Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
 
 

HTC Evo 3D: So funktioniert 3D auf dem Smartphone

Inhaltsverzeichnis

3D-Technik in Fernsehern

Derzeit sind im Home-Cinema-Bereich vor allem zwei Techniken verbreitet, die beide auf spezielle Brillen setzen, um räumliche Tiefenwirkung zu ermöglichen: Es gibt Fernseher mit Polarisationsbrillen und Geräte mit Shutter-Brillen.

Die erste Technik setzt auf den Polarisationseffekt. Dabei werden zwei polarisierte Lichtwellen, von denen eine links- und die andere rechtsdrehend schwingt, von unterschiedlichen Polarisationsfiltern in den Brillengläsern so geblockt, dass jeweils nur das Licht einer Schwingungsebene zum gewünschten Auge vordringen kann. Während der Film bis zu 100 Mal pro Sekunde zwischen den Bildern für das linke und das rechte Auge wechselt, setzt das Gehirn wie beim natürlichen Sehen die Bilder zu 3D-Objekten zusammen.

Shutter-Brillen verwenden statt Gläsern kleine LCD-Monitore. Sie lassen elektronisch gesteuert Wechsel abwechselnd Licht durch oder verhindern den Lichteinfall: Erscheint auf dem Bildschirm ein Bild für das linke Auge, wird die rechte Brillenseite undurchsichtig und umgekehrt. Die Steuerung erfolgt über ein Infrarotsignal des Fernsehers. Durch die eingebaute Technik sind Shutter-Brillen schwerer als Modelle mit Pol-Filter, was sich auf den Tragekomfort negativ auswirkt. Außerdem müssen sie – meist per Akku – mit Strom versorgt werden.

Wie schlägt sich 3D im Smartphone?

Wir haben 3D auf dem HTC Evo 3D ausprobiert und sind positiv überrascht: Der erste Eindruck der 3D-Fähigkeiten ist trotz des naturgemäß kleinen Smartphone-Displays überraschend gut. Will man Fotos in 3D knipsen, sollte man seine Motive aber sorgfältig wählen, um einen echten Tiefeneffekt zu erzielen. Dabei darf das nächste Objekt nicht zu nah sein, weitere Bildinhalte sollten dann in deutlicher Entfernung zueinander gestaffelt und nicht zu weit entfernt sein. Schöne 3D-Fotos wollen also gut geplant sein – das ist nichts für Schnappschüsse. Videos sehen noch etwas besser aus als Fotos - vor allem, wenn sie viel, aber nicht zu hastige Bewegung beinhalten. Auch in Spielen kommt der 3D-Effekt teilweise sehr gut zur Geltung, dort lässt sich auch die Intensität dem eigenen Geschmack anpassen.

Mittels Adapter lassen sich 3D-Inhalte nicht nur auf dem kleinen Smartphone-Display betrachten, sondern auch an einen passenden Fernseher weiterleiten. Dann kann man seine selbst geknipsten Fotos und die Urlaubsvideos auf großer Fläche der Familie in 3D präsentieren. Und das ist noch nicht alles. Wenn Film- und Videodienste wie HTC Watch demnächst wie auf der Präsentation in Istanbul versprochen auch 3D-Filme bereitstellen, wird das mobile Gerät neben all seinen anderen Funktionen auch noch zum Blueray-Player-Ersatz.

Fazit

Es gibt einen Grund, warum im Kino und zuhause bei 3D-Fernsehern Brillen verwendet werden: Das 3D-Erlebnis ist damit einfach besser als bei der Parallax-Technik, bei der man schon bei kleinen Bewegungen des Smartphones den 3D-Effekt verliert und/oder Doppelbilder sieht. Für erstaunliche Effekte sorgen aber 3D-Modelle wie das HTC Evo 3D trotzdem und zeigen außerdem, wohin die Reise geht: Die Zukunft ist dreidimensional – auch auf mobilen Endgeräten.

Weitere Informationen

 

Senden
Artikel bewerten
Kommentar schreiben
  1. Du bist nicht dabei?
    Werde Teil der Community
    Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
    Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
    Titel: (optional)
    Kommentar:
    Bitte gib hier die Buchstaben vom nebenstehenden Bild ein.
 
Kommentare
  1. 31.08.11 20:05 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Hab mir das neulich auch mal genau angeschaut, und ich finde die 3D darstellung funktioniert schon überragend. Das größte Problem sehe ich derzeit noch bei der Auflösung. Die wird bei Halbierung auf einem 4,3 zoll display wirklich richtig mager, das sieht nicht schön aus.
    Ansonsten bis jetzt auch nette spielerei als brauchbarer feature, außer bilder wird ja nichts besser. Man kann bis jetzt weder komfortabler seine mails checken, noch besser im internet surfen, deswegen ist der nutzen doch noch arg begrenzt. Aber wenn sie das problem mit der auflösung in den griff bekommen, warum nicht. Auf jedenfall ein nice to have

antworten
Aktuelle Geräte im Test