Die Touchscreens werden immer größer und die Prozessoren immer schneller, nur eines ändert sich bei einem Smartphone nicht: der Akku. Hier ist die technische Entwicklung in den letzten Jahren kaum voran gekommen. Lösungen sind nicht in Sicht.
Als das Nokia N95 im Oktober 2007 in den Handel kam, war es ein technologischer Meilenstein, der sich schnell zum Kult entwickelte. Wer sich das Gerät heute anschaut, wird das kaum glauben. Wenn man den dicken Klotz mit 330-Megahertz-Prozessor und einem Bildschirm, der gerade einmal 2,6 Zoll groß ist und 240x320 Pixel auflöst, neben Topmodelle wie das Galaxy Nexus oder das iPhone 4 legt, wird deutlich, wie rasant sich die Technik in den letzten vier Jahren weiter entwickelt hat. Es gibt im Prinzip nur eine Komponente, die nicht modernisiert wurde: Der Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 950 mAh könnte auch gut in einem Touchscreen-Smartphone von heute stecken.
Der Industrie ist es lediglich gelungen, die Akku-Lebensdauer zu verlängern und die Energiedichte zu erhöhen – und vor allem bei letzterem ist der Fortschritt bescheiden. Aktuelle Flaggschiff-Modelle haben eine Kraftzelle mit 1.750 mAh – im Vergleich mit dem Nokia N95 also nicht einmal doppelt so viel. Der Spitzenreiter Galaxy Note schafft 2.500 mAh. Allerdings konnte Samsung diese Kapazität nur realisieren, weil das Gerät mit 150x83 Millimeter deutlich größer ist als die meisten anderen Smartphones. Kleinere Geräte bieten weniger Platz für den Akku.
Aktuelle technische Basis ist die Lithium-Ionen-Technologie, die die elektrische Energie chemisch speichert. Mit Modifikationen gelingt es den Forschern, die Lebensdauer und die Haltbarkeit der Lithium-Akkus weiter zu optimieren, auch die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen – allerdings werden die Fortschritte überschaubar bleiben. Technische Wunder sind in den nächsten Jahren nicht zu erwarten. Experten gehen davon aus, das die Kapazität im Smartphone-Bereich in in den nächsten Jahren nochmal um 40 Prozent gesteigert werden kann. Mehr ist mit den herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus einfach nicht drin. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten, die Laufzeit von Smartphones zu verlängern.
An erster Stelle steht hier der Versuch, den Verbrauch der technischen Komponenten zu senken, die die meiste Energie benötigen: Display, Prozessor und Antenne. Der Spielraum ist aber begrenzt. Zum einen muss die Industrie die Wünsche nach immer größeren, schnelleren und damit auch energiehungrigeren Smartphones bedienen, zum anderen kann eine Entwicklung wie die moderne OLED-Bildschirmtechnologie ihre Stromspar-Vorteile nur ausspielen, wenn das Display dunkle Farbtöne darstellt. Die Mehrkern-CPUs sind vor allem im Standby sparsamer – wenn der Prozessor gefordert ist, etwa von einem grafisch aufwendigen Spiel, ist der Energieverbrauch sogar viel höher.
Auch im Funkbereich wird jede Stromspar-Innovation vom technischen Fortschritt wieder unterlaufen. Denn der UMTS-Nachfolgestandard LTE steht in den Startlöchern, 2012 werden die ersten Smartphones in Deutschland auf den Markt kommen. Bis der Highspeed-Funk so weit optimiert ist, dass er weniger Energie verbraucht als UMTS, sind noch einige Entwicklungsjahre nötig.
Ein wechselbarer Akku benötigt ein eigenes Gehäuse und einen separaten Schacht, in den er eingesetzt werden kann. Wenn man darauf verzichtet und das Volumen ebenfalls für Akkuzellen nutzt, kann der Akku aufgrund der größeren Bauform in der Regel schon 30 Prozent mehr Kapazität speichern. Der Nachtei fest verbauter Akkus: Wenn man unterwegs ist, besteht keine Möglichkeit, einen Zweit-Akku einzulegen und das Gerät länger zu nutzen.
Apple-Chef Steve Jobs hat von Anfang an auf fest verbaute Akkus gesetzt, bereits das erste iPhone 2007 war ohne Wechselakku konstruiert und musste dafür viel Kritik einstecken. Dass Jobs mit seiner Entscheidung aber vielleicht richtig lag, belegt die aktuelle Entwicklung. Denn neben Apple setzen neuerdings auch Motorola und Nokia bei ihren Spitzenmodellen auf fest eingebaute Akkus. Man kann davon ausgehen, dass 2012 immer mehr Handys mit dieser Bauform auf den Markt kommen.
Eine weitere Möglichkeit, die Akkulaufzeit zu verlängern, ist die optimale Abstimmung von Hard- und Software. Natürlich kann man die Leistungsaufnahme des Displays bei maximaler Helligkeit nicht verändern, aber man kann den Sensor für die automatische Anpassung der Helligkeit feiner justieren und passive Prozesse wie etwa die Empangsbereitschaft der Antenne im Standby so anpassen, dass sie weniger Energie verbrauchen. Weil es sich dabei um Feinabstimmungen handelt, die zeitintensive Testroutinen erfordern, werden solche Stromspar-Optimierungen in der Regel per Software-Update nachgeliefert. Das Nokia Lumia 800 und das iPhone 4S sind aktuell die besten Beispiele dafür.
Zur chemischen Speicherung von Energie gibt es keine greifbare Alternative. Auch die Lithium-Ionen-Technologie wird noch viele Jahre den Standard bilden. Sie wird weiter entwickelt und optimiert, etwa durch die Anreicherung mit neuen Materialien wie Graphit. Die Forscher versprechen, dass sich so die Kapazität verzehnfachen und die Ladezeit gleichzeitig auf nur 10 Minuten verkürzen lässt. Wie viel von diesen Versprechen übrig bleibt, wenn die Graphit-Akkus in etwa fünf Jahren auf den Markt kommen, wird sich zeigen. Bis dahin bleiben uns die kurzen Laufzeiten von maximal einem Tag erhalten.
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Du bist nicht dabei?Weil ich es vorher nicht mitbekommen habe. Die Mailbenachrichtigung funktioniert ja nur, wenn sie gerade lust hat und daher habe ich es erst mitbekommen als MaK den Kommentar geschrieben hat. Und wenn ich in einen Thread komme, dann lese ich halt das, was sich seit meinem letzten Besuch dort getan hat und wenn ich etwas dazu sagen will, dann tue ich das.
Ist das nicht OK?
Warum kommentierst du Dinge, die vor 10 Tagen geschrieben wurden?
@oakley79:
Das ist jetzt auch kindisch was du da machst.
1. Ist der Thread schon Wochenalt und der User, der hier für Streit gesorgt hat schon lange gesperrt
2. Gibt es einen entsprechenden Thread zu dem Thema
3. Muss man keinen Account löschen, man braucht ihn nur nicht mehr zu nutzen.
Ich glaube auch nicht, dass man einen Account löschen kann, das würde für sehr viel Chaos in der Datenbank sorgen. Du kannst dich ja sperren lassen, aber dafür brauchst du auch nicht in einen Thread zu schreiben, sondern einfach einen Moderator per PN anschreiben, dafür ist diese Funktion nämlich da.
Habe jetzt nur bis Seite 5 die Kommentare gelesen, muss aber noch etwas los werden.
Das Nokia N8 hat wie wir wissen ja einen fest verbauten Akku, trotzdem ist es nicht dünn und mehr Kapazität als vergleichbare Nokias hat er der Akku auch nicht, denn der Akku im N8 ist ein ganz normaler Akku wie etwa im 5800. Also war weder ein dünneres Design, noch eine höhere Kapazität gewollt, der Fokus lag daher einzig und allein auf dem Design wodurch man 2 Vorteile verspielt hat nur um es optisch aufzuwerten und genau so machen es auch eigentlich alle Hersteller. Deswegen bin ich auch auf die neuen Sonys gespannt.
Doch, kommt vor:
http://www.test.de/themen/computer-telefon/meldung/Nokia-Akkus-Faelschungen-nicht-zu-erkennen-1143569-2143569/
Daraufhin hat man die Echtheitsüberprüfung des Akkus im Internet eingerichtet:
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,493661,00.html
und später wieder abgeschaltet:
http://www.spiegel.de/netzwelt/mobil/0,1518,494054,00.html
weil immer noch gefälschte Akkus in Nokia Stores verkauft wurden. Nokia macht das nicht mit Absicht, ich denke das Problen sind eher die Zwischenhändler und die Shops.
Meiner Meinung nach geht das Razr Maxx von Motorola aber in die richtige Richtung. jedenfalls solange es keine bessere Lösung gibt. 3300mAh in 130.7 x 68.9 x 8.99 Millimeter