Die Kennenlern-Phase in Schwalbach am 19. Oktober war nur der Einstieg, um die 18 Teilnehmer miteinander bekannt zu machen und drei Gruppen zu bilden. Jetzt soll jedes Team eine Idee entwickeln, die die Bedienung von Handys verbessert oder erweitert. Das Projekt läuft vom 19.10.2009 bis 31.01.2010 und ist in drei große Phasen gegliedert, jede endet mit einer Präsentation und Bewertung durch eine Jury. Am Ende werden fünf Gewinner ermittelt. Und die machen sich schließlich auf nach Seoul ins Samsung-Entwicklungszentrum. Hier arbeiten sie einige Tage mit den dortigen Entwicklern zusammen - danach geht es ab in den Urlaub am Strand von Süd-Korea.
Bei "Mob!lers" geht es nicht einfach darum, ein Programm, ein Handy-Design oder eine Benutzeroberfläche zu erfinden. Die Teams sollen professionell vorgehen und zunächst ausloten, was Menschen von einem Mobiltelefon erwarten. In der ersten Phase steht also Marktforschung auf dem Programm - in Foren, in Blogs, auf Facebook oder Twitter oder ganz persönlich in der Familie oder im engeren Freundeskreis. Die dabei gewonnen Ergebnisse werden die drei Teams Anfang November auf einer Videokonferenz präsentieren. Sie stehen danach allen "Mob!lers" zur Verfügung und bilden die Grundlage für die nächste Phase: die Ideenfindung.
Jetzt erst geht es darum, eine Innovation zu finden. Den "Mob!lers" wurden dabei bewusst keine Vorgaben gemacht. Sie können prinzipiell alles vorschlagen - aber sie müssen es überzeugend präsentieren und begründen, wenn sie gewinnen wollen. Die Bühne für die Präsentation der Ideen der drei Teams bildet ein BarCamp, das vom 28. bis 29. November in Mainz stattfindet. Das BarCamp Mainz feiert 2009 seine Premiere - zwei Tage lang werden rund 200 Internetexperten, Blogger, Software-Entwickler, Startup-Gründer und interessierte Laien aus ganz Deutschland über Internet und Netzkultur diskutieren. Die "Mob!lers" sind mittendrin. Sie sollen hier ihr Wissen über das mobile Internet und soziale Netzwerke erweitern und die dabei gewonnenen Erkenntnisse in das Projekt einfließen lassen.
Auf dem BarCamp wird die beste Idee der drei "Mob!lers"-Teams gekürt. Sie soll im Januar 2010 auf dem letzten großen Workshop des Projektes getestet und - soweit möglich - umgesetzt werden. Er geht über mehrere Tage und findet wiederum in der deutschen Zentrale in Schwalbach statt. Diesmal werden auch Samsung-Entwickler aus Korea und Großbritannien anwesend sein. Sie helfen bei der Umsetzung und zeigen, wie Forschung und Entwicklung bei Samsung funktionieren. Alle "Mob!ler" erhalten so einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise des Handyherstellers.
Samsung schätzt, dass jeder Teilnehmer etwa 60-90 Minuten täglich in das Projekt eingebunden ist. Aber dabei geht es nicht nur um die Arbeit, es geht auch um den Spaß mit neuen Technologien - und vor allem um die Kommunikation der "Mob!lers" nach Außen. Sie sollen über ihren Arbeitsfortschritt bloggen, twittern oder in YouTube, MySpace oder Facebook berichten. Zu ihrem jeweiligen Projekt sollen alle Teilnehmer eine Online-Dokumentation erstellen, die mit in die Bewertung einfließt. Das alles klappt natürlich nur, wenn man ständig und unbegrenzt Zugang zum Internet hat. Daher übergibt Samsung jedem "Mob!ler" sein Android-Spitzenmodell Galaxy i7500 inklusive einer Telefon- und Internet-Flatrate. Die Teilnehmer sind bereits fleißig im Netz unterwegs, einige haben schon ihre ersten Eindrücke mit dem Samsung-Handy im Internet veröffentlicht, andere haben Fragebögen ins Internet gestellt, die sich mit der Handy-Nutzung beschäftigen. Getwittert wird natürlich auch schon fleißig.
Samsung Galaxy i7500: Jeder "Mob!ler" bekommt das Android-Topmodell des Herstellers | Foto: areamobile.de
Alle "Mob!lers" verbindet ein großer Enthusiasmus und Engagment - und vor allem die Hoffnung, dass ihre Überlegungen tatsächlich bei den zukünftigen Handys von Samsung berücksichtigt werden. Das konnte man beim ersten Treffen in Schwalbach spüren. Ob sie von Samsung tatsächlich ernst genommen werden, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch offen. Das hängt ganz von der Idee ab. Es bleibt also spannend bei den "Mob!lers". Grund genug für areamobile.de, weiter dranzubleiben.
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