und auch der Straßenname wird vorgelesen. Das Kartenmaterial von Navteq kannte im Test auch recht neue und teilweise sehr kleine Straßen. Bei der Routenfindung gab es keinerlei Probleme. Selbst die Hausnummernzuordnung passte recht genau.
habe mit der Kartenqualität des garmin1390pro sehr schlechte erfahrungen gemacht, nachweisslich sowohl im Ausland, Norwegen,Frankreich und zu Hause vor Ort, Nicht optimale Routenführung, in Norwegen fehlen viele Orte und Strassen,
Wie schalte ich beim nüvi 1390T pro den Radarwarner ab
Anzeige von Städtenamen erst ab Zoomstufe >2km - dann auch nicht alle. Damit ist Orientierung unmöglich. Service hilft nicht, stellt sich nach der 2. Mail tot.
Rate von Garmin ab.
Habe es seit kurzem, durch kostenlose Kartenupdates ist es immer auf neustem Stand. Sehr übersichtlich, die Halterung ist auch ziemlich gut gelungen. Die Stimme finde ich persönlich etwas bieder, aber da gibts auf der Garmin Homepage eh noch andere Versionen. Muss sagen, bin ziemlich begeistert
MFG
Bichi
es gibt wieder eine neue Version. Jezt schon 4.7
hallo wir haben uns ein garmin navi 1390gekauft und haben damit folgendes Problem: es lotst uns regelmäßig von der autobahn ab auch wenn die autobahn nebenbei verläuft. bei den Einstellungen vermeidungen wurde natürlich autobahn nicht abgehakt. auch bei der routenpräferenz ist es egal ob man kürzere zeit od. kürzere strecke eingibt. ein beispiel: auf der a9 lotst uns das navi auf dem weg nach graz in st.pankraz von der autobahn, obwohl die autobahn nebenbei weiterverläuft. das kann also auch keine alte software am navi sein, denn die autobahn a9 gibt es schon viele jahre und das navi ist erst 1 jahr alt und die registrierung und das update nach der ersten benutzung wurde auch durchgeführt. wir sind vielmit dem wohnmobil unterwegs und da ist es ärgerlich wenn man irgendwo auf nebenstraßen herumkutschiert. vielleicht kann uns jemand helfen