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Tablet-Vergleich: Asus Transformer Prime und Samsung Galaxy Tab 10.1

Asus hat mit dem Transformer Prime das erste Quad-Core-Tablet mit dem neuen Tegra-3-Chip auf den Markt gebracht. Hersteller Nvidia behauptet, dass der neue Prozessor fünf Mal schneller ist als der Vorgänger Tegra 2, der etwa im Samsung Galaxy Tab 10.1 steckt. Wir haben beide Geräte in Benchmarks gegeneinander antreten lassen (mit Video).

Zugegeben: Die Rahmenbedingungen des Vergleichs sind nicht ideal, aber immer noch gut genug. So kommen beide Tablets mit sehr ähnlicher Hardware wie 1 Gigabyte RAM, einem 10,1-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.280x800 Pixel und Prozessoren des gleichen Herstellers – einmal der neue Quad-Core-Chip im Asus-Gerät und der direkte Dual-Core-Vorgänger im Samsung-Surfbrett. Einen nicht zu vernachlässigenden Unterschied gibt es allerdings bei der Software: Auf dem Transformer Prime läuft schon die neueste Android-Version 4.0.3 Ice Cream Sandwich, für das Galaxy Tab 10.1 ist die aber noch gar nicht verfügbar. Statt dessen muss es sich mit Android 3.1 Honeycomb begnügen. Der Vergleichstest lautet also nicht nur Quad-Core gegen Dual-Core, sondern zusätzlich auch noch Android Ice Cream Sandwich gegen Android Honeycomb.

Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Areamobile

Im Vergleich: Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1

Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Areamobile

Das Asus-Tablet wirkt viel hochwertiger

Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Areamobile

Das Transformer Prime ist größer, aber minimal dünner | (c) Areamobile

 

Natürlich kommt man in einem Vergleich nicht um das Betrachten der Äußerlichkeiten herum. Das Asus-Modell wirkt - wie in unserem ausführlichen Testbericht beschrieben - mit seiner schicken Alu-Hülle wesentlich hochwertiger. Richtig edel kommen auf der Rückseite die konzentrischen Kreise zur Geltung – besonders, wenn Licht direkt darauf fällt. Das Samsung-Tablet sieht dagegen wesentlich unspektakulärer aus. Nicht billig, denn der Kunststoff wirkt wertig und die Verarbeitung ist genauso perfekt wie bei Asus, aber gegen den Metallpanzer des Konkurrenten hat das Galaxy Tab 10.1 keine Chance.

Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Areamobile

Unterschiede Android 4.0 zu 3.1 sind schon auf dem Lockscreen zu sehen...

Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Areamobile

...und werden auf dem Honescreen noch viel mehr

Asus Eee Pad Transformer Prime vs. Samsung Galaxy Tab 10.1 | (c) Areamobile

Das Asus-Display ist äußerst hell | (c) Areamobile

 

Dabei handelt es sich nicht einmal um Heavy Metal, das Transformer Prime ist kaum 20 Gramm schwerer. Dafür aber einige Millimeter länger und breiter. Trotzdem unterbietet es den Dual-Core-Boliden um winzige 0,3 Millimeter in der Dicke. Weitere Unterschiede gibt es bei der Ausstattung der Tablets. Im Samsung-Gerät stehen intern nur 16 Gigabyte Speicher zur Verfügung, eine Erweiterung mit Speicherkarten ist nicht möglich. Das Asus-Pendant wird in der kleineren 32-Gigabyte-Version zusammen mit einem hochwertigen Keyboarddock ausgeliefert, dass nicht nur einen internen Akku zur Verlängerung der Laufzeit aufweist, sondern auch einen zusätzlichen SD-Karten-Slot und sogar einen normalen USB-Anschluss. Darüber kann man entweder eine Computermaus anschließen oder einen USB-Stick. Beim Speicher heißt der Vergleichssieger zweifelsfrei Asus.

Für Benchmarks hat das natürlich keine Vorteile. Hier kommt statt dessen die schiere Hardware-Power des Tegra 3 zum Einsatz und sorgt dafür, dass das Quad-Core-Tablet Transformer Prime in fast jedem Vergleich mehr oder weniger deutlich vorne liegt. Nur im Javascript-Test Sunspider siegt das ältere Tablet – obwohl Google mehrfach stolz betonte, dass der neue Browser von Ice Cream Sandwich gerade hier einen deutlichen Sprung nach vorn gemacht habe. Von deutlichem Sprung kann aber auch bei den restlichen Benchmarks nur bedingt die Rede sein. Bei Quadrant und Vellamo liegt das Transformer Prime nur etwa 20 Prozent vorne, bei Antutu hingegen satte 110 Prozent. Noch deutlicher ist der Fortschritt bei der Grafik-Power zu sehen. NenaMark 2 bescheinigt dem Asus-Tablet hier eine Leistungssteigerung um etwa 120 Prozent.

Doch auch hier bestätigt sich wieder einmal, dass Benchmarks nie mehr als ein Anhaltspunkt sind. Denn während der Vorsprung von Tegra 3 in einigen Testprogrammen nur bei 10 bis 20 Prozent liegt, ist der Fortschritt im Alltag wesentlich gravierender. Denn wo es auf dem Samsung-Tablet meistens zu – wenn auch meist nur leichten  - Rucklern kommt, ist das Asus-Gerät über alle Zweifel  erhaben. Egal ob Homescreen, Menüs oder Browser – so schnell wie das Transformer Prime ist derzeit kein anderes Android-Tablet.

Das sieht man auch bei Spielen, die an die Kraft von vier Kernen angepasst sind. Aktuell gibt es in der Tegra Zone bereits einige solcher Programme. Bei Games wie Riptide, Bladeslinger oder Glowball sieht man das ganze Potenzial, das der Tegra-3-Chip mit seiner neuen ULP (Ultra Low Power) GeForce-Grafikbeschleunigung bietet.

Wer auf UMTS und GPS verzichten kann – beides funktioniert nämlich wegen des schicken Metallpanzers nicht oder zumindest nicht vernünftig – sollte auf jeden Fall zum Asus Transformer Prime greifen. Denn das wirkt hochwertiger, bietet wesentlich mehr Speicher, die neueste Android-Version und ein hervorragendes Laptop-Dock, das aus dem Tablet einen vollwertigen Netbook-Ersatz macht.

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Kommentare
  1. 30.01.12 11:57 mat76 (Advanced Handy Profi)
    @pixelflicker

    Stimmt, muss mich korrigieren was die Ordner angeht. Pxelflicker hat recht, man kann Ordner anlegen. Sorry.

    Was den Taskmanger angeht kann ich das aber nicht sagen. Da ich nur das Galaxy besitze und da war er wie gesagt dabei. Ob er zu Sense gehört oder nicht kann ich nicht beurteilen.

  2. 29.01.12 16:14 puchrojo
    Objektiv?

    "gegen den Metallpanzer des Konkurrenten hat das Galaxy Tab 10.1 keine Chance". Das ist einfach Geschmackssache. Man kann seine Meinung sagen, aber nicht so.

    Dazu kommt das nur am Ende steht, UMTS und GPS funktioniert deswegen nicht gut. Das wurde ich etwas ausführlicher darstellen. Das ist für ein Tablet nicht etwas unwichtig.

    Als letztes kann ich es visitorsam nur zustimmen. Ohne Android 4 auf beide Tablet kann man nicht viel sagen.

  3. 28.01.12 00:41 pixelflicker (GURU)

    > "Bitte den Vergleich mit einem 10.1 und ICS machen. "
    Aber da gibts doch noch gar kein Update, oder?
    Und mit Custom-ROMs vergleichen macht keinen Sinn, da weiß man ja nicht was gemacht wurde und wie gut es läuft.

  4. 28.01.12 00:40 pixelflicker (GURU)

    @mat:
    Ja, das kann sein, dass da ein Taskmanager drauf ist, der ist dann aber von Samsung nachinstalliert. Android hat normalerweise keinen. Ich versteh auch nicht warum immer alle danach schreien, iOS hat doch auch keinen, oder? Da meckert auch keiner wegen zu wenig freien RAM.

    Ordner anlegen geht bei Android 2x schon. Du musst nur lang auf den Homescreen drücken und dann kannst du in dem dort erscheindenen Menü "Ordner" auswählen. Das geht mindestens seit Android 2.0, ein Gerät mit 1,6 hatte ich nicht, aber ich glabe da ging es auch schon.

  5. 27.01.12 20:52 visitorsam (Newcomer)
    Android 4

    Ich selber habe ein Samsungs 10.1 und ein Galaxie S2, inzwischen habe ich auf beiden Geräten Android 4.0.3 also IceCreamSandwich und seit dem auf keinem Gerät ein Ruckeln oder Hacken, die Oberfläche ist deutlich flüssiger das Gab reagiert deutlich schneller und auch der Akku hält Deutlich länger. Im ganzen ist der Vergleich nicht wirklich respektive da ICS deutlich schneller ist. Bitte den Vergleich mit einem 10.1 und ICS machen.

  6. 27.01.12 06:17 mat76 (Advanced Handy Profi)

    Also bei meinem Galaxy S mit Froyo (2.2.1) habe ich Standardmäßig einen Taskmanager dabei. Und zwar nicht nur zum Wechsel zwischen den Apps, sondern auch richtig zum Beenden. Es stimmt allerdings, dass das bei Android keinen Sinn macht.

    Ordner anlegen auf dem Homescreen geht nicht und ging m.M. nach auch nicht bei Honeycomb, sondern erst seit 4.0

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