Twitter Facebook Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

Nokia N8 Kameratest: So gut ist die 12-Megapixel-Kamera wirklich

Nokia presst eine Kamera mit 12 Megapixel von Carl Zeiss in sein neues Multimedia-Topmodell N8 – mehr passt derzeit nicht in ein Smartphone. Aber viele Pixel allein sind kein Garant für gute Fotos. Areamobile hat getestet, wie gut die Kamera des Nokia N8 wirklich ist.


 
Nokia N8 Samsung Galaxy S Apple iPhone 4
Anzahl Kameras 2 2 2
Auflösung Hauptkamera 12 Megapixel
(4288x2848 Pixel)
5 Megapixel
(2592x1944 Pixel)
5 Megapixel
(2592x1944 Pixel)
Auflösung Frontkamera 640x480 Pixel 640x480 Pixel 640x480 Pixel
Auflösung Videos 1280x720 Pixel 1280x720 Pixel 1280x720 Pixel
Blitzlicht Xenon nein LED
Autofokus ja ja ja
Makromodus ja ja ja
selektiver Fokus nein ja ja
Geotagging ja ja ja
Selbstauslöser ja ja nein
Gesichtserkennung ja ja nein
Blinzelerkennung nein ja nein
Lächelerkennung nein ja nein

Fotos

Wie die anderen in Deutschland erhältlichen 12-Megapixler Sony Ericsson Satio und Samsung Pixon 12 kommt auch das Nokia N8 mit Xenon-Blitz. Ein zusätzliches LED-Fotolicht wie beim Pixon fehlt zwar, dafür spendiert Nokia dem N8 ein orangenes Fokuslicht, das dem Autofokus in dunklen Räumen beim Scharfstellen hilft. 

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Das funktioniert sehr gut, Blitzlicht-Fotos sind im Nahbereich scharf und hell. Der starke Blitz reicht gute zwei bis drei Meter weit, danach macht sich verstärkt Bildrauschen breit. Insgesamt halten sich die Störpixel aber in Grenzen - Fotos mit dem iPhone 4 sehen deutlich rauschiger aus. Das dürfte auch an der Größe des Bildsensors liegen, Nokia wirbt damit, dass im N8 ein besonders großer Chip mit 1/1,83 Zoll steckt.

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Ausgeprägte, aber...

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

...realistische Farben | Foto: Areamobile

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Besonders nah kommt man an Motive nicht ran | Foto: Areamobile

 

Fotos sind sehr scharf, Farben werden sehr ausgeprägt, aber immer noch realistisch wiedergegeben. Von N8-Fotos kann man tatsächlich große Abzüge für das Familienalbum machen. Probleme gibt es wie bei fast allen Handycams mit der Bilddynamik. Dunklere Bildbereiche werden noch dunkler, als sie das menschliche Auge wahrnimmt, helle Flächen überstrahlen. Dadurch gehen Details verloren. Doch auch hier schneidet das N8 besser ab, als die meisten Konkurrenzprodukte.

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Starke Kontraste bei Kunstlicht...

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

...und hohe Schärfe auch ohne Blitz | Foto: Areamobile

Originalaufnahme Nokia N8 | Foto: Areamobile

Wenig Bildrauschen, hohe Schärfe in absoluter Dunkelheit | Foto: Areamobile

 

Videos

Die Videos können nicht ganz mit der hohen Bildqualität von Fotos mithalten. Sie werden wie bei Highend-Smartphones üblich mit 1280x720 Bildpunkten aufgenommen und sind daher sehr scharf, allerdings kommt es zu störenden Bildverzerrungen bei schnellen Bewegungen. Da hilft auch der eigens für Videos zuschaltbare Bildstabilisator nicht weiter. Außerdem werden Filme nicht ganz so flüssig aufgenommen, wie auf dem iPhone 4, obwohl Nokia 25 Bilder in der Sekunde verspricht.

Vergleich Nokia N8 vs. iPhone 4 | Foto: Areamobile

Vergleich Nokia N8 vs. iPhone 4 | Foto: Areamobile

Dafür brilliert das Multimedia-Handy beim Sound. Das N8 nimmt Umgebungsgeräusche mit zwei Mikrofonen auf, die als AAC-Format mit 128 Kilobit pro Sekunde und einer hohen Abtastrate von 48 Kilohertz gespeichert werden. Ein zusätzlicher Algorithmus soll Windgeräusche reduzieren und in lauter Umgebung den Aufnahmepegel besser anpassen. In der Praxis klappt das ausgesprochen gut.

Features

Das N8 bietet zahlreiche Grundfunktionen, mit denen man ISO-Werte, Farbsättigung, Belichtung oder Schärfe der Fotos einstellen kann. Auch eine Gesichtserkennung ist im Optionsmenü zu finden, Lächel- oder Blinzelerkennung fehlen allerdings. Ebenfalls ein Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz wie Samsung Galaxy oder iPhone 4: Einen selektiven Fokus, bei dem man auf dem Touchscreen mit dem Finger auswählen kann, welcher Bereich des Fotos scharf gestellt werden soll, implementiert Nokia ebenfalls nicht. Dafür fiel bei Fotos und Videos die sehr kurze Speicherzeit positiv auf.

Fazit

Auch die Carl Zeiss-Optik des Nokia N8 kann noch keine Kompaktkamera ersetzen – zumindest nicht bei schlechten Lichtverhältnissen. Dennoch macht der Hersteller bei der Handykamera fast alles richtig: Die Fotos sind scharf und geben Farben realistisch wieder, der Xenon-Blitz ist sehr stark. Auch Videos sehen richtig gut aus. Leider werden sie nicht ganz flüssig abgespielt und tendieren zu deutlichen Verzerrungen. Dafür bietet das N8 bei den Filmchen fast perfekten Ton. Insgesamt gehört das N8 ganz klar zur Kamera-Elite unter den Handys. Weder iPhone noch Android-Smartphones können da mithalten. 

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Lesen Sie alle 84 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 07.10.10 16:25 pixelflicker (Handy Master)

    Ja genau, das wäre IMHO der bessere weg zu besseren Ergebnissen als dieses Megapixelhochrüsten.
    Ich Fotografiere mit einer DSLR mit einem Sensor der im Vergleich zu Handysensoren riesig ist und dennoch bin ich mit dem Rauschen noch nicht zufrieden, wie soll das bei Handys gehen?

  2. 07.10.10 14:29 cookieman (Moderator)
    @pixelflicker

    Rauschverhalten würde bedeuten, das Du dem Handy die ISO Funktion und ein lichtstärkere Linse zuführen müsstest, und dann noch um Verwackler zu vermeiden eine
    Antiwackelfunktion.

  3. 07.10.10 13:56 pixelflicker (Handy Master)

    Es kommt nicht auf den Einsatzzweck an sondern darauf welche Art von Fotos man machen will. Wenn man nur knipsen will wie die Jungs in der Achterbahn hocken, dann ist eine SLR natürlich nicht interessant. Wenn man mehr will braucht man die (einstellungs-)Möglichkeiten einer ordentlichen Kamera.

    Ich finde die Hersteller hätten bei 5MP bleiben sollen und das Rauschverhalten verbessern sollen. Keiner braucht mehr als 5MP im Handy, aber bei Dunkelheit will jeder mal ein Bildchen machen, da brauch ich nur auf ein Konzert gehen um zu sehen was da rauskommt.

  4. 07.10.10 13:13 cookieman (Moderator)

    Wobei auch zu beachten ist für welche Einsatzzwecke man die Handykamera verwendet.
    Wenn ich jetzt beispielsweise in einem Freizeitpark, unterwegs bin schlepp ich nicht mein ganzes Kameraequipment mit, da kann ich dann mit der Handycam hantieren. Sicherlich spielt auch das das richtige Blick für Motive eine Rolle.... aber wenn ich abends auf Key West im Marina Bereich sitze und einen Sonnenuntergang fotografiere, da werde ich eher zu einer Digicam greifen.

  5. 07.10.10 12:53 Macianer (Gast)

    @ Birk; Du hast recht, daß es eine Binsenweisheit ist. - Zumindest für Dich, für mich, wie auch für einige andere. Es gibt m.M. allerdings noch unzählige andere Menschen -vermutlich selbst in diesem Forum-, die der Meinung sind, daß allein die Kamera die Qualität der Ergebnisse bestimmt....
    Somit sind und bleiben bis zum heutigen Tag Handy-Linsen für mich nicht mehr als "Knipsen." Und das unabhängig vom Namen des Handyherstellers.

  6. 07.10.10 12:14 cookieman (Moderator)

    Ist in dem Sinne auch nur ein Kompromiss... wenn man bedenkt das die Knipsen im Handy mit ungefähr 0,8 oder 1,3MP angefangen haben, ist mit 12MP fast ein Quantensprung.

    Sagen wir mal für Schnappschüsse und etwas mehr ist das was die Handycams mittlerweile leisten können gar nicht schlecht.

antworten
Nokia N8 Angebote
Nokia N8

Empfehlung

ab 29.90 EUR
monatlich 14.95 EUR
Vodafone SuperFlat Internet Wochenende

weitere Angebote zum Nokia N8
 
Aktuelle Geräte im Test