Das WePad lebt. Nach dem PR-Desaster vor zwei Wochen, bei dem die Journalisten mit einem Windows-Fake getäuscht wurden, hat die neu gegründete WePad GmbH ihren Tablet PC nochmals vorgeführt. Und diesmal hat vieles funktioniert. Die Tech-Szene fasst wieder Vertrauen in ein Projekt, das sie eigentlich schon abgeschrieben hatte. Aber viele Fragen bleiben weiter offen. Areamobile fasst die Fakten zum WePad zusammen.
Großer Hype um eine kleine Firma aus Deutschland: Produktvorstellung des WePad am 12. April 2010 in Berlin | Foto: areamobile
Das WePad ist ist ein Tablet PC, der wie das iPad von Apple schnellen Zugang zum Internet und einfache Nutzung von Multimediainhalten wie Videos, Fotos, Musik, Apps und eBooks ermöglichen soll. Die WePad-Mutterfirma Neofonie werkelt bereits seit drei Jahren an dem Gerät. Warum es genau jetzt auf den Markt kommen soll, erklärte Geschäftsführer Helmut Hoffer von Ankershoffen auf der Produktvorstellung so: "Wir darauf gewartet, dass das iPad auf den Markt kommt". Apple habe mit dem iPad den Markt praktisch vorbereitet und den Leuten erklärt, was ein Tablet PC ist.
Abgesehen von der geschickten Anlehnung an den großen Namen des bekannten Apple-Produktes soll "We" (englisch für Wir) die Offenheit und Barrierefreiheit des Gerätes – natürlich wieder im direkten Vergleich mit dem zugenagelten iPad – verdeutlichen. Man will faire Bedingungen für Nutzer, Entwickler und Medienpartner schaffen. Wie das im Detail aussieht, haben die WePad-Macher aber noch nicht verraten. Es wird aber fairer als bei Apple, so die nebulöse Aussage.
Die WePad-Macher: Tore Meyer und Helmut Hoffer von Ankershoffen, Geschäftsführer der WePad GmbH, einem Joint Venture aus 4tiitoo und Neofonie | Foto: areamobile
Ist die Technik besser als beim iPad?
Ja. Angetrieben wird das WePad von einem Intel Atom N450 Pineview M mit 1,66 Gigahertz. Das Widescreen-Display ist Multitouch-fähig und bietet eine Auflösung von 1366x768 Pixel bei einer Größe von 11,6 Zoll. Als interner Speicher stehen entweder 16 oder 32 Gigabyte zur Verfügung. Außerdem bietet das WePad GPS, zwei USB-Anschlüsse, eingebautes Mikrofon und eine Webcam mit 1,3 Megapixel. Über die USB-Ports kann eine breite Palette an Standard-PC-Zubehör angeschlossen werden. Denkbar sind dabei etwa DVB-T-Stick, Tastatur oder externe Festplatten. Den Speicherplatz kann man auch über SDHC-Karten mittels des eingebauten Kartenlesers um bis zu 32 Gigabyte erhöhen. Eine Verbindung mit anderen Geräten oder dem Internet geschieht per WLAN, Bluetooth oder 3G-Funk. Per HDMI-Ausgang können Filme bis 1080p (1920x1080 Pixel) an Beamer oder Fernseher übertragen werden. Das WePad verfügt außerdem über einen Bewegungssensor, mit dem etwa Spiele wie auf dem iPad gespielt werden können. Der Akku soll voll geladen etwa sechs Stunden durchhalten, austauschbar ist er nicht. Als Grund führt der Hersteller die flache Bauform an, die nur mit einem Festeinbau realisiert werden konnte. Das Tablet ist 288x190x14 Millimeter groß und wiegt je nach Version 800 bis 850 Gramm.
Wann kommt das WePad auf den Markt und wieviel kostet es?
Es gibt zwei Versionen des WePad. 32 Gigabyte Speicher, GPS, 3G-Datenfunk (kein SIM-Lock) und der 1080p-Chip sind der teureren Variante vorbehalten, die 569 Euro kosten soll. Das 449-Euro-Modell hat nur 16 Gigabyte Speicherkapazität und WLAN-Funk. Seit dem 27. April 2010 kann man die Geräte beim Online-Händler Amazon vorbestellen, in den Handel kommen sie ab Juli. Zu diesem Zeitpunkt werde man aber nur wenige Geräte ausliefern können, so Geschäftsführer Hoffer von Ankershoffen. Im August wolle man dann die volle Produktionsstärke erreichen, um beliebig viele Geräte liefern zu können. Zu einer Einschätzung der erwarteten Verkaufszahlen ließ er sich nicht hinreißen, er rechnet aber mit einer sechsstelligen Zahl. Damit könnte er sogar ins Schwarze treffen. Das UMTS-Modell ist mittlerweile so oft bestellt worden, dass es in der Bestseller-Liste von Amazon schon auf den vordersten Plätzen stand.
Wer baut das WePad?
Es ist bisher nicht bestätigt, gilt aber mittlerweile als sicher: Das WePad wird vom taiwanischen Auftragsfertiger Pegatron gebaut. Den kennt hierzulande niemand, aber seine Produkte hatten viele Deutsche schon in der Hand, ohne es zu wissen. Die Asus-Tochter baut als ODM (Original Device Manufacturer) Geräte für namhafte Marken wie Dell, HP oder Alienware. Auch der Exo PC stammt aus den Pegatron-Fabriken. Das Windows-7-Tablet sieht dem WePad zum Verwechseln ähnlich und hat auch die gleiche technische Ausstattung. Mit hoher Wahrscheinlichkeit basieren beide Geräte auf dem gleichen, von Pegatron entwickelten Hardware-Referenzdesign.
Auch Medion soll bei dem WePad-Projekt beteiligt sein. Der Aldi-Exklusivanbieter wird wahlweise als Hardware-Lieferant oder als Verantwortlicher für den Support in Deutschland genannt. Aber dazu gibt es bisher keine gesicherten Informationen.
Welches Betriebssystem läuft auf dem WePad?
Beim WePad-Betriebssystem handelt es sich um eine modifizierte Linux-Variante, die Distribution ist bisher unbekannt. Das Unternehmen 4tiitoo, neben Neofonie die zweite Mutterfirma der frisch gegründeten WePad GmbH, hat die komplette Oberfläche überarbeitet und für die Fingernutzung auf einem großen Display angepasst. Die Navigation erfolgt per Daumensteuerung über Scroll-Leisten an den Bildschirmrändern, aber auch eine Bedienung mit dem Finger direkt auf dem Display wird unterstützt. Durch sein Linux-Betriebssystem kann das WePad mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen lassen. Die virtuelle Tastatur wird auf Wunsch eingeblendet und die Widgets auf dem Bildschirm werden in Echtzeit aktualisiert. So kann man immer sehen, wie das Wetter gerade ist und welcher Freund seinen Status bei Facebook aktualisiert hat.
Durch diverse Modifikationen sollen auf dem WePad nicht nur speziell für das Tablet entwickelte Linux-Anwendungen laufen, sondern auch Apps aus dem Android Market, Applikationen in Adobe Flash und Air sowie Java. Komplett webbasierte Dienste sollen ebenfalls auf dem WePad genutzt werden können. Ein Software-Development-Kit für spezielle WePad-Apps wird es kurz nach dem Verkaufsstart geben, verspricht die WePad GmbH. Bei Auslieferung soll bereits ein Programm-Paket vorinstalliert sein, darunter die OpenOffice-Suite. Es soll auch einen Expertenmodus geben, in dem erfahrene Nutzer und Entwickler ohne Einschränkungen direkt auf das System zugreifen können.
Warum denn nicht!
auch sehr gut zum tischtennis geeignet
als einem künstlich erzeugten Hype nachzulaufen. A**** ist im Vermarkten neuer Produkte sicher cleverer. Trotzdem muss ich mich nicht davon einlullen lassen. Warum sollte ich für ne angebissene Frucht extra Kohle bezahlen und mir dann noch vorschreiben lassen, was ich alles darf und was nicht.... und für jeden noch so kleinen Schei** Geld abdrücken. Konkurrenz belebt das Geschäft. Es wird Zeit, dass da was passiert! ;-) Was kann denn das Produkt von A**** alles? Da fällt mir nur die Akkulaufzeit ein. Ansonsten kann ich nicht einmal einen USB-Stick anschliessen. Das ist doch heute unterster Standard! Aber das passt zu A. Strategie..... Wie schon gesagt wurde, letztendlich muss es jeder selbst wissen. :-p
Das Teil ist einfach nur GEIL!
Where is the beef ?
Widgets, tzz das ding wird so was von floppen...
ich denk auch dass das WePad, wenn es vollendet ist, das iPad vom thron wirft.