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Samsung vs. Apple: Das Galaxy Tab im iPad-Vergleich

Das Galaxy Tab ist der schärfste Konkurrent für das iPad. Aber das heißt noch lange nicht, dass es genauso gut ist, wie Apples Kultbrett. Oder doch? Areamobile konnte das Samsung-Tablet bereits ausprobieren und hat es dabei mit dem iPad verglichen.

Das Galaxy Tab ist der schärfste Konkurrent für das iPad. Aber das heißt noch lange nicht, dass es genauso gut ist, wie Apples Kultbrett. Oder doch? Areamobile konnte das Samsung-Tablet bereits ausprobieren und hat es dabei mit dem iPad verglichen.

Design und Verarbeitung


 

Samsung Galaxy Tab Apple iPad
Maße 190 x 120 x 11.9 Millimeter 242.8 x 189.7 x 13.4 Millimeter
Gewicht 380 Gramm 730 Gramm
Gehäuse Kunststoff Aluminium Unibody

Der Punkt für das Design geht klar an Apple. Das Unternehmen ist schließlich berühmt dafür, mit seinen Produkten neue Maßstäbe bei Design und Verarbeitung zu setzen. Das gilt für die Computer der Mac-Serie genauso wie für das iPhone und das iPad.

Böswillige Zungen würden behaupten, dass die Samsung-Designer in der Entwurfsphase ständig mit iPhones gespielt haben. Die kantige Formensprache des Galaxy Tab ist am iPhone 4 orientiert, der hochwertige Kunststoff erinnert dagegen an die dritte Generation des Kulthandys. Und die weiße Rückseite weckt auch Apfel-Assoziationen. Aber wenn man mehrere Produkte von Apple kombiniert, muss nicht zwangsläufig etwas besseres dabei heraus kommen. Obwohl das Samsung-Tablet mit einem edlen Gehäuse kommt, das hervorragend verarbeitet ist, sieht es neben dem iPad nur wie eine Apple-Collage aus. 

Samsung Galaxy Tab vs. iPad / Foto: Areamobile

Samsung Galaxy Tab vs. iPad: Mit Apfel sieht es einfach besser aus. / Foto: Areamobile

Das Tab aus Korea hat aber einen großen Vorteil: es ist viel kleiner und leichter, als das breite Brett aus Cupertino. Wo man beim iPad immer umständlich beide Hände benutzen muss, umfasst man das kompakte Galaxy locker mit Daumen und Finger. Mit dem Einhand-Tablet kann man nicht nur viel bequemer auf dem Sofa sitzen und im Internet surfen, sondern auch durch den Posteingang scrollen und gleichzeitig einen Kaffee trinken. Außerdem passt es viel besser in die Tasche. Hier holt Samsung einen Extra-Punkt. 

Technische Ausstattung


 

Samsung Galaxy Tab Apple iPad 3G
Display Super TFT mit IPS / kapazitiv / 7 Zoll / 1024x600 Pixel LCD mit IPS / kapazitiv / 9,7 Zoll / 1024x768 Pixel
Multitouch Ja Ja
Kamera 2 Kameras / Hauptkamera mit 3 Megapixel und LED-Blitz, Frontkamera für Videotelefonate mit 1,3 Megapixel -
Chipsatz Samsung (ARM Cortex A8) / 1 Gigahertz Apple A4 (ARM Cortex A8) / 1 Gigahertz
Arbeitspeicher unbekannt 256 Megabyte
Grafik unbekannt PowerVR SGX 535
interner Speicher 16 / 32 Gigabyte + microSD 16 / 32 / 64 Gigabyte
Batterie 4.000 mAh unbekannt
Funkunterstützung Quadband-GSM / GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / HSUPA (5,76 Mbit/s) / WLAN b,g,n / Bluetooth 3.0 GPRS / EDGE / UMTS / HSDPA (7,2 Mbit/s) / HSUPA (5,76 Mbit/s) / WLAN b,g,n / Bluetooth 2.1
Tethering ja nein
Anschlüsse Samsung-Pin-Connector / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker 30-Pin-Connector / 3,5-Millimeter-Klinkenstecker
Sensoren Lagesensor / Lichtsensor / Annäherungssensor / Kompass Lagesensor / Lichtsensor / Annäherungssensor / Kompass

Der Punkt geht klar an Samsung. Das iPad hat zwar das bessere Display, kann dem Galaxy Tab aber selbst in der 3G-Variante nicht das Wasser reichen. Das kleinere Tablet unterstützt sogar GSM-Telefonie, sodass man es wie ein ganz normales Handy nutzen kann. Hinzu kommen 2 Kameras, Bluetooth 3.0 und ein Slot für microSD-Karten. Das durchgestylte iPad hat dem gar nichts entgegen zu setzen und sieht plötzlich ganz schön alt aus. 

Bedienung


 

Samsung Galaxy Tab Apple iPad
Betriebssystem Android 2.2 iOS 3.2
Oberfläche TouchWiz 3 aus Betriebssystem

Das Apple-System iOS lässt sich auch in der veralteten Version 3.2 intuitiver und angenehmer bedienen, als Android 2.2. Beim iPad spürt man sofort, dass die Software perfekt auf die Hardware abgestimmt wurde. Das Google-System kommt dagegen von der Stange und muss von den Herstellern umständlich auf die Geräte abgestimmt werden. Samsung gelingt das zwar vorbildlich mit seiner TouchWiz-Oberfläche, etwa auf dem Homescreen oder im Hauptmenü. Auch im E-Mail-Ordner wird die hohe Auflösung geschickt ausgenutzt, indem neben der Spalte für den Posteingang eine E-Mail-Vorschau eingeblendet wird. Aber bei Apple sieht das einfach besser aus. Kein Wunder, schließlich ist Android 2.2 (Froyo) gar nicht für Tablets entwickelt worden. Erst die Folgeversion 3.0 (Gingerbread) wird mit einer speziell für die neuen Touchscreen-Geräte programmierten Oberfläche kommen. Samsung hat bereits ein entsprechendes Update für das Galaxy Tab in Aussicht gestellt. 

Samsung Galaxy Tab vs. iPad / Foto: Areamobile

Samsung Galaxy Tab vs. Apple iPad: Homescreen-Vergleich / Foto: Areamobile

Das Galaxy Tab holt aber trotzdem einen Punkt, weil das Apple-System einen große Schwäche entwickelt hat: die starre Oberfläche. Im Vergleich mit Android fällt auf, dass man mit dem iPad kaum Möglichkeiten hat, dem Touchscreen seinen Stempel aufzudrücken. Mit dem anstehenden iOS-4-Update wird es zwar möglich sein, Ordner zu erstellen und das Hintergrundbild zu ändern, aber es gibt weder Widgets, noch Live-Wallpaper. Das Google-System hat hier mittlerweile die Nase vorn. 

Software-Anbindung: Apps, Spiele, Musik und Filme


 

Samsung Galaxy Tab Apple iPad
App Store Android Market App Store
Spiele-Anbindung ja, aber nicht für hohe Auflösung optimert ja
Musik-Anbindung nicht im System verankert, Umweg über Amazon MP3 im System integriert (iTunes)
Video-Anbindung geplant im System integriert (iTunes)

Eigentlich muss man hier kaum Worte verlieren, nur soviel: Apple hat den Begriff App Store geprägt. Die mobilen i-Geräte sind in ein Software-Ökosystem eingebettet, an dem die Konkurrenten gerne die Geschlossenheit und Kontrolle kritisieren - das sie aber insgeheim beneiden. Das iPad kommt mit einem Buchladen, einer prall gefüllten Online-Videothek, dem erfolgreichsten digitalen Musikshop der Welt und dem besten mobilen Youtube-Client. Außerdem gibt es bereits tausende Apps und Spiele aus dem iPhone-Universum, die an die hohe Auflösung des iPad angepasst wurden. 

Samsung Galaxy Tab / Foto: Areamobile

Der Samsung-Musikshop wird in Deutschland nicht unterstützt / Foto: Areamobile

Das Galaxy Tab ist in keinem Bereich auch nur annähernd konkurrenzfähig. Es kommt zwar mit einer Youtube-Anbindung, aber mit seiner schwarzweißen Oberfläche sieht der Client so aus, als wäre er im DOS-Zeitalter entwickelt worden. Es gibt kaum Apps oder Spiele, die die hohe Bildschirmauflösung unterstützen. Außerdem hat der Nutzer keine Möglichkeit, Filme oder Musik zu kaufen, die auch nur annähernd so komfortabel ist, wie auf dem iPad. Man findet zwar einen E-Book-Reader sowie einen Musik- und Filmshop vorinstalliert, aber Music Hub und Media Hub werden in Deutschland nicht unterstützt. Samsung will hier zwar bald Inhalte anbieten, verbrüdert sich dafür aber mit den Netzbetreibern - das klingt nicht vielversprechend. Immerhin kann man problemlos Filme auf das Galaxy Tab kopieren und anschauen, es unterstützt alle verbreiteten Formate, auch DivX und Xvid. 

Preis


 

Samsung Galaxy Tab Apple iPad 3G 64GB
Preis 799 Euro 799 Euro
Preisentwicklung fallend stabil

Nach der Vorstellung des Galaxy Tab waren sich alle einig: tolles Gerät, aber viel zu teuer. Der Spruch ist nicht neu, man kennt ihn schon von den meisten Apfel-Produkten. Aber der Preis für das Samsung-Tablet wird schnell sinken. Noch vor dem Verkaufsstart hat o2 die Preisempfehlung des Herstellers um 40 Euro unterlaufen. Wenn der Netzbetreiber, der seine zinslose Handy-Finanzierung o2 my Handy über über hohe Produktpreise subventioniert, das Surfbrett für 760 Euro anbieten wird, dann kann man sicher sein, dass das Brett schnell unter die 700-Euro-Marke fällt. Apples Produkte sind dagegen so preisstabil, dass man sie fast schon als Wertanlage ansehen kann. Punkt für Samsung. 

Endstand

Samsung gewinnt knapp, aber ein unentschieden wäre fairer gewesen. Das Galaxy Tab ist eines kleines Technik-Wunder mit zahllosen Möglichkeiten, das sein Potential mangels geeigneter Software noch gar nicht voll ausschöpfen kann. Das iPad ist dagegen die Edelflunder unter den Tablets - technisch nicht so gut, aber mit der größten und schönsten Auswahl an Apps, Spielen, Musik und Filmen. Beide Gerate sind auf ihre Art herausragend und uneingeschränkt empfehlenswert.

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Kommentare
  1. 18.09.10 17:51 macw

    Was für ein Test, da bekommt man schon für das Kaffeetrinken einen Punkt.
    Einen Punkt weil man das Tablett in die Hosentasche stecken kann ( welche Hosen sind das) .
    Das I Pad hat zwar ein besseres Display(elementares Bestandteil eine Tabletts) aber mit dem Samsung kann man telefonieren(fast wie mit jedem 30 Euro Handy) dafür gibt es wieder einen Punkt für das 760 Euro Gerät ... toll toll toll.

    @tbd
    bin erstaunt über diese Aussagen "einziger Vorsprung", denn Fakt ist :I-Pad ist und samsung tab wäre gern.
    Was im November sein wird kann man nur mutmassen.
    Auf die Geschütze bin ich so gespannt wie auf dein gelobtes We-Pad was ja nach dem gefasel der Apple Gegner das I-Pad schon gekillt haben müsste, ähnlich der vielen angekündigten Tabletts.

    Ich habe den Artikel im Fokus nicht gelesen, denke aber der Erfolg schafft viele Neider und wie weiter oben bereits erwähnt, war auch Apple mal in der Klemme und auch Herr Jobs nicht immer erfolgreich.

    Zur Grösse 7 Zoll ist ein praktisches Mass und wird meines Wissens auch von den Readern verwendet, wenn natürlich auch mit ganz anderer Technik. Würde gerne mit dem Apple pad telefonieren können (mit headset). Meine damit I-Pad ist nicht perfekt aber ich sehe immer noch nichts besseres.
    Warte auf die Geschütze

  2. 06.09.10 15:45 Frankfurter Knackarsch (Expert Handy Profi)

    Einziger aber riesen Vorteil von sonem Tablet sehe ich in der besseren Bedienung und den Einsatz als riesen Navi.
    Dagegen hat man mit einem Netbook einen echten PC.

    LCD? engadget.com schreibt was von SLCD was viel wahrscheinlicher klingt.

  3. 06.09.10 14:25 bocadillo (GURU)
    @undercover

    jou...hol mal...

    kannst ja dann mal was dazu schreiben!

  4. 06.09.10 13:40 Underc0ver (Handy Profi)
    ich werde es mir definitiv holen..

    war ja vorher schon sehr überzeugt vom samsung-tab..der test verdeutlicht es nochmal..auch wenn mir vorher schon klar war,dass das samsung tab besser ist als das ipad..freu mich sehr auf weihnachten,das wird mein persönliches weihnachtsgeschenk an mich selber :)

  5. 06.09.10 12:15 bocadillo (GURU)
    @cheezusweezel

    Ähem- jetzt hast du schon ein Galaxy s- da sehe ich den Sinn eines 7 Zoll Tabletts noch viel weniger.

    Auf der Couch- kannste glauben - sind 10 Zoll Optimum-wenn ich es leichter will nehm ich das iPhone oder das milestone meiner Frau.

    Damit ein Tablet ein Netbook ersetzen kann ( und nur so kommt es auf gehörige Stückzahl) darf das Display nicht zu klein sein- mit smartphones kann so ein Teil mangels hosentaschentauglichkeit nicht konkurrieren.

    Mir wäre zu meiner Studienzeit ein 10 Zoll Tab absolut passend gekommen.nie mehr Notebook im Rucksack ;-)

  6. 06.09.10 11:59 Macianer (Gast)

    @ tbd:
    <<…den einzigen vorsprung den apple diesmal hat ist der zeitliche vorsprung!!! gerade beim tablet sind features wieder wichtiger als der abgekapselte mist den apple liefert..... und bis das iPad mal das nötige softwareupdate auf 4.2 im november bekommt sind diesmal schon lange ganz andere geschütze am feuern und so lange wird das iPad alt aussehen!!!…>>
    Mit jedem Tag mehr zeitlichem Vorsprung ohne echte Konkurrenz verkauft Apple aber mehr iPads und baut seinen Vorsprung in Marktanteilen beständig weiter aus.
    geschichte scheint sich zu wiederholen:
    + erst iPod (mittlerweile ca. 85% MA),
    + dann iPhone (das auch im Jahre 4 seit Markteinführung noch DER Trensetter in seinem Segment ist) und
    + nun das iPad (dem von Analysten bis 2012 ein MA von ± 75% vorhergesagt wird)

    Das kann jeder finden, wie er will. Allein, an den Fakten kommt niemand vorbei.


    <<@Macianer
    mir is grad noch eingefallen:
    das mit den auflösungen ist nicht so ein problem wie viele behaupten....

    ich habe in der kurzen zeit vor dem freeze des Galaxy Tabs Raging Thunder 2 lite gestartet und das einzige manko was es gab war, dass es auf dem screen zentriert dargestellt wird und rundrum ein schwarzer rand bleibt....

    wenn man jetzt bedenkt, dass das Galaxy Tab 1024x600 auflüsung hat sind das gerade mal oben und unten jeweils 85 pixel und rechts und links jeweils 60 pixel die schwarz bleiben..... es muss also nix aufgeblasen werden sondern die apps sind dann einfach etwas kleiner und nicht ganz vollbild....>>
    Ja, das kennt man ja von seinem Fernseher, wenn man dort sehr alste Filme schaut. Dann hat man auch immer oben und unten einen schwarzen Rand. Die einen mögen das als eine Art "Patina" ansehen. Mir geht es ziemlich auf die Nerven. Aber vielleicht bin ich auch nur zu sehr Perfektionist, um solche Unzulänglichkeiten mit einem Schulterzucken und einem "Na und ?" zu akzeptieren.

    Und nun hat man zwar eine App an EINE Displaygröße angepaßt. Auf kleineren oder größeren Displays bleibt das Problem jedoch bestehen. Im Ergebnis und losgelöst vom Galaxy über alle Androidgeräte hinweg betrachtet, bleibt das Anpassungsproblem der Apps an die unterschiedlichen Displaygrößen- und -auflösungen jedoch ein grundsätzliches Problem von Android.

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