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2.3.4 für Galaxy S2 & Co.: Die neuen Android-Versionen im Überblick

Die Update-Welle für Android wird immer größer, Google entwickelt das Betriebssystem beständig weiter. Für das Top-Modell Galaxy S2 steht ein Update auf Android 2.3.4 an, die Entwicklerhandys Nexus One und Nexus S sind bereits bei 2.3.6 angelangt. Aber was bringen die Mini-Aktualisierungen überhaupt? Wir geben einen Überblick.

2.3 Gingerbread ist die Basis aller aktuellen Android-Smartphones. Es wurde bereits Anfang Dezember 2010 vorgestellt, zusammen mit dem Nexus S, dem ersten Gerät, auf dem das neue System installiert war. In Deutschland ist das Smartphone seit Februar 2011 erhältlich, weitere Gingerbread-Modelle folgten mit Verzögerung – das Galaxy S2 erst im Mai 2010.

Im Vergleich zu 2.2 Froyo hat Google beim Nachfolger nochmals an der Tempo-Schraube gedreht. Gingerbread ist das bisher schnellste Smartphone-Betriebssystem von Google, sagte Chefentwickler Andy Rubin bei der Vorstellung. Aber es gab noch eine Handvoll weiterer Änderungen:

  • eine überarbeitete Statuszeile
  • überarbeitete Symbole
  • eine neue virtuelle Tastatur
  • ein intelligenteres Wörterbuch
  • verbessertes Kopieren und Einfügen von Text
  • einfachere Multitasking-Verwaltung
  • ein zentraler Download-Manager
  • Unterstützung für Near Field Communication (NFC)
  • Unterstützung für einen dreidimensionalen Bewegungssensor (Gyroskop)
  • erweiterte Grafik-Schnittstellen für EGL/OpenGL ES, OpenSL ES
  • neue Multimedia-Codecs (VP8, WebM, AAC und AMR-Wideband Encoding)
  • die Unterstützung für eine Frontkamera
  • neue Möglichkeiten für die Internettelefonie über SIP/VoIP

Die Veränderungen für den Anwender hielten sich in Grenzen. Die angekündigte Veränderung der GUI kam dann auch: Mit 3.0 Honeycomb stellte Google eine speziell für Tablets entwickelte Version von Android vor. Android, wie man es bisher kannte, war hier nicht mehr wieder zu erkennen. Die Benachrichtigungselemente sahen plötzlich elegant aus, der Homescreen und der Task Manager wurden mit 3D-Elementen veredelt, der Youtube-Client erinnerte an ein Holodeck. Der Unterschied von Honeycomb zu Gingerbread ist gewaltig – nur haben Smartphone-Besitzer nichts davon.

Momentan existieren zwei Versionen von Android gleichberechtigt nebeneinander: 2.3 Gingerbread für Telefone und 3.0 Honeycomb für Tablets. Zusammengeführt werden sie erst mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich, das im Oktober erwartet wird. Details sind bisher nicht darüber bekannt, sicher ist nur, dass die 3D-Multitasking-Oberfläche auch für Smartphones kommt und neue, schönere Widgets enthalten sein werden.

Android 2.3 ist bereits ein knappes Jahr alt, eine lange Zeitspanne, wenn man sich den Android-Stammbaum anschaut. In dieser Zeit ist die Version selbst ein Opfer der Fragmentierung geworden. Es gibt mittlerweile zahlreiche Varianten, die sich kaum voneinander unterscheiden. Für Nexus One und Nexus S wird gerade 2.3.6 ausgeliefert – sie enthält vor allem Bugfixes.

Sony Ericsson Xperia Arc Unboxing | (c) Areamobile

Sony Ericsson Xperia Arc Unboxing | (c) Areamobile

Den wichtigsten Meilenstein markierte Version 2.3.4, weil sie tatsächlich auch zwei echte Neuerungen enthielt: Video- und Voice-Chat mit Google Talk und die verschlüsselte Übertragung von Terminen und Kontakten. Für das Galaxy S2 wird dieses  Update in Kürze ausgerollt, für das Sensation ist es seit zwei Wochen erhältlich. Auch Sony Ericsson liefert Android 2.3.4 für die Modelle Xperia Arc, Xperia Neo, Xperia Ray und Xperia Play momentan aus.

Das enthält nicht nur die von Google programmierten, sondern auch eigene Verbesserungen. Es wird künftig möglich sein, mit einer Schwenkaufnahme 3D-Bilder aufzunehmen, außerdem wird Facebook noch stärker integriert, so dass Nutzer per Knopfdruck Fotos, Musik, Apps und Spiele direkt auf ihrer Pinnwand veröffentlichen können. Und es gibt eine neue Tastatur, die ähnlich wie Swype Texteingaben durch Wischen des Fingers über die Tasten erlaubt.

Das Beispiel von Sony Ericsson verdeutlicht ein zentrales Update-Problem: Die Trennung von Software-Anbieter und Hardware-Hersteller und die Offenheit des Android-Systems führen zu einem Nebeneinander unterschiedlicher Systemvarianten. Ob und wann für welche Version und für welches Gerät ein Update kommt, ist kaum zu überblicken. Noch fehlen klare und verbindliche Update-Richtlinien für Android.

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Kommentare
  1. 20.10.11 15:30 diekatze (Handy Profi)

    Ich habe mir mein handy mit einem telekom vertrag geholt und so ein dämliches branding, obwohl nirgends etwas davon stand. verdammte telekom, jetzt muss ich wochenlang auf ein update warten, damit sie ihren müll hinterlassen könne, den man noch nicht einmal löschen kann.

  2. 08.10.11 23:16 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Kies ist auf dem Handy? Ich dachte immer das wäre die Software auf dem Rechner, ähnlich iTunes. Was macht denn Kies auf dem Handy? Was ist dessen Aufgabe was Android so nicht auch schon kann?

    @Birk:
    Ja stimmt schon, dass Updates wichtig sind, aber man muss zwischen Sicherheitsupdates und Updates die einfach eine Ziffer höher bringen unterscheiden. Zweitere sind eher ein Nice-To-Have und diese sind es, die offensichtlich so gewünscht werden. Keiner weis was der Unterschied zwischen 2.3.4 und 2.3.6 ist, aber man schreit halt pauschal mal danach.

  3. 08.10.11 09:19 Birk (Expert Handy Profi)

    @PF
    > Diese "Hauptsache Updates" Einstellung ist mir in letzter Zeit bei vielen Nutzern aufgefallen

    Beim Smartphones mag das etwas anders verhalten, aber im Grunde ist das doch der Erfolg aus jahrelanger Arbeit seitens der Computerwissenden. Eines der Mantras aller ITler lautet: "Haltet eurer System aktuell!" Scheint also Früchte getragen zu haben. ;) Wenn ich mal am Supporttelefon sitze, ist immer die erste Frage: "Haben sie alle Updates aufgespielt?"

    @Topic
    Ich gebe PF recht und der Artikel liest sich ein klein wenig tendenziös.

  4. 08.10.11 07:51 digi-pex (Youngster)

    - Kies ist von Haus aus auf dem Handy...
    - Warum sollten DEINER Meinung nach User sich vorher informieren? Ist doch Schwachsinn... Es erscheint ein Update... Für mich als User ist doch mir egal WAS verbessert wurde. Gut, das eine oder andere bekommt man selbst mit, aber spezifisch kratzt mich das wenig. Fakt bleibt für mich, es gibt eine Verbesserung (ob sie nun negativ oder positiv ist) und ich lad sie hoch. Sollte ja man auch, um mögliche Bugs zu beheben.

  5. 04.10.11 12:18 pixelflicker (Advanced Handy Master)

    Hast du Kies denn überhaupt installiert?
    Ich habe selber kein Samsung-Gerät, aber ich finde es lustig, dass dir das Update so wichtig ist, obwohl du gar nicht weißt was es dir bringt.

    Diese "Hauptsache Updates" Einstellung ist mir in letzter Zeit bei vielen Nutzern aufgefallen. Das soll kein Vorwurf sein, ich denke nur, dass es ein bisschen zu sehr in den Vordergrund gestellt wird.

  6. 04.10.11 05:18 digi-pex (Youngster)

    @samariter
    Werde es dann mal am Rechner anschließen.
    - Öffnet dann Kies automatisch?
    - Enstehen beim Update Verluste? Ergo muss ich dann meine ganzen Apps und Einstellungen wiederherstellen?
    - Lohnt sich das Updaten auf 2.3.4? Oder soll ich nach der "never kill running systems" Deviese gehen?
    - Welche Veränderungen hast du nach dem Update feststellen können?

    Mfg digi

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